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Berlin

Tagung der Versandapotheker

In Berlin fand der 4. Arzneimittelversandhandelskongress deutscher Versandapotheken in Berlin statt: Christian Buse, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Versandapotheken, erklärte zu Beginn des Kongresses, dass Deutschlands Versandapotheker optimistisch in die Zukunft schauen. „Bedingt durch die kontinuierlich steigende Akzeptanz des E-Commerce erwarten unsere Mitglieder stark steigende Umsätze im Bereich der rezeptfreien Medikamente. Auch der Tierarzneimittelversand wird als Chance gesehen, skizzierte er die Stimmung in der Branche. Zehn der umsatzstärksten deutschen Versandapotheken hatten an der Umfrage teilgenommen, die von der unabhängigen Unternehmensberatung Sempora ausgewertet wurde. Die Marktentwicklung bei rezeptpflichtigen Medikamenten wurde recht unterschiedlich beurteilt. Lediglich die Hälfte der Befragten setzt auf die Vermarktung rezeptpflichtiger Medikamente. Auch die jeweilige Bewertung der zu erwartenden Rechtsprechung hinsichtlich der Gewährung von Rabatten auf rezeptpflichtige Arzneimittel ausländischer Anbieter spiele eine Rolle. Die Versandapotheken sind ausnahmslos mittelständische Betriebe, die durchschnittlich 165 Mitarbeiter beschäftigen. Neun der zehn befragten Untenehmen planen, weitere Mitarbeiter einzustellen sowie Investitionen in den Ausbau der Service- und Beratungskompetenz. Dr. Heinrich Höfer, Leiter der Abteilung Forschung, Innovation, Technologie und Gesundheit im Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), führte in seinem Vortrag aus: „Dem Markt fehlen wirksame Wettbewerbs-Instrumente. Der Apotheker ist in seinem wettbewerblichen Handlungsrahmen noch immer viel zu stark eingeschränkt, um seinen Kunden differenzierte Angebote zu machen“. Weiter sagte er: „Die Aufhebung der Preisbindung für rezeptfreie Arzneimittel hat gezeigt, dass der Markt dynamisch gewachsen ist. Der Preiswettbewerb ist auch bei  rezeptpflichtigen Medikamenten der beste Weg, das Angebot nach den Wünschen der Patienten zu optimieren“. Derzeit liegt der Versandhandelsanteil am Apothekenmarkt für rezeptfreie Arznei- und Gesundheitsmittel bei 11 Prozent. Einzelne Produktgruppen liegen sogar weit darüber, so zum Beispiel Herz- und Kreislaufmittel, die im 1. Quartal 2011 einen Versandhandelsanteil von 19 Prozent hatten. Weitere Bestseller im Versand von rezeptfreien Arznei- und Gesundheitsmitteln waren Blasen- und Schmerzmittel sowie Mittel gegen Muskel- und Gelenkschmerzen. Frank Weißenfeldt, Senior Manager Supplier Relations Apotheken bei IMS Health berichtete in diesem Zusammenhang, „Im letzten Jahr zeigte der Versandhandel mit Husten- und Erkältungspräparaten ein Wachstum von über 16 Prozent“. Offensichtlich  bevorraten sich die Kunden vor und während einer Erkältungssaison mit den von ihnen üblicherweise zur Behandlung von Erkältungskrankheiten verwendeten Arzneimitteln. Als größte Herausforderung betrachten die Versandapotheker die Gerichtsentscheidung um die Gewährung von Rabatten im Bereich rezeptpflichtiger Arzneimittel sowie die Entwicklung glaubwürdiger Kundenvorteile für die verschreibungspflichtigen Medikamente. Hier sind  auch gesetzgerberische Impulse gefordert, um gleiche Rahmenbedingungen in Europa zu schaffen.

www.bvdva.de

 

Ein Beitrag für ReiseTravel von Edelgard Richter / Dela Press.

 

Edelgard Richter berichtet aktuell zum Thema: Berlin & Brandenburg intern

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