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Optimismus im Maschinenbau
5. Deutsche Maschinenbau-Gipfel in Berlin: Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) rechnet für 2012 mit dem dritten Wachstumsjahr in Folge. Dies erklärte VDMA-Präsident Dr. Thomas Lindner auf der Pressekonferenz des Verbandes am Rande des Maschinenbaugipfels. „Wir erwarten ein Produktionswachstum von vier Prozent für 2012“, erklärte der Präsident. Inn den ersten acht Monaten 2011 ist die Produktion von Maschinen und Anlagen – im Vergleich zum Vorjahr – um 16,7 Prozent gestiegen. „Die Lage der Maschinenbauindustrie ist stabil, aber nicht wegen der politischen Rahmenbedingungen, sondern trotz des politischen Wackelkurses“, sagte Dr. Lindner. Insbesondere der Export nach China ist für die gegenwärtige Entwicklung der deutschen Maschinenbauindustrie von überragender Bedeutung. Der Export nach China stieg in den ersten sieben Monaten um knapp 40 Prozent auf fast elf Milliarden Euro; erwartet werden für 2011 Ausfuhren in das Land der Mitte von etwa 20 Milliarden Euro. Das sei eine Riesenchance für die Branche. Insbesondere Maschinen, die der Herstellung von Consumer Produkten dienen, also z. B. für Textil, Tissue, Verpackungs- und Nahrungsmittel sowie zur Herstellung von Fahrzeugen, d.h. Werkzeugmaschinen, werden bestellt. Die Region mit dem stärksten Wachstum von 30 Prozent ist Ostasien. Fast jede fünfte Maschine geht mittlerweile nach dort, das ist mehr als doppelt so viel wie nach Nordamerika. Befürchtet wird, dass der Erfolgskurs durch die Schulden- und Finanzkrise beeinträchtigt wird. „Die Realwirtschaft war schon das letzte Mal Opfer der Verschuldungs- und Finanzkrise“, sagte der VDMA-Präsident und zeigte sich von den Leistungen der Politik in diesem Zusammenhang sehr enttäuscht. Es sollte nicht vergessen werden, dass die Schuldenkrise eindeutig auf die Disziplinlosigkeit in der Haushalts- und Finanzpolitik zurückzuführen ist. Sehr deutlich wurde Dr. Lindner in seinen Ausführungen zu den jüngsten Vorschlägen der SPD, den Spitzensteuersatz zu erhöhen, die Vermögenssteuer wieder einzuführen und die Erbschaftsteuer zu verschärfen. „Hier reibt man sich dann schon etwas erstaunt die Augen. Natürlich sind solche wunderbaren Forderungen, die nur relativ wenige betreffen, in der Breite der Bevölkerung mehrheitsfähig. Aber es muss doch schon die Frage erlaubt sein, ob sich eigentlich keiner bei diesen Vorschlägen überlegt hat, dass davon in besonderem Maß auch die Personengesellschaften betroffen sind. Also genau diejenigen, die in der Krise den Karren aus dem Dreck gezogen haben. Betroffen ist also der industrielle Mittelstand Deutschlands, und zwar in seiner gesamten Breite. Es ist schon merkwürdig, dass viele Politiker einfach nicht verstehen können oder vielleicht auch nicht verstehen wollen, dass sie alles tun sollten, um die Produktion in Deutschland zu schützen, auszubauen und zu fördern. Dies ist die Basis des Wohlstandes, nicht aber die Verteilung von Wahlgeschenken. Verteilt werden kann bekanntlich nur etwas, was man vorher verdient hat“, sagte Dr. Lindner. Optimistisch zeigte sich der VDMA-Präsident, was die Zukunft der Branche angeht: „Die Märkte des Maschinen- und Anlagenbaus sind fast unerschöpflich. Die Versorgung einer wachsenden Bevölkerung, die gerade in den asiatischen Ländern auch enorm an Kaufkraft in der Mittelschicht gewinnt, ist ein klassisches Investitionsprogramm für den Maschinenbau“.
Ein Beitrag für ReiseTravel von Edelgard Richter / Dela Press
Edelgard Richter berichtet aktuell zum Thema: Berlin & Brandenburg intern
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