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Cars & Limousine: Autos sind in unserem täglichen Leben ein relevantes Thema: Ob Mini-Car, Geländewagen oder Luxus-Limousine: Was ist neu auf dem Markt und was könnte für mich von Interesse sein!

ReiseTravel stellt neue Modelle vor

 

Hyundai i20

 

Mit kleinem i zum großen Erfolg: Elaisa, meine schwarze Labrador-Hündin ist zwar erst sieben Monate alt, aber schon ein tierischer „Autotester“. Petra Freiberg-Wende, Tierfreundin und bei Hyundai verantwortlich für Testwagen, kennt den Vierbeiner schon seit der Präsentation des i35 in Berlin. Als ich kürzlich für Hyundais Zweitkleinsten, den i20, einen Testwagen-Termin vereinbarte, meinte Freiberg-Wende „das für den Hund im i20 nicht genügend Platz sei.“ Mit dem nicht wirklich kleinen Kleinwagen waren wir im Gartenhotel „Theresia“ in Saalbach-Hinterklemm und die Reise dorthin war, wieder der Beiname des Hyundai i20 1.2 schon sagt, für Mensch und Tier wirklich  „Comfort“(tabel). Autos wie der Testwagen laden in dieser Zeit zur Grundsatzdebatte ein: wie viel Auto braucht ein Mensch (mit Hund), und vor allem: Wie viel darf diese automobile Grundversorgung kosten?

 

Mit dem Kleinwagen und „Hund an Bord“ ins Luxushotel „Theresia“

 

Ein heißer Kandidat für so ein Vernunftauto ist der Hyundai i20, mit 12 000 Euro Einstiegspreis die preiswerte Korea-Alternative zum VW Polo. Es gibt viele Autokäufer, die schütteln bei den heutzutage lieferbaren Extras nur noch den Kopf: Spurhalteassistent, Abstandsradar, beheizbare Rücksitze, verstellbare Fahrwerke . . . Einerseits weil sie möglicherweise gar nicht wissen, was es da so alles an Technik-Raffinessen gibt. Andererseits, weil sie sich die automobile Aufrüstung nicht leisten können – oder wollen. Für viele dient das Auto lediglich als das, wofür es einst erfunden wurde: Als bequemes Fortbewegungsmittel, um von A nach B zu kommen. Ein moderner Kleinwagen reicht für diese Zwecke meist aus, er soll „gut fahren“, nicht allzu teuer sein und nett aussehen. Also einer wie der Hyundai i20.

Das Auto ist das dritte Modell der asiatischen Automarke mit der neuen Hyundai-Nomenklatur. Der i20 ist der Nachfolger des Getz, der nach sechs Jahren eingestellt wurde, obwohl er ein Verkaufsschlager war. Aber der neue i20 ist im Vergleich zum Getz ein in allen Belangen aufgewerteter Kleinwagen, der bei nur leichtem Aufpreis deutlich mehr bietet.

So ist der i20 um elf Zentimeter gewachsen und seine Länge von 3,94 Meter qualifiziert ihn zu den Großen im Kleinwagen-Segment. Dadurch hat auch Elaizas „schwedisches Gardinenhotel“ im Kofferraum genügend Platz, wenn man die Lehnen der Sitzpolster – Verhältnis 60 zu 40 - in die Senkrechte klappt. von 295 bis 1060 Liter misst  (in diesem Fall als Hunde-Fahrgastraum) der Stauraum.

Durch die üppigen Abmessungen hat sich das Innenraumangebot spürbar verbessert. Die straff gepolsterten Vordersitze sind körpergerecht, bieten festen Rückenhalt, der Seitenhalt in kurviger Alpenlandschaft ist auch ziemlich gut. Der hoch angeordnete Fahrersitz lässt sich für ganz kleine Personen noch höher stellen. Auch hinten sitzen kleinere Mitfahrer entspannt, wenn „Elaisa“ mit ihrer „Labrador-Höhle“ im Hotelzimmer bleibt. Zu dritt wird es hinten allerdings eng.

Das modern gestaltete Interieur wirkt wesentlich schicker als noch im Getz. Zwar dominiert noch immer schwarzes Hartplastik, das dafür aber mit ansehnlicher Narbung und solider Verarbeitung. Zwei große, chromumrandete Rundinstrumente hinterm Lenkrad, ein kleines Bordcomputer-Display in der Mitte des Armaturenbrettes, ein CD-Radio mit USB- und Aux-Anschluß sowie sechs praktische Ablagefächer sind Serie bereits in der i20-Basisversion. Zudem gibt es ein riesiges Handschuhfach, das in der Comfort-Ausstattung über die Klimaanlage gekühlt werden kann.

Formal zeigt der i20 mit den mandelförmigen Scheinwerfer-Augen und schmalen oberem Lufteinlass ein Gesicht, das auffällig hübsch und vor allem für Käufer jedweden Geschmacks akzeptabel ist. Auch das Heck ist mit seinem kräftigen Kotflügelschwung ausgesprochen attraktiv.

Neu ist der kleine durchzugsschwache Vier-Zylinder-Motor mit exakt 1248 ccm und 78 PS. Um für passable Fahrleistungen sorgen zu können, muss er beim Beschleunigen weit ausgedreht werden. Trotzdem läuft der Motor kultiviert, fast frei von lästigen Brummfrequenzen. Die fünf Vorwärtsgänge und der Rückwärtsgang lassen sich präzise schalten. Die ersten vier Gänge sind gut abgestuft, die Anschlüsse passen. Der Drehzahlsprung zum fünften Gang ist aber zu groß. Dadurch muss man den Vierten sehr weit ausdrehen, um im Fünften wieder genügend Kraft zu haben – für diese lange Anuslegung ist der Motor einfach zu durchzugsschwach. Der Benzinverbrauch liegt im noch akzeptablen Bereich, wenn man die alpine Tour mit berücksichtigt: 5,9 Liter pro 100 km.

Das serienmäßige ESP unterstützt den Fahrer bei zu schneller Kurvenfahrt, um nicht die Kontrolle über den i20 zu verlieren. Die Lenkung spricht bei schnellen Ausweichmanövern passabel an und hilft beim Rangieren. Der Wendekreis ist mit rund zehn Meter recht groß. Der Hyundai i20 schneidet bei den Crashtests laut EuroNCAP gut ab und schafft fünf Sterne.

Hyundais Erfolg in Deutschland ist nicht zuletzt auch ein deutscher Erfolg. Das Entwicklungs- und Designzentrum für die europäischen Modelle von Hyundai – und der koreanischen Schwestermarke Kia – befindet sich in Rüsselsheim, wo ein automobiler Mitbewerber seit einem Jahr mit wechselndem Erfolg ums Überleben kämpft. Gebaut wird der i20 aber weder in Europa noch in Korea, sondern es läuft wie sein kleiner Bruder i10 in Indien vom Band – aus Kostengründen.

 

Ein Beitrag für ReiseTravel von Martina Niedermeier, MN-InfoText.

 

Für ReiseTravel in Action:

 

Martinas Auto-Test-Bericht für ReiseTravel - eu@reisetravel.eu

 

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