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Berlin

Gemeinsam gegen Missbrauch

Peter Verhoeven, Vorsitzender der Geschäftsführung Accor Hospitality Germany GmbH, unterzeichnete im Hotel Pullman Berlin Schweizerhof, im Rahmen einer Pressekonferenz,  zum „Earth Guest Day 2011, den „Code of Conduct“, dem Verhaltenskodex zum Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung im Tourismus.

Damit engagiert sich das Unternehmen zusammen mit ECPAT Deutschland e.V., der Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Kinder gegen sexuelle Ausbeutung, für die Rechte von Kindern im Tourismus. „Als führender Hotelbetreiber weltweit ist sich Accor seiner großen Verantwortung gegenüber der Gesellschaft bewusst. Der Schutz unserer Kinder ist fest im Nachhaltigkeitsprogramm von Accor verankert und somit wesentlicher Bestandteil der Unternehmensphilosophie“, so Peter Verhoeven. Accor verpflichtet sich gleichzeitig, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu schulen sowie Partner und Leistungsträger durch eine Zusatzklausel in den Verträgen zur Einhaltung der Kinderrechte aufzufordern, Gäste aufzuklären und jährlich Berichte abzuliefern. Mitunterzeichnerin des „Code of Conduct“ war Mechthild Maurer, Geschäftsführerin von ECPAT Deutschland e. V.: „Wir freuen uns sehr über die Unterstützung von Accor. Der Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung im Tourismus ist eine große Herausforderung, der wir nur mit gebündelter Kraft und Engagement erfolgreich begegnen können“, erklärte Mechthild Maurer. ECPAT (www.ecpat.de) steht für „End Child Prostitution, Child Pornography and Trafficking of Children for Sexual Purposes“.  Die Organisation umfasst ein Netzwerk von Hilfswerken, Beratungsstellen, Streetwork-Projekten, Kinderschutzhäusern und Kinderrechtsorganisationen, die in über 80 Ländern vertreten sind. Seit August 2010 ist die Kinderrechtskonvention uneingeschränkt gültig, in deren Mittelpunkt die Bekämpfung von Kinder-Prostitution und Kinder-Pornografie steht; dazu gehören ebenfalls der Handel mit Kindern und der Sextourismus. „Da die Aufenthaltsorte der Täter im Laufe der Zeit wechseln, ist sexueller Missbrauch von Kindern schwer aufzuklären“, berichtete Mechthild Maurer. War Prag einmal „in“, so sind es jetzt Thailand, Kambodscha, Laos und Vietnam. In diesem Zusammenhang bildet Berlin keine Ausnahme, wobei zu bemerken ist, dass die Strafverfolgung weltweit sehr zu wünschen übrig lässt. Die Verbrechen geschehen global, aber die Aufklärung und Verfolgung solcher Straftaten über Staatsgrenzen hinaus ist schwierig. Auch innerhalb der EU sind der Polizei zum Teil die Hände gebunden, denn die sexuelle Ausbeutung läuft versteckt. Matthias Leisinger, Vorstandsvorsitzender von „The Code Organisation“, und dritter Unterzeichner, gab Einblicke in die Entwicklung und die Bedeutung des „Code of Conduct“  auf internationaler Ebene.  In diesem Zusammenhang führte er aus, dass Deutschland im Kampf gegen den Kindermissbrauch führend ist. Er betonte, dass die Tourismusindustrie bei diesem Thema in der Verantwortung steht. Es geht um die Sensibilisierung und Ausbildung der Mitarbeiter, Reisenden und Hotelgäste. Der Code of  Conduct entstand 1998 in Zusammenarbeit mit dem Child Protection Code. Er wurde seit 2001 bereits von 41 Ländern und 997 Unternehmen unterzeichnet. Der Code soll ständig weiter entwickelt werden, damit er in weiteren Ländern umgesetzt werden kann. Der Hauptsitz wird derzeit in Bangkok aufgebaut. Michael Kirsch, Direktor Presse und Unternehmenskommunikation Accor Germany, führte aus, dass Accor mit seinem Earth Guest Programm die Aufmerksamkeit von Gästen und Mitarbeitern für sexuellen Missbrauch von Kindern gewinnen will. Sie sollen hinsehen und Verantwortung übernehmen und über die Möglichkeiten informieren, gegen Kindersextourismus aktiv zu werden. Im Rahmen des Earth Guest Day hat Accor mit seinen über 4.000 Hotels in aller Welt im Jahr 2010 über 150 Aktionen durchgeführt, die dem Umweltschutz dienen. So wird an der Reduzierung der Abfallbelastung gearbeitet und man befasst sich mit dem Schutz der Energie- und Wasservorräte. Unter anderem wurden auch über 100.000 Bäume neu gepflanzt. Zum Thema Kindesmissbrauch wurde in Zusammenarbeit mit der Freien Hochschule für Grafik Design und Bildende Kunst Freiburg e.V. ein Kreativwettbewerb ausgeschrieben. Daran nahmen 11 Studierende teil; 25 Entwürfe wurden eingereicht, von denen durch eine Jury fünf Gewinnermotive ausgewählt wurden. Die Gewinnermotive werden für Poster und Postkarten genutzt und in den Hotels der Accor-Gruppe während der Earth Guest Day-Woche ausgestellt.

www.accorhotels.com

 

Ein Beitrag für ReiseTravel von Edelgard Richter / Dela Press.

 

Edelgard Richter berichtet aktuell zum Thema: Berlin & Brandenburg intern

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