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Amman

Demnächst in Jordanien

Ab Juni 2011 wird die Fluggesellschaft Royal Jordanian dreimal wöchentlich nonstop ab Berlin-Tegel den Queen Alia International Airport in Amman anfliegen: Amman ist die lebhafte Hauptstadt des Königsreiches Jordanien und vereint reiche Historie mit dem Status einer modernen Finanzmetropole. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten befinden sich auf dem Zitadellenhügel, außerdem römische Bauten aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. in der Innenstadt. Geschäftsreisende erhalten mit der neuen Flugverbindung ab Berlin schnellen Zugang zu einem attraktiven Wachstumsmarkt, Touristen können von Amman zu den interessanten touristischen Zielen Jordaniens und von hier in den Nahen Osten weiterreisen.

Die Flüge starten montags um 12.00 Uhr, donnerstags und Samstag um 14.45 Uhr in Berlin-Tegel und landen rund vier Stunden später in Amman. Zurück geht es montags um 7.40 Uhr, donnerstags und samstags um 10.30 Uhr ab Amman.

Kareem Elouri, Direktor Deutschland von Royal Jordanian, sagte: „Wir freuen uns nach zehn Jahren Abwesenheit endlich Berlin wieder in unserem Streckennetz zu haben. Als Mitglied der Oneworld-Allianz fliegen wir jetzt 58 Destinationen in 39 Ländern an und wollen weiter wachsen. Mit den Berliner Flughäfen hat Royal Jordanian einen starken Partner gefunden, der unsere Ziele unterstützt“.

Das Fluggerät befindet sich auf dem neuesten Stand der Technik und bietet höchsten Komfort. Es wird mit 29 Passagiermaschinen und zwei Frachtflugzeugen geflogen. Für 2013 sind neue Maschinen geordert. Royal Jordanian verfügt in Amman über eigene Wartungsanlagen. Hier werden auch Wartungsarbeiten im Auftrag anderer Airlines durchgeführt. In der Crown Class wie auch in der Economy Class werden neben Soft Drinks auch alkoholische Getränke ausgeschenkt. Auch in der Economy Class ist eine gute Beinfreiheit gewährleistet. Die Royal Jordanian wurde bereits 1963 als nationaler Carrier gegründet und hatte im Jahr 2010 rund drei Millionen Passagiere. Das bedeutet eine Steigerung gegenüber 2009 um 13 Prozent. Die meisten Passagiere fliegen in London ab, gefolgt von Paris und Frankfurt am Main. Seit 1970 fliegt Royal Jordanian ab Frankfurt. Auch ab München werden dreimal wöchentlich Flüge angeboten, während ab Frankfurt jeden Tag eine Maschine nach Amman startet. Im Interesse der Flugreisenden hat Royal Jordanien mit der Deutschen Bahn (DB) eine Vereinbarung über Rail and Fly getroffen. Hamazeh Al Omari, Erster Sekretär Botschaft Jordanien in Berlin,  gab seiner Freude über die partnerschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Jordanien Ausdruck. Die neue Flugverbindung Berlin-Amman ist günstig sowohl für Touristen als auch für Geschäftsleute. Er lädt alle Berliner zu einem Besuch in sein Heimatland ein. Tanja Kraus vom Jordan Tourismus Board erläuterte dann die vielfältigen touristischen Möglichkeiten, die ein Land wie Jordanien bietet. Jordanien ist umgeben von den Ländern Saudi Arabien, Ägypten und Israel, in die man von Jordanien aus weiter reisen kann. Jordanien ist eine konstitutionelle Monarchie mit 6 Millionen Einwohnern; das Land ist stark westlich geprägt. Es hat auch einen Friedensvertrag mit Israel. Mit 90.000 Quadratkilometer ist es so groß wie Österreich. Es besteht Visumspflicht; das Visum erhält man völlig unproblematisch bei der Einreise. Neben der offiziellen Landessprache Arabisch ist auch Englisch weit verbreitet. Reisezeit für Touristen ist das ganze Jahr, wobei Juli und August sehr heiß sind. Bekannteste Reiseziele sind Petra, die rosa Stadt, sowie Aqaba am Toten Meer, das  30 Prozent Salzgehalt hat (Mittelmeer ca. 3,8 Prozent) und 416 Meter unter dem Meeresspiegel liegt. Es ist der tiefste Punkt der Erde. Petra, aus rötlichem Sandstein herausgeschlagen, gehört zum Weltkulturerbe und war am Kreuzungspunkt von Karawanenwegen gelegen. Es hatte eine sichere Wasserversorgung durch Äquadukte zu den Quellen im Wadi  Musa (Mosetal) und rund

200 Zisternen. Nach zwei Erdbeben (363 und 551 n. Chr.) hatten die Bewohner die Stadt verlassen und sie verfiel. Für Europa wurde Petra erst 1812 durch einen Schweizer Reisenden entdeckt. Madaba, die Stadt der Mosaiken mit der berühmten Mosaiklandkarte und Jerash (früher Gerasa), die seit mehr als 6.500 Jahren ununterbrochen bewohnt ist, sind weitere Sehenswürdigkeiten, insbesondere wegen der Bauten aus römischer Zeit. An vielen Orten in Jordanien soll Jesus geweilt und Wunder vollbracht haben. Auf dem Berg Nebo ist Moses beerdigt. Hier wurde im 4. Jahrhundert die erste Kirche gebaut, um den Todesort Moses zu markieren. Der Berg ist eine christliche Pilgerstätte, die auch Papst Johannes Paul II. besucht hat. Jordanien hat sechs Nationalparks. In der Nähe des Naturreservats Azraq liegt eines der berühmten Wüstenschlösser gleichen Namens. Die schwarze Basaltfestung diente Lawrence von Arabien währen des Araberaufstandes als Hauptquartier. Südlich und östlich von Amman gibt es weitere „Wüstenschlösser“, die eigentlich mehr eine Festung waren und als Karawanenstützpunkte dienten. Sie gehören  ebenfalls zum Weltkulturerbe wegen ihrer einzigartigen Fresken an Decken und Innenwänden. In den letzten Jahren wurden sie aufwändig restauriert. Jordanien ist also eine Reise wert, zumal das Land durch die neue Flugverbindung auch für die Berliner näher gerückt ist.

 

Ein Beitrag für ReiseTravel von Edelgard Richter / Dela Press.

 

Edelgard Richter berichtet aktuell zum Thema: Berlin & Brandenburg intern

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