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Berlin

Der demographische Wandel erreicht die Berge

Der Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte e. V. (VDS) beschäftigte sich in seiner Jahrestagung in Berlin mit den Auswirkungen des demographischen Wandels, der inzwischen auch bei den Aufstiegshilfen und Bergbahnen berücksichtigt werden muss. In Deutschland gibt es 166 Seil- und vier Zahnradbahnen; davon können 20 Prozent im Sommer genutzt werden. 1.637 Schlepplifte machen im Winter das Skilaufen zu einem unübertroffenen Vergnügen. Wie Diplom-Ing. Peter Huber, Präsident des VDS und Vorstand der Bayerischen Zugspitzbahn – Bergbahn AG, erläuterte, sind die Bergbahnen ein nicht unbedeutender Wirtschaftsfaktor. Rund 1.200 festangestellte Mitarbeiter gibt es; dazu kommen noch einmal zirka 1.200 Saisonkräfte. Wie immer wieder festgestellt wurde, werden die Menschen immer älter, jedoch bleiben die älteren Menschen länger jung und wollen am Leben teilnehmen. Wie eine vom Bundeswirtschaftsministerium in Auftrag gegebene Studie belegt, wird von den reisefreudigen jungen Alten großer Wert auf Kultur, Natur und vor allem Gesundheit gelegt. Diese Generation verreist nicht nur in der kurzen Winter- oder Sommersaison, sondern das ganze Jahr über. „Diesen Herausforderungen müssen wir mit einem passenden Angebot begegnen“, betonte der VDS-Präsident. Aber er stellt auch klar: „Dieses Angebot muss zum Berg passen. Und es muss naturnah sein. Reine Kunstwelten haben auf Dauer keinen Bestand“. Nachdem die Zielgruppen der Familien mit Kindern und Jugendlichen abnehmen, kommen immer mehr über 65jährige in die Berge. Angepasste gastronomische Angebote, auf die Bedürfnisse der Zielgruppe zugeschnittene Angebote und Wegweiser, ausreichend Parkplätze und gut präparierte Skipisten sind wichtig für die Generation Silver Ager. „Wir haben große Chancen, mit dem richtigen Angebot auch bei dieser Zielgruppe zu punkten“, sagte Peter Huber. Dabei wird an spektakuläre Aussichtspunkte und Entspannungsmöglichkeiten gedacht. Aufgrund des demographischen Wandels sollte aber auch an die Zukunft gedacht werden und speziell auf Kinder zugeschnittene Konzepte entwickelt werden, denn die Kinder sind die Wanderer und Skiläufer von morgen. Diplom-Ing. Peter Lorenz, Stellvertretender Vorstand des VDS und Geschäftsführer der Brauneck- und Wallbergbahnen GmbH, berichtete, dass man ständig um eine Verbesserung der Sicherheit auf den Skipisten und auch der Technik bei den Bergbahnen bemüht ist. Dazu gehören die vom Gesetzgeber vorgeschriebene zweimalige Untersuchung der Anlagen und Sicherheitsvorrichtungen in jedem Jahr sowie tägliche, wöchentliche und monatliche Kontroll- und Wartungsarbeiten. Die Antriebssysteme der Liftanlagen werden auch auf Energie-Einsparungsmöglichkeiten überprüft. Ältere Systeme werden dann entsprechend ausgetauscht. Wenn möglich, werden anstelle von Verbrennungsmotoren  elektrische Antriebsaggregate eingesetzt. Hauptsaison für die Seilbahnen ist der Winter. Im Winter 2009/2010 kamen 4,8 Millionen Besucher, während es im Sommer 3,9 Millionen waren. Seit 30 Jahren werden Skiunfälle statistisch erfasst und ausgewertet. Dabei stellte sich heraus, dass sich seit Mitte der 1970er Jahre die Unfallzahlen halbiert haben. Das ist eine gute Nachricht! 

Ein Beitrag für ReiseTravel von Edelgard Richter / Dela Press

Edelgard Richter Wandel  

Edelgard Richter berichtet aktuell zum Thema: Berlin & Brandenburg intern

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