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Wohnungen altersgerecht umbauen
Keine Haushaltsmittel für altersgerechten Umbau von Wohnungen: Die Haushaltsplanung der Bundesregierung für 2012 sieht keinerlei Mittel mehr für das KfW-Programm „Altersgerechter Umbau“ vor. Das ist insofern bedauerlich, da die demografische Entwicklung in Deutschland unumkehrbar eine immer älter werdende Bevölkerung mit sich bringt. Wie der Präsident, Zentralverband Deutsches Baugewerbe, Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein, erklärte, sollen nur noch die in den vergangenen Jahren bereitgestellten Budgets abgewickelt werden. In den Jahren 2009 bis 2011 hatten noch jeweils 80 bis 100 Mio. Euro jährlich für den altersgerechten Umbau zur Verfügung gestanden. „Die Bundesregierung negiert die Notwendigkeit des altersbedingten Umbaus von Wohnungen. Auch wenn die Menschen länger gesund bleiben, so steigt mit zunehmendem Alter doch die Wahrscheinlichkeit der Pflegebedürftigkeit. Und: Ältere Menschen wollen möglichst lange in ihren Wohnungen leben“, so der Verbandspräsident.
Allein wenn nur für Menschen mit Bewegungseinschränkungen entsprechende Wohnungsangebote zur Verfügung gestellt werden sollen, muss nach einer aktuellen Studie des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung das Angebot um das Vier- bis Fünffache ausgeweitet werden. Dies entspricht einem zusätzlichen Bedarf von zirka 2,5 Mio. Euro barrierefreien bzw. barrierereduzierten Wohnungen. Bis 2020 wird der Bedarf an solchen Wohnungen auf zirka 3 Millionen Wohneinheiten ansteigen. „Die Stärkung des selbstständigen Wohnens mit niederschwelligen Betreuungsangeboten bietet im Verhältnis zu der Unterbringung älterer Bevölkerungsgruppen in Wohn- und Pflegeheimen nicht nur erheblich mehr Lebensqualität, sondern entlastet auch deutlich die Pflegekassen“. Loewenstein macht daher folgende Rechnung auf: Das Einsparpotenzial liegt, je nach Höhe der Miete, zwischen 1.600 Euro und 1.900 Euro pro Monat, wenn statt einer stationären Pflege die Unterbringung in einer Kombination von selbständigem Wohnungen mit einer ambulanten Pflege erfolgt. Bei einem Einsparpotenzial von 1.500 Euro pro Monat könnten bei 30.000 weniger stationären Pflegefällen mehr als 500 Mio. Euro pro Jahr an Pflegekosten gespart werden. Loewenstein: „Die ursprünglich vorgesehenen 100 Mio. Euro Fördermittel für altersgerechte Wohnungen sind gut investiertes Geld. Wir appellieren an die Bundesregierung, bei der anstehenden Reform der Pflegeversicherung die Situation auf dem Wohnungsmarkt nicht außer Acht zu lassen.
Ein Beitrag für ReiseTravel von Edelgard Richter / Dela Press
Edelgard Richter berichtet aktuell zum Thema: Berlin & Brandenburg intern
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