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Kinder in Deutschland
Der Egmont Ehapa Verlag stellte in Berlin die KidsVerbraucherAnalyse 2011 vor, die nicht nur das Medien- und Konsumverhalten von Kindern im Alter von 6 bis 13 Jahren umfasste. Erstmalig wurden die Befragungen auf 4 und 5 Jahre alte Vorschulkinder ausgeweitet. Für sie gaben die Eltern Auskunft. Danach gaben 5,9 Millionen aller befragten Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren (befragt wurden 6,13 Millionen Kinder) an, in ihrer Freizeit in Zeitschriften zu schauen und 5,5 Millionen lesen gern Bücher. Dabei hat im Vergleich zu der Befragung im vorigen Jahr der Anteil der Kinder, die häufig lesen, zugenommen. Bei den Vorschulkindern gaben 1,1 Millionen Eltern an, dass ihre Kinder in der Freizeit in Zeitschriften blättern oder sie vorgelesen bekommen (81 Prozent). 1,2 Millionen Eltern lesen aus Büchern vor, das sind 87 Prozent.
Umgang mit Geld bei Kindern
Ingo Höhn, Geschäftsleiter beim Egmont Ehapa Verlag, erklärte: „Die Eltern führen die Kinder schon früh an Printmedien heran. Mehr als 5,2 Millionen regelmäßige Leser ab 4 Jahren unterstreichen die außergewöhnlich hohe Bedeutung, die Zeitschriften für Kinder haben“. Computer- und Internetnutzung kommen deshalb aber nicht zu kurz. Vier von fünf Kindern nutzen den Computer; 25 Prozent haben einen eigenen zur Verfügung. Die 10- bis 13jährigen Kids gehen täglich ins Internet, die 6- bis 9jährigen nur sporadisch. Die Meinung der Eltern über das Internet ist, dass es ein gutes Hilfsmittel für die Schule und hervorragend geeignet für Unterhaltung ist. Sie sind auch nicht der Meinung, dass die Kinder mit der Angebotsflut überfordert sind oder durch die Computernutzung vereinsamen würden. Wie Ralf Bauer, Leiter Markt-/Mediaforschung vom Egmont Ehapa Verlag, ausführte, haben drei von vier Kindern in der Altersgruppe 9 bis 13 Jahre ein Handy, davon über 50 Prozent ein neues, während die anderen Kinder das gebrauchte Handy der Eltern benutzen. Bei den 6- bis 9jahrigen hat eines von vier Kindern ein Handy zur Verfügung. 57 Prozent der Eltern zahlen die Kosten für das Handy. Interessant ist, dass nach wie vor Karten- und Brettspiele sowie Puzzles hoch im Kurs stehen; daneben besitzen 70 Prozent der 6- bis 13jährigen ein mobiles Handspielgerät. Dass alle Kinder Süßigkeiten lieben, ist nicht neu. Dabei bevorzugen die 6- bis 13jährigen Kaugummi und Bonbons, die 4- bis 5jährigen Kekse und Schokoriegel, erst danach folgen Bonbons. Bei der Ernährung liegen bei beiden befragten Gruppen Würstchen, Wurst und Joghurt an der Spitze. Nur ganz wenige ernähren sich vegetarisch. An Getränken werden tagsüber Mineralwasser und Fruchtsäfte getrunken, wobei die Kleinen Milch und Kakaogetränke bevorzugen. Gefragt wurde auch nach dem Einfluss der Kinder auf Anschaffungen. Danach dürfen 6- bis 13jährige über ihre Kleidung und die Einrichtung ihres Zimmers bestimmen; sogar schon 50 Prozent der 4- bis 5-jährigen darf dabei mitreden. Die Freizeitgestaltung der 6- bis 13jährigen Mädchen und Jungen ist etwas unterschiedlich. Ihre Zeit mit Freunden verbringen sie aber alle gern. Die Mädchen bevorzugen daneben Bücher und die Jungs spielen lieber Fußball; danach folgt Fernsehen. Auch beim Taschengeld gibt es kleine Unterschiede: Erhalten Mädchen monatlich durchschnittlich 23,68 Euro, sind es bei den Jungen 25,85 Euro. Bereits die 4-bis 5jährigen erhalten ein monatliches Taschengeld, das sich durchschnittlich auf 12,11 Euro beläuft. Von dem Taschengeld werden Süßigkeiten, Comics, Eis oder Getränke gekauft. Die Geldgeschenke zum Geburtstag oder zu Weihnachten für die 6- bis 13jährigen sind auch nicht zu verachten. Sie summieren sich auf zirka 200 Euro im Jahr. 22 Prozent der Kinder sparen die gesamte Summe für die Anschaffung von einem Computer oder Handy, Spielzeug oder Spielen. 57 Prozent sparen einen Teil. Insgesamt werden die 6- bis 13jährigen im Jahr 2011 ein Taschengeld von 1,67 Milliarden Euro erhalten; die 4-bis 5jährigen 103 Millionen Euro.
Ein Beitrag für ReiseTravel von Edelgard Richter / Dela Press
Edelgard Richter berichtet aktuell zum Thema: Berlin & Brandenburg intern
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