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Wohnungswirtschaft im Aufschwung
Axel Gedaschko Präsident des Bundesverbandes erklärte: „Die vom GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen vertretene Wohnungs- und Immobilienwirtschaft zieht insgesamt eine sehr positive Bilanz des Jahres 2010 und erwartet auch in 2011 einen weiteren Aufschwung. Aber die extremen und unverhältnismäßigen Kürzungen bei der Städtebauförderung drohen das Engagement der Wohnungsunternehmen für die Stadtentwicklung deutlich einzuschränken und die Lage der Städte in Deutschland sicht- und spürbar zu verschlechtern“.
Die rund 3.000 im GdW und seinen Regionalverbänden organisierten Wohnungsunternehmen repräsentieren ein Drittel des Mietwohnungsmarktes in Deutschland. Sie haben steigende Investitionen, eine sinkende Leerstandsquote, weniger Mietschulden, einen unterdurchschnittlichen Betriebskostenanstieg sowie eine immense Einsparung an CO2 vorzuweisen. Das sind gute Nachrichten. Die schlechte Nachricht ist, dass die Städtebauförderung, die unter anderem auch die Programme „Soziale Stadt“ sowie „Stadtumbau Ost und West“ umfasst – für das Jahr 2011 auf rund 455 Mio. Euro zusammengekürzt wurde. „Die aktuell immer noch zur Debatte stehenden Mittelkürzungen im Bereich der Städtebauförderung auf nur noch rund 266 Mio. Euro für 2012 gefährden den sozialen Zusammenhalt und den Umbau der Städte“, erklärte GdW-Präsident Gedaschko.
Zur GdW-Bilanz des Jahres 2010 ist festzustellen, dass die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft mit stabilen Investitionszahlen durch die Finanzkrise gegangen ist. Nunmehr erreicht der allgemeine Wirtschaftsaufschwung auch die Branche. Die Gesamtinvestitionen der vom GdW vertretenen Unternehmen stiegen im Jahr 2010 um 4 Prozent und liegen bei rund 9 Mrd. Euro. „Damit tragen die im GdW und seinen Regionalverbänden organisierten Wohnungsunternehmen zur wirtschaftlichen Erholung in Deutschland bei“, kommentierte Präsident Gedaschko die Entwicklung. Die positive Entwicklung der Investitionen komme vor allem dem Baugewerbe und den Handwerkern zugute. Im Jahr 2010 flossen mehr als drei Viertel der Investitionen in die Bestandsentwicklung der Gebäude. Damit wurden Wohnungen und Gebäude modernisiert, instand gesetzt und instand gehalten. Rund ein Viertel der Investitionen floss in den Neubau von Wohnungen. Hier ist ein deutlicher Anstieg um 11,5 Prozent, von 2 Mrd. Euro auf 2,25 Mrd. Euro zu verzeichnen. Für 2011 rechnet der GdW mit einem weiteren Anstieg der Gesamtinvestitionen um 6,7 Prozent auf rund 9,6 Mrd. Euro. „Diese positive Einschätzung hängt mit dem anhaltenden Wirtschaftsaufschwung, aber auch mit einem hohen Neubaubedarf in bestimmten Regionen zusammen“, erklärte Gedaschko. Für die nächsten Jahre soll sich ebenfalls eine stabile Entwicklung bei den Bestandsinvestitionen der vom GdW vertretenen Wohnungsunternehmen ergeben. Bei den Prognosen für den Neubau zeichnet sich eine positive Erwartungshaltung ab. Dazu sagte der GdW-Präsident: „Voraussetzung für einen dauerhaft positiven Trend sind allerdings verlässliche Rahmenbedingungen für die Unternehmen“. Bei den Mietschulden ist bundesweit ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen, was auf eine weitere Professionalisierung des Vermietungs- und Mietschuldenmanagements der Wohnungsunternehmen zurückzuführen ist. Deshalb ist es wichtig, im Rahmen der Mietrechtsreform durch die Bundesregierung sicher zu stellen, dass auch in Zukunft Auskünfte über die Bonität der Wohnungsbewerber eingeholt werden können. Allerdings sind die Mietausfälle, die Mietminderungen sowie Kosten für Miet- und Räumungsklagen sowie Abschreibungen auf Mietschulden umfassen, praktisch gleich geblieben.
Ein Beitrag für ReiseTravel von Edelgard Richter / Dela Press.
Edelgard Richter berichtet aktuell zum Thema: Berlin & Brandenburg intern
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