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Berlin

Mit Optimismus in die Zukunft

Die Herbstumfrage des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) bei seinen Verlagsmitgliedern ergab leichte Zuversicht: Wie Wolfgang Fürstner, VDZ-Hauptgeschäftsführer anlässlich der Jahrespressekonferenz bekannt gab, ist die Fachpresse mit den aktuellen Umsatzzahlen wieder auf Wachstumskurs. Am Umsatz von 6,9 Mrd. Euro haben die Fachzeitschriften einen Anteil von etwas über 3,0 Mrd. Euro. Bei den Publikumszeitschriften wurden im Laufe des Jahres 2010 insgesamt 129 Titel eingeführt und 120 eingestellt. Über die Hälfte der Befragten geht für 2011 von einer positiven Entwicklung der wirtschaftlichen Lage aus. Die Stimmung in den Verlagen hat sich deutlich aufgehellt. VZ-Präsident Professor Hubert Burda sagte kürzlich, es mache wieder viel mehr Freude, verlegerisch zu arbeiten. Wie Wolfgang Fürstner ausführte, lesen 90 Prozent aller Deutschen im Alter von 14 bis 69 Jahren täglich zumindest bis zu einer halben Stunde eine Publikumszeitschrift. Allerdings hat die Online-Nutzung um 5 Prozent auf 75 Prozent zugenommen. Die Mitarbeiterzahl blieb im Großen und Ganzen stabil, wenn auch ein Rückgang von 5 Prozent zu verzeichnen war. Für 2011 wird jedoch mit einem Zuwachs von einem Prozent gerechnet. Beim Anzeigengeschäft konnte eine leichte Zunahme beobachtet werden, dabei hatten Annoncen für Körperpflege sowie Gesundheit & Pharmazie den größten Anteil. Fürstner führte weiter aus: „Zeitschriften sind publizistisch erfolgreich. Den rückläufigen Printauflagen stehen jedoch steigende Reichweiten der digitalen Ausgaben gegenüber“. Damit verschärft sich jedoch das Problem der strukturellen Unterfinanzierung der meisten Online-Ausgaben, wobei Fürstner auf den unfairen Wettbewerb des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hinweist, der gebührenfinanziert ist. Das Verhältnis von Zeitungen und Zeitschriften auf der einen sowie ARD und ZDF auf der anderen Seite sollte neu überacht werden, damit ausgeschlossen werden kann, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk den privaten Medien ohne eigenes Marktrisiko Konkurrenz macht. Des Weiteren fordert er ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger, um die gemeinsame Leistung von Journalisten und Verlegern angesichts millionenfacher unkontrollierter Vervielfältigungen durch Dritte wirksam schützen zu können. Unverzichtbar für die Pressefinanzierung ist der Erhalt der Werbefreiheit. Auch die reduzierte Mehrwertsteuer sollte nicht angetastet, sondern auf die digitale Presse ausgeweitet werden. Fürstner erklärte, dass die Anstrengungen der Verlage die Unterstützung der Politik verdienten, die rechtlichen Rahmenbedingungen der Presse nicht weiter zu verschlechtern. Sie müssen im Gegenteil sogar verbessert und der Realität der heutigen Presse angepasst werden. 

www.vdz.de

 

Ein Beitrag für ReiseTravel von Edelgard Richter / Dela Press.

 

Edelgard Richter berichtet aktuell zum Thema: B & B intern

 

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