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Berlin

Die Zementbranche wächst wieder

Die Gesamtkonjunktur befindet sich in einem Aufwärtstrend, der erfreulicherweise auch vor der Zementindustrie nicht Halt gemacht hat. Dr. Martin Schneider, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Zementindustrie (BDZ) berichtete am 29. November 2010, dass noch im ersten Quartal dieses Jahres die Zementhersteller ebenso wie die Bauwirtschaft insgesamt starken Produktionsrückgängen ausgesetzt war. Diese Einbußen konnten jedoch bis zum jetzigen Zeitpunkt weitgehend kompensiert werden. Dr. Schneider erklärte: „Hoch sind hierbei die Erwartungen an die Politik, finanzielle und infrastrukturpolitische Rahmenbedingungen zu schaffen, die es der Bau- und Baustoffindustrie ermöglichen, eine vorantreibende Rolle beim Wachstumskurs zu spielen“.  Der Zementverbrauch im laufenden Jahr wird sich voraussichtlich mit rund 25 Mio. Tonnen auf dem Vorjahresniveau stabilisieren. Erwartet wird eine Fortsetzung des Trends, wobei man im Bereich des Wohnungs- und Wirtschaftsbaus optimistisch gestimmt ist und daher für 2011 einen Zuwachs von 2,2 Prozent prognostiziert. Trotz der Wirtschaftskrise und der Produktionsrückgänge konnte der Beschäftigungsstand von 7.343 Beschäftigen weitgehend stabil gehalten werden. Auch Exporte und Importe bewegten sich auf dem Niveau des Vorjahres. Allerdings verläuft die Baukonjunktur in den einzelnen Segmenten derzeit sehr unterschiedlich. Wohnungsbau und Wirtschaftsbau nehmen zu, jedoch ist die Situation im Straßenbau trotz des Konjunkturpakets der Bundesregierung problematisch. Dazu sagte Dr. Schneider: „Ab 2011 ist dann zu befürchten, dass mit Auslaufen der Konjunkturprogramme zusätzlich auch der öffentliche Hochbau leidet. Abzuwarten ist, inwieweit Zuwächse im Wohnungs- und Wirtschaftsbau diese Verluste kompensieren können“. Im Eigenheimbau erwartet der BDZ einen Zuwachs beim Zementverbrauch in diesem Jahr von etwa 10 Prozent.  Für 2011 deutet sich in diesem Bereich eine leichte Erholung an mit 3 Prozent für Ostdeutschland und 9 Prozent für Westdeutschland. Auch bei Industriegebäuden wird für 2011 ein Zuwachs der Zementnachfrage um 8 Prozent erwartet. Beim Tiefbau werden jedoch Risiken bei der Finanzierung durch die öffentliche Hand gesehen. „Die mittel- bis langfristige Finanzierung der Bundesverkehrswege ist trotz des hohen Baubedarfs und der zu erwartenden Zuwächse vor allem im Güterverkehr ungeklärt“, erläuterte Dr. Schneider. Der öffentliche Investitionsstau lasse sich nur ei einer Umstellung der Verkehrswegefinanzierung von der Haushalts- auf eine Nutzerfinanzierung sowie einer verstärkten Mobilisierung privaten Kapitals und privaten Know-hows auflösen. Die von der Bundesgierung ab 2011 vorgesehene vollständige Zweckbindung der Lkw-Maut wäre ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, erklärte Dr. Schneider.

www./BDZement.de

 

Ein Beitrag für ReiseTravel von Edelgard Richter / Dela Press.

 

Edelgard Richter berichtet aktuell zum Thema: B & B intern

 

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