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Präsidentenwechsel beim Hauptverband
Prof. Diplom-Kaufmann Thomas Bauer von der Mitgliederversammlung zum neuen Präsidenten des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie e.V. gewählt: Er tritt damit die Nachfolge von Dipl.-Ing. Herbert Bodner an, der das Amt seit dem 1. Januar 2009 innehatte. Wie Herbert Bodner ausführte, steckte Deutschland damals schon mitten in der größten Kapitalmarktkrise der Nachkriegszeit und stand am Rand einer schweren wirtschaftlichen Rezession. Niemand hatte damals mit einer so raschen wirtschaftlichen Erholung gerechnet. Bodner sagte dazu: „Wir sollten uns darüber freuen, auch wenn – wie die anhaltenden Finanzkrisen in Griechenland, Portugal und Irland zeigen – noch nicht alle Probleme ausgeräumt sind.“ Er führte weiter aus: „26 % der befragten Bauunternehmer erwarten für die nächsten zwölf Monate eine Verbesserung der Geschäftslage, 64 % rechnen mit einer stabilen Geschäftslage und nur jeder zehnte geht von einer Verschlechterung der Geschäftslage aus“. Professor Bauer erklärte: „Auch ich bin froh, dass die deutsche Bauwirtschaft in diesem Jahr den Anschluss an den gesamtwirtschaftlichen Aufschwung finden wird. Mit Blick auf die gute Frühjahrskonjunktur können wir heute erfreulicherweise davon ausgehen, dass sich die Umsätze im deutschen Bauhauptgewerbe 2011 deutlich positiver entwickeln werden als zu Anfang des Jahres von uns prognostiziert. Die Wohnungsbauumsätze werden 2011 voraussichtlich um nominal 8,5 % steigen. Damit wird der Wohnungsbau sein schon überaus positives Vorjahresergebnis von 6,5 % noch einmal übertreffen. Der Wirtschaftsbau wird die Trendwende schaffen. Die Wirtschaftsbauumsätze werden voraussichtlich um nominal 7 % wachsen (2010: -4,3 %). Dagegen werden die Umsätze im Öffentlichen Bau um nominal mindestens 2 % zurückgehen. Für die Beschäftigten im deutschen Bauhauptgewerbe sind dies positive Nachrichten. Mehr noch: 40 % der Bauunternehmen sehen inzwischen im Mangel an Fachkräften sogar ein Risiko für ihre weitere Entwicklung. 16 % aller Bauunternehmen wollen nach der Frühsommer-Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelstages (DIHK) ihre Belegschaften ausweiten, 75 % wollen zumindest den Beschäftigungsstand halten; nur 9 % planen den Abbau von Arbeitsplätzen. Das ist das beste Umfrageergebnis seit der Wiedervereinigung“. Mit Sorge sieht Bauer, dass die Widerstände gegen große Infrastrukturvorhaben in Deutschland zunehmen. Dabei wird nicht nur über Stuttgart 21 gestritten, sondern auch im Bereich der Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur und der Energieerzeugung. Als Gründe dafür werden Akzeptanzprobleme in der Bevölkerung, aber auch politisch motivierte Blockaden und ungelöste Finanzierungsprobleme genannt. Er fordert deshalb eine frühere Bürgerbeteiligung im Planfeststellungsverfahren, Ausschöpfung aller Möglichkeiten einer Bürgerbefragung und eine Verkürzung der extrem langen Planungs- und Genehmigungsverfahren; vor allem aber viel mehr Transparenz, damit den Ideologen frühzeitig der „Wind aus den Segeln“ genommen wird. www.bauindustrie.de
Ein Beitrag für ReiseTravel von Edelgard Richter / Dela Press.
Edelgard Richter berichtet aktuell zum Thema: Berlin & Brandenburg intern
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