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Berlin

Katsushika Hokusai

Vom 26. August bis 24. Oktober 2011 findet im Martin-Gropius-Bau in Berlin die Ausstellung eines der bedeutendsten Künstler Japans statt: Katsushika Hokusai (1760 bis 1849), der sich über 30 Künstlernamen gab, ist ein Meister des Farbholzschnitts. Er gilt als einer der wichtigsten Vertreter des „ukiyo-e“, der „Bilder der vergänglichen Welt“. Zahlreiche europäische Künstler, wie Gustav Klimt, Edouard Manet, Edgar Degas, Paul Gauguin, Claude Monet und Vincent van Gogh  ließen sich von Hokais Werken beeinflussen. Der Martin-Gropius-Bau widmet Hokusai die erste umfassende Retrospektive in Deutschland. Viele der hier ausgestellten Werke haben Japan vorher noch nie verlassen. Über 440 Leihgaben, überwiegend direkt aus Japan, sind im Martin-Gropius-Bau zu sehen. Darunter der wohl bekannteste Holzschnitt „Die große Welle von Kanagawa“.

Retrospektive der Werke des japanischen Künstlers 

Hokusai begann bereits mit sechs Jahren zu zeichnen; mit zwölf Jahren arbeitete er in einer der vielen Leihbüchereien von Edo, dem heutigen Tokio; mit 18 Jahren ist er bereits ein Meister des Holzschnitts. Hokusai wird fast 90 Jahre alt; seine Schaffensperiode dauert über 70 Jahre. Noch in hohem Alter ist er aktiv. In seinem Vorwort zu einer 1834 gedruckten Ausgabe des Werkes „100 Ansichten des Berges Fuji“ schreibt er: „Seit meinem sechsten Lebensjahr habe ich Dinge meiner Umgebung abgezeichnet. Seit ich 50 Jahre alt wurde, veröffentliche ich fortlaufend viele Werke. Doch waren meine Arbeiten vor dem 70. Lebensjahr unbedeutend. Erst mit 73 Jahren habe ich ein wenig von der Anatomie der Tiere und vom Leben der Pflanzen begriffen. Wenn ich mich darum bemühe, werde ich mit 80 weitere Fortschritte machen und mit 90 hinter die letzten Geheimnisse kommen können. Und wenn ich dann 100 Jahre bin, werden sich die einzelnen Striche und Punkte ganz von allein mit Leben füllen“.

Der deutsche Arzt Franz von Siebold aus Würzburg war einige Jahre in der holländischen Handelsniederlassung Deshima tätig, wo er Werke von Hokusai sammelte. In seinem enzyklopädischen Japanbuch „Nippon – Archiv zur Beschreibung Japans...“ reproduzierte er 1858 eines der Werke von Hokusai. Damit begann der Siegeszug Hokusais in Europa und den USA. 1862 ist in Paris eine erste Ausstellung japanischer Kunst. 1893 fand im Boston Museum of Fine Arts die erste Retrospektive mit Werken von Hukosai im Westen statt. 1901 wurden im Wiener Kunstgewerbemuseum über 600 Werke von ihm gezeigt. 1913 folgte eine große Ausstellung in Paris.

Die jetzige Ausstellung in Berlin zeigt Werke aus allen Schaffensperioden Hokusais, Holzschnitte und Zeichnungen, illustrierte Bücher und Malerei. Daneben gibt es Vorträge, Filme und Führungen; unter anderem werden auch japanische Drucktechniken gezeigt. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 6 Euro. Der Eintritt ist bis 16 Jahre frei. Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet; dienstags geschlossen. Führungen bitte anmelden unter Tel.: 030/24749-888, Fax: 030/24749-883,

museumsinformation@kulturprojekte-berlin.de - www.fuehrungsnetz.de

 

Ein Beitrag für ReiseTravel von Edelgard Richter / Dela Press

Edelgard Richter Japan 

Edelgard Richter berichtet aktuell zum Thema: Berlin & Brandenburg intern

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