Suche

Berlin

Großer Gesundheitskongress in Berlin

Der Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit fand im Mai 2011 im Internationalen Congress Centrum (ICC) Berlin statt: Kongresspräsident war der ehemalige Gesundheitssenator von Berlin, Ulf Fink. Im Rahmen des Hauptstadtkongresses fanden zum gleichen Zeitpunkt im ICC der Deutsche Pflegekongress 2011, der Kongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation 2011 und Deutsche Ärzteforum 2011 statt. Über 8.000 Vertreter aus der Gesundheitsbranche, den Verbänden, der Wissenschaft und Forschung, dem Management, den Versicherungen und den Ärztekammern sowie der Politik waren anwesend, um über wichtige Themen zu diskutieren. „Wir freuen uns sehr, dass wir uns nach der mühsamen Klärung der Finanzierung, die 2010 im Mittelpunkt des Hauptstadtkongresses stand, in diesem Jahr den Fragen der gesundheitlichen Versorgung der Menschen zuwenden können“, sagte Kongresspräsident Ulf Fink. Auch die Bundesrepublik stellt den Patienten in den Mittelpunkt ihrer Vorhaben. So sind Gesetze zum besseren Schutz und zur besseren Versorgung von Kranken und Pflegebedürftigen geplant. Dazu gehören das Patientenrechtegesetz, das Versorgungsgesetz, ein Bundeshygieneregister und die in Angriff zu nehmende Reform der Pflege. Das Hygieneregister soll helfen, Hygienefehler zu vermeiden, durch die allein in einem Jahr rund 30.000 Krankenhauspatienten durch multiresistente Krankenhauskeime versterben. Experten sind der Meinung, dass durch eine sachgerechte Hygiene des Krankenhauspersonals, aber auch der Patienten und ihrer Besucher, die Todesrate um mehr als 50 Prozent pro Jahr gesenkt werden könnte. „Es darf uns einfach nicht ruhen lassen, dass jährlich Tausende Menschen in Deutschland wegen Hygienemängeln erkranken oder sogar sterben“, sagte Fink. „Auch die medizinische Versorgung auf dem Land und vor allem der Fachkräftemangel in der Pflege sind uns beim Kongress wichtige Anliegen“. Insbesondere das Thema Prävention möchte der Kongresspräsident stärker in den Vordergrund rücken. Dies sollte nicht allein den Ärzten überlassen bleiben, sondern die Menschen müssten selbst mehr Verantwortung für ihre eigene Gesundheit übernehmen. Der Kongress Krankenhaus Klinik Rehabilitation befasste sich unter anderem mit Themen, wie Erhöhung der Patientenzufriedenheit durch IT-gestütztes Prozessmanagement, Minimierung der Sach- und Personalkosten durch Einkaufsbündelung, Krankenhausorganisation im Wandel, Fachkäfteengpässe, Hilfen für Schmerzpatienten und Krankenhaushygiene. Hochrangige Vertreter aus Kliniken sowie Universitätsprofessoren beteiligten sich durch Vorträge und suchten in Podiumsdiskussionen nach neuen Wegen. Im Rahmen des Pflegekongresses wurde festgestellt, dass zurzeit rund 10.000 Stellen mit Pflegefachkräften nicht besetzt werden können. Durch die demografische Entwicklung, d.h. die älter werdende Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschlands, ist aber damit zu rechnen, dass der Bedarf an Pflegekräften in den nächsten Jahren noch ansteigen wird, der jedoch nicht allein durch die Anwerbung ausländischer Kräfte ausgeglichen werden kann.  Freitag, der 13. Mai 2011, war der „Tag der Niedergelassenen“; damit sind die Ärzte gemeint, die auf Krankenschein behandeln. An diesem Tag wurden insbesondere zahlreiche für Kassenärzte wichtige Themen behandelt, so unter anderem „Achtung Keime: MRSA in der ambulanten Versorgung“, „Der Weg zur papierlosen Praxis: KV-online-Power“ oder „Richtig kodieren – Tipps für die Praxis“. Die Unterversorgung mit Ärzten in ländlichen Gebieten gibt Anlass zur Sorge und man suchte deshalb nach tragfähigen Lösungen. Im Rahmen des Deutschen Ärzteforums wurde auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf diskutiert. Zudem befassten sich die Mediziner mit der Sicherheit der Patientendaten. Durch die Erleichterung des Arbeitsablaufs und Optimierung des therapeutischen Erfolgs durch Einführung  der IT-Technologie könnten Patientendaten nicht sicher genug gespeichert werden. Zur Einhaltung des Datenschutzes sagte Professor Axel Ekkernkamp, Ärztlicher Direktor des Unfallkrankenhauses Berlin:  „Bei diesem Thema müssen wir Kompromisse finden“, da er ein interdisziplinäres Arbeiten kaum für möglich hält, wenn sich die Ärzte an die strengen Vorgaben der Datenschützer halten müssten. Insbesondere bei Notfällen ist die Einhaltung des Datenschutzgesetzes nicht immer möglich. Der Erfolg einer Behandlung hängt jedoch vielfach von der Zusammenarbeit von Ärzten verschiedener Fachrichtungen ab, was insbesondere auf dem Gebiet der Krebsbehandlung enorme Fortschritte gebracht hat.

 

Ein Beitrag für ReiseTravel von Edelgard Richter / Dela Press.

 

Edelgard Richter berichtet aktuell zum Thema: Berlin & Brandenburg intern

B & B internBerlin & Brandenburg Die Hauptstadt-Region: Politik und Wirtschaft - Lifestyle und Business - Kultur und Kunst bestimmen das facettenreiche Geschehen in der Hauptstadt-Region: Berlin & Brandenburg - ständig in Bewegung!

Sehr geehrte ReiseTravel User,

bitte schreiben Sie uns Ihre Meinung, senden uns Ihre Fragen oder Wünsche. Vielen Dank. 

Ihr ReiseTravel Team: feedback@reisetravel.eu

 

 

 

 

ReiseTravel empfehlen/merken:
del.icio.usLinkaARENAMister Wonggoogle.comYahooMyWeb