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Gewinne bei der Bahn
Der Chef der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube, konnte in der Bilanz-Pressekonferenz verkünden, dass die Bahn im zurückliegenden Jahr trotz vieler Probleme Umsatz und Gewinn steigern konnte. Trotz der technischen Probleme und den damit entstandenen Zugausfällen bei einigen Regionalbahnen, bei den ICE-Fernzügen und insbesondere bei der Berliner S-Bahn erhöhte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 5,1 Mrd. Euro, mithin ein Plus von 17,3 Prozent, auf 34,4 Mrd. Euro. Die Bahn beförderte letztes Jahr 42 Millionen Reisende – mehr als im Vorjahr. Insgesamt waren es 1,95 Mrd. Fahrgäste. Im Fernverkehr lag der Zuwachs mit 2,4 Prozent über dem von DB Regio, wo 2,2 Prozent mehr Fahrgäste auf der Schiene gezählt wurden, was zu dem guten Ergebnis beitrug. Auch DB Schenker Rail konnte gute Zahlen vermelden. Der Finanzvorstand Richard Lutz berichtete daher, dass alle Geschäftsfelder wieder schwarze Zahlen schrieben. Vorstandschef Rüdiger Grube zeigte sich erfreut, dass die Bahn besser aus der Wirtschaftskrise heraus gekommen ist als andere Unternehmen. Seine Nettoverschuldung konnte der DB-Konzern im Jahr 2010 um rund 1 Mrd. Euro zurückführen. Allerdings erhöhte sich die Nettoverschuldung der Bahn um 1,9 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr durch den Kauf des britischen Verkehrskonzerns Arriva und wurde per 31. Dezember mit 16,9 Mrd. Euro ausgewiesen. Das Wahlergebnis in Baden-Württemberg wird jedoch keinesfalls die Pläne des Bahnhofsprojekts Stuttgart 21 beeinflussen. Um Schadenersatzklagen zu vermeiden, müssen bereits geschlossene Verträge eingehalten werden, betonte Grube. Allerdings will man keine neuen Fakten durch weitere Baumaßnahmen oder neue Auftragsvergabe schaffen. Schwierigkeiten sieht der Bahnchef bei der Versorgung mit elektrischem Strom, nachdem der Atomreaktor Neckarwestheim I abgeschaltet wurde, der immerhin acht Prozent Strom lieferte. Konzerneigene Windparks können da keinen Ausgleich schaffen, die derzeit 37 Megawattstunden liefern, die Bahn jedoch jährlich rund 11 Terrawattstunden verbraucht. „Die Versorgung ist trotzdem gesichert“, erklärte Grube. Die Deutsche Bahn kaufe „alles auf, was zu vertretbaren Konditionen am Markt für regenerative Energien verfügbar ist“. Für eine langfristig gesicherte Versorgung mit Strom sei es wichtig, das Kohlekraftwerk Datteln 4 in Nordrhein-Westfalen zu bauen. Konzerchef Grube sagte: „Dennoch weise ich darauf hin, dass nur die schnellstmögliche Baugenehmigung der am Kraftwerk Datteln 4 geplanten Umrichter und deren Anschluss an das öffentliche Netz langfristig Versorgungsengpässe vermeiden kann“.
Ein Beitrag für ReiseTravel von Edelgard Richter / Dela Press.
Edelgard Richter berichtet aktuell zum Thema: Berlin & Brandenburg intern
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