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Humboldtianer in Berlin
Wie in jedem Jahr trafen sich rund 600 internationale Wissenschaftler aus 75 Ländern auf der Jahrestagung der Alexander von Humboldt Stiftung vom 27. bis 28. Juni 2011 in Berlin. Viele brachten ihre Familie mit, so dass auch 270 Kinder mit von der Partie waren. Die Jahrestagung wurde am 27. Juni 2011 mit einer Festrede von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Henry-Ford-Bau der Freien Universität Berlin eröffnet, in der sie betonte, dass die Politik die Wissenschaft mehr denn je zur Beratung und zur Lösung von Problemen brauche. Gerade internationale Probleme wie der Klimawandel oder Wirtschaftskrisen gingen über die Möglichkeiten einzelner Staaten hinaus. „Die internationale wissenschaftliche Vernetzung ist ein großer Segen, um komplexen Fragen auf den Grund zu gehen“, sagte die Bundeskanzlerin. Die Arbeit der Humboldt-Stiftung und ihrer Humboldtianer zeige dies beispielhaft: „Ihre Exzellenz, ihre Internationalität und ihr Netzwerk machen die Stiftung zu einem weithin glänzenden Aushängeschild deutscher Wissenschafts- und Außenpolitik“. Die Stiftung sei ein sprudelnder Ideenquell und Beispiel dafür, wie internationale Vernetzung gelebt werde. Im Anschluss an die Ansprache verlieh Angela Merkel die Humboldt-Alumni-Preise für innovative Netzwerkinitiativen. Drei Projekte aus Japan, Russland und den USA werden mit je 25.000 Euro unterstützt. Am Tag darauf kamen die Wissenschaftler bei einem Empfang durch den Bundespräsidenten Christian Wulff in der ESMT European School of Management and Technology am Schlossplatz in Berlin wieder zusammen. Im Rahmen dieses Empfangs verlieh der Bundespräsident den Philipp Franz von Siebold-Preis, mit dem besondere Verdienste um den deutsch-japanischen Austausch gewürdigt werden. Im Anschluss daran nahmen die Humboldtianer mit ihren Familien an einer rund dreistündigen Schifffahrt über die Spree teil, bei der sie die Sehenswürdigkeiten von Berlin vom Wasser aus betrachten konnten, so unter anderem das Regierungsviertel, Schloß Bellevue und Schloß Charlottenburg.
Die Humboldt-Stiftung ermöglicht jährlich über 2.000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Sie pflegt ein Netzwerk von weltweit mehr als 25.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in über 130 Ländern, unter ihnen sind 44 Nobelpreisträger.
Ein Beitrag für ReiseTravel von Edelgard Richter / Dela Press.
Edelgard Richter berichtet aktuell zum Thema: Berlin & Brandenburg intern
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