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Berlin

FriedrichstadtPalast in neuem Gewand

Größte Showbühne Europas noch attraktiver 

Der FriedrichstadtPalast in Berlin eröffnete die Spielzeit 2011/2012 und zeigte sich dabei mit vielfach erneuerter Fassade. Während der diesjährigen Theaterferien waren bis zu 150 Bauarbeiter, teilweise rund um die Uhr, damit beschäftigt, dem Haus neuen Glanz zu verleihen. Es waren die umfangreichsten Baumaßnahmen seit der Eröffnung des Neubaus am 27. April 1984.

Bei einem Rundgang verschaffte sich Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin, einen Überblick über die bisherigen Renovierungsarbeiten an dem landeseigenen Gebäude und zeigte sich damit sehr zufrieden: „Der FriedrichstadtPalast gehört zum wiedervereinten Berlin wie Funkturm und Fernsehturm. Es war richtig, dass der Senat der größten Show-Bühne Europas in einer schwierigen Umbruchsituation finanziell unter die Arme gegriffen hat. Das ist gut angelegtes Geld, weil künstlerischer Erfolg und wirtschaftliche Konsolidierung wie erwartet Hand in Hand gehen. Nach dem Ende der Bauarbeiten wird der FriedrichstadtPalast auch äußerlich noch attraktiver werden und so hoffentlich noch mehr Besucherinnen und Besucher aus Berlin und aller Welt in seinen Bann ziehen“, sagte er. Deutlich sichtbar sind die Veränderungen durch die nunmehr umlaufende Treppenanlage aus dunklem Stein und die Neugestaltung der Fassade. Durch die Glasbausteine wird die Fassade jetzt von innen durchleuchtet, so dass das Gebäude mit der Ausleuchtung der Fassadenelemente am Abend eine fast kathedrale Wirkung hat. Dr. Bernd Schmidt, Intendant des FriedrichstadtPalastes: „Wir haben das Zeug zum nationalen Unterhaltungstempel, nun strahlen wir auch so“. Am Ende seines Rundgangs erhielt der Regierende Bürgermeister von Dr. Schmidt symbolisch einen Scheck über 1,088 Mio. Euro überreicht, eine teilweise Sondertilgung des 3,5 Mio. Euro-Darlehens, das der FriedrichstadtPalast auf dem Höhepunkt seiner wirtschaftlichen Krise im Herbst 2008 vom Berliner Senat erhalten hatte. Dazu erklärte Dr. Schmidt: „Ohne die Weitsicht des Regierenden Kultursenators von Berlin hätten wir die kritische Phase der künstlerischen Neuorientierung nicht überstanden. Die sehr gute Entwicklung der vergangenen zweieinhalb Jahre macht nun eine teilweise Sondertilgung des Darlehens möglich. Daher freue ich mich, dies anlässlich seines heutigen Besuchs verkünden zu können“. Als Grund für die vorzeitige Tilgung führte Schmidt aus: „Kunst ist ein ewiges Auf und Ab. Daher ist es vernünftig, in erfolgreichen Zeiten so schnell wie möglich Schulden zu tilgen“. Die Rückzahlung der 1,088 Mio. Euro besteht aus der regulären Jahresrate von 488.000 Euro und der freiwilligen Sondertilgung von 600.000 Euro. Inzwischen wurde auch das Foyer der Form von 1984 angepasst und behutsam modernisiert. Allerdings sind die Arbeiten im Hinterhaus noch nicht abgeschlossen, weil über 300 Brandschutztüren eingebaut und die Flurdecken des insgesamt 100 x 80 Meter langen Gebäudekomplexes mit Brandschutzplatten versehen werden sollen. Die im Frühjahr begonnene Modernisierung von Leitungen und sanitären Einrichtungen, der Garderoben für die Künstler sowie weiterer Räumlichkeiten, wird aufgrund des Umfangs der Arbeiten erst im nächsten Jahr abgeschlossen sein. Davon werden allerdings weder die Aufführungen auf der Bühne beeinträchtigt, noch die Besucher des FriedrichstadtPalastes etwas bemerken. Mit den bereits abgeschlossenen Arbeiten am neu gestalteten Haus hat Berlin einen weiteren Solitär gewonnen.    

Ein Beitrag für ReiseTravel von Edelgard Richter / Dela Press

Edelgard Richter 

Edelgard Richter berichtet aktuell zum Thema: Berlin & Brandenburg intern

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