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250 Jahre Faber-Castell

Anlässlich des 250jährigen Firmen-Jubiläums von Faber-Castell wurde eine Sonderausstellung über die Produktpalette sowie die Entwicklung der Bleistifte des bekannten Hauses Faber-Castell in Anwesenheit zahlreicher Prominenter aus Wirtschaft, Politik und Kultur eröffnet. Ursula Vierkötter, Geschäftsführerin vom KaDeWe, einem der weltweit größten Premium-Warenhäuser, eröffnete die Ausstellung gemeinsam mit Anton-Wolfgang Graf Faber von Castell und wies auf die jahrzehntelange Partnerschaft zwischen dem KaDeWe und Faber-Castell  hin. Graf von Faber-Castell erklärte, dass das KaDeWe der ideale Partner für seine Firma und insbesondere für die 500 Quadratmeter große Ausstellung im Foyer des Warenhauses sei. Nicht nur, dass bei Faber-Castell die älteste Bleistift-Herstellung der Welt erfolgt, es sind auch die besten Bleistifte. Er wies darauf hin, dass Faber-Castell ein Unternehmen ist, das nicht nur auf Qualität setzt, sondern auch auf soziale Verantwortung und Umweltbewusstsein. Die Kernbotschaft seines Unternehmens sei in den Schaufenstern des KaDeWe zu sehen. Graf von Faber-Castell dankte ausdrücklich dem Faber-Castell-Team und dem KaDeWe für die Gestaltung der Ausstellung und bezeichnete sich selbst als „der oberste Verkäufer des Unternehmens“. Er versicherte den Anwesenden, sich auch für die nächsten 250 Jahre keinesfalls zur Ruhe zu setzen. Tradition hieße: „Nicht die Asche bewahren, sondern die Blumen!“

Faber-Castell wurde 1761 gegründet und ist eines der ältesten Industrieunternehmen der Welt.  Seit acht Generationen ist es in den Händen derselben Familie. Heute ist das Unternehmen in 120 Ländern vertreten und verfügt weltweit über 14 Produktionsstätten, wobei sich in Brasilien die größte Fabrik für Blei- und Buntstifte mit 2.800 Mitarbeitern befindet. Nachdem Freiherr Lothar von Faber in den Handelsmetropolen Paris und London wichtige Erfahrungen gesammelt hatte, übernahm er 1839 die väterliche Bleistiftfabrik und modernisierte den Betrieb von Grund auf. Es gelang ihm, Stifte von ausgezeichneter Qualität herzustellen, die er mit dem Firmennamen „A.W. Faber“ kennzeichnete. Damit entwickelte er den ersten Markenbleistift der Welt und wurde durch Einreichung einer Petition zum Schutz von Fälschungen zum Wegbereiter des Markenschutzgesetzes. Freiherr Lothar von Faber dachte schon damals global und gründete zuerst eine Niederlassung in New York. Es folgten Handelshäuser in London, Paris, Wien und Sankt Petersburg. In Anerkennung seiner wirtschaftlichen und sozialen Verdienste wurde Freiherr Lothar von Faber, der das Familienunternehmen in vierter Generation führte, 1881 in den erblichen Freiherrenstand erhoben. Seine Enkelin und Erbin, Freiin Ottilie von Faber, heiratete Graf Alexander zu Castell-Rüdenhausen, aus einem der ältesten deutschen Adelsgeschlechter. Es wurde bereits 1057 erstmals urkundlich erwähnt. Zum Hause Castell gehören heute die älteste Privatbank Bayerns, die „Fürstlich Castell’sche Bank“, gegründet 1774, und eines der ältesten Weingüter in Deutschland. Ottilie und Alexander heirateten im Jahr 1898. Aufgrund der testamentarischen Verfügung von Freiherr Lothar von Faber sollte der Name Faber für alle Zeiten dem Unternehmen erhalten bleiben, weshalb mit Genehmigung des bayerischen Prinzregenten Luitpold das neue Grafengeschlecht „Faber-Castell“ entstand. Später wurde der Name auch auf die Marke übertragen.  

Ein Beitrag für ReiseTravel von Edelgard Richter / Dela Press.

 

Edelgard Richter berichtet aktuell zum Thema: Berlin & Brandenburg intern

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