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Therapien und Rehabilitation bei Krebs
Der 2. ASORS-Jahreskongreß fand in Berlin statt und befasste sich mit Therapien und der Rehabilitation bei Krebs-Erkrankungen: Rund 300 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus ganz verschiedenen Fachdisziplinen – Ärzte, Apotheker, Pflegende, Sozialarbeiter, Psychologen und Sportwissenschaftlernahmen an dem Kongress teil. Die Arbeitsgemeinschaft Supportive Maßnahmen in der Onkologie, Rehabilitation und Sozialmedizin (ASORS) wurde 2008 gegründet, um diese wichtigen Maßnahmen innerhalb der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zu koordinieren und zu kommunizieren. Ziel ist die Förderung der Supportmedizin sowie der Rehabilitation und Sozialmedizin als integrale Bestandteile der Onkologie in Praxis, Lehre und Forschung.
Der Kongress befasste sich unter anderem mit der Verbesserung der supportiven Versorgung und Lebensqualität onkologischer Patienten während und nach der Tumorbehandlung, der Verbesserung der Rehabilitation von Krebspatienten durch die Förderung der körperlichen und seelischen Stabilität sowie der sozialen und beruflichen Integration und der Weiterentwicklung von Aus-, Fort- und Weiterbildungsrichtlinien für Ärzte und medizinisches Personal im Bereich der unterstützenden Maßnahmen und Rehabilitationsmedizin, des weiteren mit der Entwicklung und Verbreitung evidenzbasierter Leitlinien und Maßnahmen zur Prävention und dem Management unerwünschter Nebenwirkungen bei der Tumortherapie und der Behandlung auftretender Folgestörungen. Nach der Begrüßung der Kongress-Teilnehmer durch Professor Dr. Petra Feyer, Direktorin der Klinik für Strahlentherapie, Radioonkologie und Nuklearmedizin Klinikum Neukölln, und Professor Dr. Hans Helge Bartsch, Ärztlicher Direktor Klinik für Onkologische Rehabilitation und Nachsorge Klinik für Tumorbiologie Freiburg, erläuterte PD Dr. Karin Jordan, Klinik für Innere Medizin Halle, die aktuellsten Erfahrungen angewandte Supportiv-Therapien und ihre eigenen Erfahrungen. Professor Dr. Hans Helge Bartsch berichtete über neue Trends bei der Rehabilitation, wobei die Verkürzung der Verweildauer und Reduzierung des Leistungsumfangs derzeit diskutiert werden. Die Einführung von Fallpauschalen erklärte er für nicht praktikabel. Insbesondere bei der Rehabilitation von Brustkrebspatientinnen würden körperliche und sportliche Aktivitäten einen positiven Effekt zur Senkung des Rezidivrisikos haben, während psychosoziale Interventionen keine Ergebnisse erbracht hätten. Professor Dr. Hartmut Link, Westpfalz Klinikum GmbH, Medizinische Klinik Kaiserslautern, erläuterte, dass die bestehenden Leitlinien den derzeitigen Wissensstand darstellen. Sie sollen die Entscheidungen von Ärzten und Patienten erleichtern, seien jedoch eine reine Orientierungshilfe, die aufgrund von Empfehlungen einer Expertengruppe und vorhandener Literatur aufgestellt würden. Dr. Christa Kerschgens, Leitende Ärztin Vivantes Rehabilitation GmbH Berlin, berichtete, dass die Empfehlungen und Leitlinien zur Rehabilitation regelmäßig aktualisiert würden, wobei die Wiederherstellung der gesundheitlichen und sozialen Funktion eines Menschen im Vordergrund stehen. Dazu gehörten auch die Einschätzung von Funktionsdefiziten im somatischen und psychosozialen Bereich sowie die Re-Integration von älteren Patienten in den Alltag.
Ein Beitrag für ReiseTravel von Edelgard Richter / Dela Press.
Edelgard Richter berichtet aktuell zum Thema: Berlin & Brandenburg intern
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