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Berlin

Die neuen Meister

Im Hotel Maritim Berlin fand die Meisterfeier statt: In einem Festakt wurde Berlins neuer Meister-Jahrgang geehrt. Rund 1.300 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sowie zahlreiche Familienangehörige der jungen Meister nahmen daran teil.  481 Handwerkerinnen und Handwerker aus 25 Handwerksberufen sowie 93 Absolventinnen und Absolventen aus neun Industrie- und Gewerbeberufen haben ihre Meisterprüfung bestanden. Die jeweils Jahrgangsbesten wurden im Rahmen der Feier ausgezeichnet. Inn seiner Festansprache sagte Bundesaußenminister Dr. Guido Westerwelle: „ „Mit Fleiß, Kreativität und Leistungsbereitschaft haben Sie durchgehalten und durch den Meisterbrief Ihnen Lohn dafür bekommen. Mit genau diesen Tugenden hat sich das deutsche Handwerk weltweit einen Namen gemacht. Die Entwicklung Deutschlands zur Exportnation wurde maßgeblich durch die Leistungen seiner Handwerkerinnen und Handwerker geprägt. Gerade in einer exportorientierten Nation sind gut ausgebildete Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von großer Bedeutung – Ihr Können und Wissen bildet die Grundlage der deutschen Wirtschaftsleistung“. Westerwelle wies auch darauf hin, dass die mittelständischen Betriebe 80 Prozent der jungen Menschen ausbildet; 60 Prozent aller Arbeitsplätze sind in diesen Betrieben zu finden. Gerade die mittelständische Wirtschaft ist das Fundament des Wohlstandes in der Bundesrepublik. Stephan Schwarz, Präsident der Handwerkskammer Berlin, führte aus: „Eines haben alle 574 Meisterinnen und Meister gemeinsam: Sie gehören zu den Besten ihres Fachs. Sie sind nun auch Teil des Kreises, der für Deutschland eine Tradition verkörpert die wir „Wertarbeit“ nennen. Damit übernehmen Sie gleichzeitig eine Verantwortung für sich und für andere. Sie stehen für Mut und Leistungsbereitschaft, und das bei voller Haftung. Die Selbstverantwortung, die Sie übernehmen, ist der eine große  und zentrale Punkt. Sie stehen damit in der Tradition der Gründerväter der Sozialen Marktwirtschaft, für die Haftung und damit Verantwortung ein grundlegendes Prinzip war. Ein Prinzip, das gerade in den Finanzzentren dieser Welt sträflich außer Kraft gesetzt wurde“.

IHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer erklärte: „Der andere zentrale Punkt ist, dass die Meisterinnen und Meiser auch Verantwortung für andere übernehmen, nämlich für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wenn Sie einen eigenen Betrieb gründen oder übernehmen. Es herrscht wirtschaftliche Aufbruchstimmung in Deutschland. Die Prognosen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung werden seit Monaten immer wieder nach oben korrigiert. Und die Jungmeisterinnen und Jungmeister können dazu beitragen, dass diese Wachstumsprognosen weiterhin stabil nach oben zeigen, idem sie zu Unternehmensgründerinnen und –gründern werden, um dann selbst junge Menschen einzustellen und auszubilden“. Insgesamt wurde in 30 ganz verschiedenen Berufen Meisterlehrgänge durchgeführt. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Hier eine kleine Auswahl: In diesem Jahr erhielten 88 Frauen und 10 Männer ihren Meisterbrief als Friseurmeister; Kraftfahrzeugtechnikermeister wurden 109 Männer und eine Frau; Maler und Lackiermeister wurden 39 Männer und eine Frau; am Lehrgang für Zahntechnikermeister nahmen 16 Frauen und 9 Männer teil, Tierpflegemeister wurden 8 Frauen und nur ein Mann;  Industriemeister Fachrichtung Metall wurden 20 Männer und als Industriemeister Pharmazie erhielten je 5 Männer und 5 Frauen ihren Meisterbrief. Den frisch gebackenen Meisterinnen und Meistern stehen nun alle Wege offen. Auch ein Studium ist möglich. 

Ein Beitrag für ReiseTravel von Edelgard Richter / Dela Press.

 

Edelgard Richter berichtet aktuell zum Thema: B & B intern

 

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