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Rückblende: FIFA Frauen-Weltmeisterschaft

Die Fédération Internationale de Football Association (Internationale Förderung des Verbandsfußballs) FIFA wurde am 21. Mai 1904 in Paris gegründet: Gründungsmitglieder waren die nationalen Fußballverbände Schweiz, Dänemark, Frankreich, Niederlande, Belgien, Schweden und Spanien, wobei Spanien damals durch den heutigen Verein Real Madrid vertreten war. Noch am Gründungstag trat der Deutsche Fußball-Bund telegrafisch bei. Weitere nationale Verbände kamen in den nächsten Jahren dazu.

Derzeitiger Präsident der FIFA ist der 1936 geborene Schweizer Joseph S. Blatter, der als aktiver Fußballer von 1948 bis 1971 in der obersten Schweizer Amateurliga spielte. 1981 wurde Blatter vom Exekutivkomitee zum Generalsekretär des Fußball-Weltverbandes berufen. Dieses Amt hat seit dem 27. Juni 2007 der französische Sportjournalist Jérome Valcke inne. Die Verwaltung der FIFA wird erfolgt durch das Generalsekretariat, das über 300 Mitarbeiter beschäftigt und unter anderem von mehr als 25 ständigen Ausschüssen unterstützt wird. Daneben gibt es den Disziplinar- und den Berufungs-Ausschuss. Die von den Ausschüssen getroffenen Entscheidungen werden vom Exekutiv-Ausschuss anschließend für verbindlich erklärt. Dem Exekutiv-Ausschuss gehören der FIFA-Präsident, sieben Vizepräsidenten, 16 Mitglieder, ein Beobachter und der FIFA Generalsekretär an.

Sitz der FIFA ist Zürich: Von dort aus werden Fußballwettbewerbe, so auch die Frauen-Weltmeisterschaft 2011 organisiert.

Schon im zweiten bzw. dritten Jahrhundert vor Christus wird in einem chinesischen Militärhandbuch ein Ballspiel mit den Füßen beschrieben. Auch Griechen und Römer spielten schon Fuß-Ball. Letztere brachten das Spiel auf ihren Feldzügen nach Großbritannien, wo sich 1863 der moderne Fußball etablierte und der englische Fußballverband (FA) gegründet wurde.

Vom 26. Juni bis zum 17. Juli 2011 wird nunmehr die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Deutschland 2011 im Land des Titelverteidigers ausgetragen. Das Eröffnungsspiel zwischen Deutschland und Kanada findet am 26. Juni im Olympiastadion Berlin, das eine Kapazität von 74.244 Plätzen hat, statt.

16 Mannschaften werden bis zum 17. Juli gegeneinander antreten. 18 junge Frauen gehören der deutschen Nationalmannschaft an. Wen Silvia Neid, 1964 geboren und seit Juli 2005 Bundestrainerin der Nationalmannschaft der Frauen, zum Eröffnungsspiel auf den grünen Rasen schickt, ist noch nicht bekannt.

Das Endspiel wird in Frankfurt am Main in der Commerzbank-Arena ausgetragen, die über 49.240 Plätze verfügt und damit als zweitgrößtes Stadion für die Spiele zur Verfügung steht. Im Frankfurter Stadion werden auch zwei Vorrundenspiele und ein Halbfinale stattfinden. Weitere Austragungsorte der Frauen-WM sind Augsburg, Bochum, Dresden, Leverkusen, Sinsheim, Mönchengladbach und Wolfsburg.

Die Gesamtzuschauerkapazität der neun Stadien beträgt 330.000 Sitzplätze; hinzu kommen die Stehplätze, weshalb OK-Präsidentin Steffi Jones zehn Tage vor Beginn der Weltmeisterschaft stolz verkünden konnte, dass bis zu diesem Tag 670.000 Tickets für 32 Spiele verkauft wurden. Es gibt vier Preiskategorien, die von 30 bis 120 Euro für das Eröffnungsspiel und von 55 bis 200 Euro für das Endspiel reichen, wobei Karten mit eingeschränkter Sicht etwas preiswerter sind. 

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Ein Beitrag für ReiseTravel von Edelgard Richter / Dela Press.

 

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