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Optimismus bei der Hotelbranche
Wie der Vorsitzende des Hotelverbandes Deutschland (IHA), Fritz G. Dreesen, anlässlich der Vorstellung des Branchenreports 2011 erläuterte, hat sich die Hotelbranche mit erstaunlicher Schnelligkeit von der weltweiten Krise erholt. Im Jahr 2010 konnten in allen Segmenten, ob Budget, Mittelklasse oder Luxus, höhere Auslastungsquoten, Zimmerpreise und Zimmererträge als im Vorjahr verbucht werden. „Die steuerlichen Entlastungen für Bürger und Unternehmen unter anderem durch das Wachstumsbeschleunigungsgesetz haben im vergangenen Jahr maßgeblich zur Stabilisierung der Binnennachfrage und damit auch zu einer Erholung des Hotelmarkts beigetragen“, sagte Dreesen. „Dabei konnte die ansonsten besonders anfällige Hotellerie das konjunkturelle Tal erstmals im Gleichklang mit der Gesamtwirtschaft und nicht wie in der Vergangenheit mit mehr periodiger Verzögerung überwinden“. Die Zahl der Übernachtungen nahm mit 228,3 Millionen Gästen um 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Trotz des großen Anteils an inländischen Gästen von 180 Millionen ist die Steigerung von allem auf Touristen und Geschäftsreisende aus dem Ausland zurückzuführen. Diese positive Entwicklung ist auf die Mehrwertsteuersenkung zum 1. Januar 2010 zurückzuführen.
„Die Hotels nutzten den finanziellen Spielraum für Modernisierungen und Neuanschaffungen und stellten deutlich mehr Mitarbeiter ein“, erklärte der Vorsitzende des Hotelverbandes. „Das für den Gast wichtige Preis-Leistungs-Verhältnis konnte insbesondere durch den ausgelösten Investitionsschub nachhaltig verbessert werden. Und das schlägt sich auch in den Übernachtungszahlen nieder“. Damit hat sich zwanzig Jahre nach der Wende Deutschland als Reiseland etabliert. Unter dem ausdrücklichen Vorbehalt der aktuellen weltwirtschaftlichen Entwicklung zeigte sich der Hotelverband Deutschland (IHA) vorsichtig optimistisch und prognostizierte für 2010 bei den Übernachtungen ein Plus von zwei Prozent. Daraus werden weiter steigende Beschäftigungszahlen und zusätzliche Investitionen resultieren, die auch anderen Branchen zugute kommen. Ausdrücklich warnte der Hotelverband vor einer Ausbreitung der kommunalen Bettensteuern (Kulturförderabgabe), die nach Auffassung des Hobelverbandes verfassungswidrig sei. „Bei allem Verständnis für die Haushaltslage der Städte und Gemeinden: Mehrwertsteuersenkung für die Hotellerie ist hierfür nicht ursächlich und wir sind auch kein Selbstbedienungsladen zum Stopfen von Haushaltslöchern“, stellte Dreesen klar. „Solche Matratzen-Mauten gefährden alle positiven Auswirkungen, die seit der Reduzierung der Mehrwertsteuer in der gesamten Branche auszumachen sind. Sie schaden darüber hinaus dem lokalen Tourismus, weil Tagungen und Übernachtungen von Geschäftsreisenden nun in Nachbarstädte verlagert werden, die keine derartigen Abgaben erheben“. Wie Markus Luthe, Hauptgeschäftsführer des Hotelverbandes, berichtete, hat in 2010 die Zahl der Übernachtungen ausländischer Gäste ebenso zugenommen wie die Bettenanzahl gestiegen ist. Derzeit gibt es 940.000 Zimmer mit 1.680.464 Betten in Deutschland; beschäftigt waren in der Hotellerie im Vorjahr 357.000 Mitarbeiter. Die Auslastung der Zimmer lag bei 63,4 Prozent und der Nettoumsatz betrug 17,2 Mrd. Euro.
Ein Beitrag für ReiseTravel von Edelgard Richter / Dela Press.
Edelgard Richter berichtet aktuell zum Thema: Berlin & Brandenburg intern
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