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Neue Mitarbeiter

Ab 1. Mai 2011 tritt die Arbeitnehmerfreizügigkeit für acht EU-Beitrittsländer in Kraft: Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Estland, Lettland und Litauen.

In seiner Studie vertritt das Institut der deutschen Wirtschaft Köln, die durch den Direktor des Instituts, Professor Dr. Michael, Hüther, vorgestellt wurde, die Auffassung, dass bis zum Jahre 2012 in etwa 800.000 Personen nach Deutschland kommen werden; danach würden die Zahlen jedoch stark abnehmen. Zuwanderer werden insbesondere aus Polen, Tschechien und Ungarn erwartet wobei aus einer Umfrage in Polen hervorgeht, dass 23 Prozent weniger als ein Jahr in Deutschland arbeiten wollen. Schließlich ist es keine leichte Entscheidung, sein Heimatland zu verlassen um dauerhaft in einem anderen Land zu wohnen und zu arbeiten. Zudem konkurriert Deutschland als Zielland mit Großbritannien und den skandinavischen Staaten, das von den baltischen Ländern bevorzugt wird. Auch werden nach wie vor Länder außerhalb der EU bevorzugt; so etwa Australien oder die USA. Als Gründe für eine Auswanderung wurden vielfach bessere Lebensqualität, bessere Arbeitsbedingungen und bessere Karriere- oder Gechäftsmöglichkeiten genannt. Allerdings sind dies allein keine Gründe für eine Auswanderungsentscheidung. Zur Freizügigkeit gehört, dass sich EU-Bürger dort niederlassen und erwerbstätig werden können, wo sie wollen. Voraussetzung ist allerdings, dass sie ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten können. Das Recht auf Niederlassung begründet jedoch keinen Anspruch auf Sozialleistungen. Wie jeder andere Arbeitnehmer kann der eingewanderte EU-Bürger durch Beiträge zur Sozialversicherung Ansprüche erwerben. Erst nach fünf Jahren berechtigten Aufenthalts bekommen Zuwanderer ein Daueraufenthaltsrecht und damit das Recht, Grundsicherungsleistungen zu beziehen. Nach dem Beitritt der ost- und mitteleuropäischen Länder zur Europäischen Union im Jahre 2004, konnten ihre Staatangehörigen nur in Großbritannien, Schweden und Irland sofort eine Arbeit aufnehmen; Deutschland und Österreich haben alle Einschränkungen erst zum 1. Mai dieses Jahres aufgehoben. Die Zuwanderer nach Großbritannien waren überdurchschnittlich gut qualifiziert, übten aber nur einfache Tätigkeiten aus. Seit 2008 nahm die Zahl der Zuwanderer deutlich ab, da  Großbritannien mit der Wirtschaftskrise zu kämpfen hatte. Auch in Schweden waren die Zuwanderer überdurchschnittlich qualifiziert und verdienten mehr als Einheimische; zumeist waren sie im Gesundheitswesen tätig. Für Deutschland besteht jetzt die Chance, gut ausgebildete Arbeitskräfte zu gewinnen, die hier dringend benötigt werden. Gerade in den Bereichen Informatik und Ingenieurswesen ist ein Mangel an qualifizierten Mitarbeitern zu beklagen, wenn auch bisher die Zuwanderer im Niedriglohnsektor tätig waren, wie beispielsweise in der Landwirtschaft oder in der Gastronomie. Angesichts der derzeit guten Konjunktur dürfte die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften hoch bleiben. Die Arbeitsaufnahme solcher Zuwanderer könnte sich nachteilig für den Arbeitsmarkt in ihren Heimatländern auswirken, jedoch keine unmittelbare Konkurrenz für deutsche Arbeitnehmer darstellen.

 

Ein Beitrag für ReiseTravel von Edelgard Richter / Dela Press.

 

Edelgard Richter berichtet aktuell zum Thema: Berlin & Brandenburg intern

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