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Südtirol präsentiert sich
Rund 200 deutsche Unternehmer kamen zu einem Empfang in die Italienische Botschaft in Berlin um sich über die Investitionsmöglichkeiten in Südtirol zu informieren. Im „Salon delle Feste“ begrüßte S. E. Michele Valensise, Botschafter der Italienischen Republik in Deutschland, die Gäste. Dabei erwähnte er, dass Südtirol nicht nur eine perfekte Brücke nach Deutschland sei, sondern auch das Sprungbrett für Investitionen in Italien. Natürlich ist Südtirol nicht nur ein interessanter Wirtschaftsstandort, sondern auch eine der schönsten Urlaubsregionen in Europa. Im Namen des Landeshauptmanns von Südtirol sprach Ulrich Stofner, Direktor der BLS, über die Möglichkeiten des Wirtschaftsstandorts Südtirol: „Investoren in Südtirol profitieren von hohen Förderungen, den italienweit niedrigsten Unternehmenssteuern, zweisprachigen Arbeitskräften und einem hervorragend ausgebauten Wirtschafts- und Wissenschaftsnetzwerk“, erklärte er. Neben den alpinen Technologien, bei denen Südtirol aufgrund seiner Lage in den Bergen traditionell eine Vorreiterrolle einnimmt, zählen die Erneuerbaren Energien zu den Schlüsselbranchen des Standorts. Mehr als 100 Unternehmen dieser Branche mit Sitz in Südtirol sorgen für den Ruf der Region als Italiens „Silicon Valley der Energieeffizienz“. Großes Potenzial bietet die Gebäudeenergieeffizienz. Lösungen deutscher Spezialisten für energetische Sanierungen von Außenwänden, Fenstern und Dächern sind gefragt. Bis 2020 muss Italien 17 Prozent seines gesamten Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen decken; bisher sind es lediglich 7,8 Prozent. Italiens Industrie besitzt umfassendes Know-how rund um Mechanik, Automation, Elektronik und Elektrotechnik, konnte dies bislang aber nur unzureichend auf den Wachstumssektor der erneuerbaren Energien übertragen. Ein Großteil dieser Technologien wird aus dem Ausland importiert. Hier zeigt sich eine bedeutende Chance für deutsche Unternehmen. Der „Stiefel“ Italien hat durch seine Lage viele Kilometer Küste. Hier besteht die Möglichkeit, den Ausbau von Offshore-Windenergie voran zu treiben. Im Bereich Photovoltaik war in 2010 eine sprunghafte Entwicklung in Italien zu verzeichnen. Damit rückt das Land an den EU-Spitzenreiter Deutschland heran. Der Ertrag einer Photovoltaik-Anlage in Italien wird von Experten unter Berücksichtigung von Einspeisevergütung, Erlös aus Energieverkauf und Sonnenstunden bedeutend höher eingeschätzt als bei einer vergleichbaren Anlage in Deutschland. Als Investitionsanreiz fördert die Autonome Provinz Bozen Investitionen nur in Kombination mit energiesparenden Maßnahmen. Daneben gibt es Steuervorteile für die Modernisierung von energetischen Anlagen, für die Umstellung auf Erneuerbare Energien und für die teilweise oder umfassende Sanierung von Gebäuden für Unternehmen und Privatpersonen von bis zu 55 Prozent. Am Wirtschaftsstandort Südtirol ist die Lebensqualität durch ein angenehmes Klima, viele Sonnenstunden und konstant gute Schneeverhältnisse für Wintersportler besonders hoch. Die Zweisprachigkeit der Region, in der zwei Drittel der Südtiroler Deutsch als Muttersprache sprechen, erleichtert viele Vorhaben. Insgesamt gesehen, bietet Südtirol optimale Voraussetzungen für ein nachhaltiges Wachstum und ökonomischen Erfolg.
Ein Beitrag für ReiseTravel von Edelgard Richter / Dela Press.
Edelgard Richter berichtet aktuell zum Thema: Berlin & Brandenburg intern
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