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Biopharmazeutika nehmen zu

„Immer mehr Patienten profitieren von Biopharmazeutika“, erklärte Dr. Michael Pani, Principal The Boston Consulting Group, aufgrund von seinem Untenehmen erstellten Analysen. Bei Biopharmazeutika handelt es sich um gentechnisch hergestellte Medikamente, die in Deutschland immer mehr eingesetzt werden, was sich am Umsatzwachstum ablesen lässt. Im Jahr 2009 konnten die Hersteller einen Umsatz von knapp 4,9 Mrd. Euro erwirtschaften und steigerten damit ihren Anteil am Gesamtpharmamarkt auf 17 Prozent. Der Grund für das Wachstum: „Die neuen Biopharmazeutika der letzten Jahre haben beeindruckend bewiesen, wie gut sie Patienten helfen können. Deshalb erhielten mehr Patienten diese Medikamente  als in den Jahren zuvor. Die Preise blieben stabil, aber der gestiegene medizinische Bedarf sorgte für das Plus“,  erläuterte Dr. Frank Mathias, Vorsitzender von vfa bio und CEO der MediGene AG Martinsried, bei der Vorstellung des neuen Branchenreports „Medizinische Biotechnologie 2011“. Die Studie wurde von der Unternehmensberatung The Boston Consulting Group (BCG) für vfa bio, der Interessengruppe Biotechnologie im vfa, erstellt.  Sie gibt einen Überblick über die aktuellen Wirtschaftsdaten der Biopharmabranche und analysiert die Aktivitäten der kleinen und mittelständischen Unternehmen wie auch der großen Konzerne. „Für 2011 müssen wir mit einem deutlichen Abflachen des Wachstums rechnen“, so Mathias weiter. „Denn 2011 gilt der seit August 2010 von 6 auf 16 Prozent erhöhte Zwangsrabatt ganzjährig und schließt neben den gesetzlich auch die privat Versicherten ein. Bereits im letzten Jahr kamen zwangsrabattbedingt rund 310 Mio. Euro des Umsatzes nicht bei den Unternehmen an, sondern den Krankenkassen zugute“. Inzwischen ist die Branche auf 380 Unternehmen gewachsen, bei denen rund 35.000 Mitarbeiter tätig sind. In den wichtigen Therapiebereichen Multiple Sklerose, Diabetes, Blutgerinnungskrankheiten, Asthma sowie bei Impfstoffen gegen Hepatitis B sind Biopharmazeutika bereits stark vertreten. Um die immer wichtiger werdende Effizienz im Gesundheitswesen zu verbessern, wird auf „Personalisierte Medizin“ gesetzt. Bei diesem Therapiekonzept werden bestimmte Medikamente erst nach einem Vortest eingesetzt, der auf genetischer, molekularer und zellulärer Ebene erfolgt.  Die Patienten werden dann einzelnen therapiespezifischen Gruppen zugeordnet; es ist jedoch keine Individual-Medizin.  Bei dem Test sollen Wirksamkeit, Verträglichkeit/Sicherheit und Dosierung festgestellt werden. Damit sollen Therapieabbrüche oder unwirksame Therapieversuche vermieden werden. „Dies nützt dem Patienten und dem Gesundheitssystem gleichermaßen“, betont Dr. Mathias. „Diesem Konzept gehört in vielen medizinischen Gebieten die Zukunft“, so Dr. Mathias. Im Jahre 2010 wurden sechs Biopharmazeutika neu zugelassen. In diesem Jahr wurde die Zulassung gegen seltene und schwere Erkrankungen beantragt. Bereits zugelassene personalisierte Arzneimittel gibt es für HIV, Brustkrebs, Leukämie, Epilepsie, Lungenkrebs, Darmkrebs und bei Transplantationen. Biopharmazeutika werden vor allem gegen schwere Krankheiten entwickelt, bei denen neuartige oder verbesserte Behandlungsmöglichkeiten dringend benötigt werden. So nehmen die Demenzerkrankungen weltweit zu und es ist zu hoffen, dass in den nächsten Jahren ein Medikament entwickelt wird, das den Verfall aufhält. Ebenso verhält es sich bei der Behandlung von Erbkrankheiten und Hirntumoren. Es wird noch einige Zeit dauern, bis die Forschung entsprechende Biopharmazeutika zur Behandlung entwickelt hat. Man ist jedoch auf einem guten Weg. www.vfa-bio.de 

Ein Beitrag für ReiseTravel von Edelgard Richter / Dela Press.

 

Edelgard Richter berichtet aktuell zum Thema: Berlin & Brandenburg intern

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