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Schöne Aussichten
Spielplan Theater am Kurfürstendamm
Theaterchef Martin Woelffer stellte den Spielplan von Komödie und Theater am Kurfürstendamm für die Saison 2011/2012 vor. Die herkömmlichen Theaterferien wird es nicht geben. „Wir machen es in diesem Sommer wie das Fernsehen; wir zeigen Wiederholungen der Quotenhits“, sagte er.
So wird es vom 10. Juli bis 14. August 2011 in der Komödie „In jeder Beziehung“ mit Jochen Busse und Claudia Rieschel geben. Eine neue Veranstaltungsreihe beginnt in der Komödie am 17. Juli mit „Lunch & Talk mit . . .“. Die Idee dazu kommt von der im vorigen Jahr gegründeten Initiative „Freunde von Boulevard- und Unterhaltungstheater in Berlin e.V.“ Dazu werden bekannte Schauspieler und Regisseure eingeladen, um den Zuschauern Einblicke in ihr Leben und Schaffen zu geben. Bei dem ersten Treffen werden Jochen Busse und Claudia Rieschel anwesend sein. Der große Erfolg von Walter Plathe im Theater am Kurfürstendamm in der Rolle des listigen Hundefängers „Schwejk“ wird vom 22. Juli bis 4. September noch einmal zu sehen sein. Maria Mallé wird auch dabei sein. „Die wilden Stiere“ werden in „Ladies Night“ vom 19. August bis 18. September in der Komödie ihren Männerstrip vorführen. „Kalender Girls“ steht vom 13. September bis 15. Oktober wieder auf dem Spielplan des Theaters am Kurfürstendamm. Aber auch Premieren wird es geben: „Das Ende vom Anfang“ von Sean O’Casey wird am 25. September in der Komödie aufgeführt. Achim Wolff und Florian Martens spielen zwei Freunde, die in bester Dick-und-Doof-Manier von einer Katastrophe in die nächste stolpern. Regie führt Carl-Hermann Risse, der bereits „Fisch zu viert“ in der Komödie inszenierte. Sein 90jähriges Bestehen feiert das Theater am Kurfürstendamm am 8. Oktober mit einem Tag der offenen Tür, an dem auch viele Künstler anwesend sein werden. „Spätlese“, eine Uraufführung, wird es am 23. Oktober geben. Autor ist Folke Braband, der bereits als Regisseur in an den Kudammtheatern tätig war. Es handelt sich um eine Komödie mit drei „Golden Girls“, gespielt von Judy Winter, Chariklia Baxevanos und Hannelore Cremer, die in einer Seniorenresidenz wohnen und deren Leben von einem jungen Pfleger und einem charmanten Witwentröster durcheinander gebracht wird. Die Inszenierung hat Jürgen Wölffer. Der Schweizer Komiker Emil Steinberger gastiert vom 22. November bis zum 6. Dezember mit seinem Programm „Drei Engel“ in der Komödie. Das wird viele seiner Fans freuen. „Pinocchio“, in der Bearbeitung von Christian Berg und Kompositionen von Konstantin Wecker, wird für die Kinder vom 2. bis zum 30. Dezember in der Komödie gespielt. Die letzte Premiere des Jahres 2011 ist die Inszenierung „Wer hat Angst vor Virgina Woolf?“ im Theater am Kurfürstendamm mit der Regisseurin Amina Gusner. Katja Riemann wird die Titelrolle spielen.
Spielplan Theater am Kurfürstendamm
In der Komödie gibt es vom 9. bis 31. Dezember noch einmal das Erfolgsstück „Der Raub der Sabinerinnen“ mit Katharina Thalbach als Theaterdirektor Striese. Tanja Wedhorn und Oliver Mommsen spielen vom 6. Januar bis 12. Februar 2012 in der Komödie am Kurfürstendamm „Gut gegen Nordwind“. Hier geht es um eine ungewöhnliche Brieffreundschaft im Internet-Zeitalter. Die Premiere der Komödie „Fettes Schwein“ wird am 19. Februar 2012 stattfinden. Dabei geht es um eine korpulente Frau, die im Gegensatz zu ihrer Umgebung keine Probleme mit ihrer Figur hat. Unter der Regie von Folke Braband spielen Marie Schöneburg, Andreas Schmidt, Oliver Mommsen und Nicola Ransom. Das Zweipersonenstück „Paradiso“ mit Ursula Karusseit und Alexa Maria Surholt unter der Regie von Helmut Baumann wird am 8. April seine Premiere haben.
Von Interesse ist natürlich auch der weitere Ablauf der Dinge im Zusammenhang mit dem Umbau des Kudamm-Karrees. Dazu informierte Martin Woelffer, dass man in Zusammenarbeit mit dem Architekten David Chipperfield und dem irischen Investor Ballymore sowie dem Senat von Berlin inzwischen insgesamt ein gutes Ergebnis, was den Weiterbestand der Theater betrifft, erzielt habe. So wird es eine Zwischenlösung für den Weiterbetrieb geben, wenn mit dem Bau begonnen wird. Jürgen Wölffer erklärte, dass die Frage des Umbaus natürlich alle beschäftigt, da die weitere Existenz der Bühnen davon abhängt. Es sei traurig, die vertrauten Theater verlassen zu müssen, da die von Max Reinhardt erbaute Komödie und das von ihm umgestaltete Theater m Kurfürstendamm keinerlei Denkmalschutz genießen, was angesichts der Tradition der deutsch-jüdischen Kultur unverständlich ist. Ein Datum für den Baubeginn stehe jedoch noch nicht fest.
Ein Beitrag für ReiseTravel von Edelgard Richter / Dela Press.
Edelgard Richter berichtet aktuell zum Thema: Berlin & Brandenburg intern
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