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Zukunft von Dienstleistungen
Der Bundesverband für Großhandel, Außenhandel. Dienstleistungen e. V. (BGA) und der Verband der Vereine Creditreform e.V. haben im Juli 2011 zum zweiten Mal bei unternehmensnahen Dienstleistungsunternehmen eine Umfrage zur Lage und den Perspektiven durchgeführt. Die aktuelle Geschäftslage wird von fast zwei Dritteln der Unternehmen mit gut bewertet, während nur noch vier Prozent die Lage als schlecht einschätzen. Professor Dr. Helmut Rödl von Creditreform führte dazu aus: „Für die kommenden zwölf Monate erwarten die unternehmensnahen Dienstleistungsunternehmen eine weiterhin positive Entwicklung. Diese Entwicklung, verbunden mit der Erwartung einer verbesserten Auftragslage, führt bei den Unternehmen zu einer deutlich stärkeren Tendenz, die Beschäftigung auszuweiten. Fast 40 Prozent der Unternehmen wollen ihre Belegschaft aufstocken. Drei Zweige konnten das Vorkrisenniveau überschreiten: Finanzdienstleistungen, Facility Management und Servicedienstleistungen. In zwei weiteren Bereichen ist das Vorkrisenniveau fast wieder erreicht: Informationstechnologie sowie Medien und Marketing“. Nur im Logistiksektor war keine Aufwärtsentwicklung zu erkennen. Weiter erklärte Professor Dr. Rödl: „Die vielfach vorgebrachte Befürchtung, dass die deutsche Wirtschaft von der seit 1. Mai 2011 geltenden vollständigen Dienstleistungs- und Arbeitnehmerfreizügigkeit nachteilig getroffen werde, wird von den Dienstleistungsunternehmen nicht bestätigt“. Lediglich zwei Prozent der befragten Unternehmen wollen aus dem Ausland Arbeitskräfte anwerben. Auch die Finanzierung bleibt weitgehend entspannt; die Unternehmen stützen sich auf ihre Eigenfinanzierung. Das sind gute Aussichten für die Zukunft.
Wirtschaftliche Entwicklung und Eurobonds
Zum Thema Eurobonds äußerte sich der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (BGA), Anton Börner. „Aus der Schuldenfalle kommen wir nur mit Wachstum heraus. Das aber erfordert ruhiges Fahrwasser auf den Kapitalmärkten. Ein Nullwachstum wäre bei steigenden Zinsen bereits katastrophal. Bei Nullwachstum zu versuchen, sich gesund zu sparen, bedeutet ein Totsparen und führt zum Staatsbankrott“, warnte Börner. Unverzichtbar für Deutschland und andere bonitätsstarke Länder seien strikte Auflagen für Eurobonds, wie eine verfassungsmäßige Schuldenbremse, die Modernisierung der Verwaltungen und eine Flexibilisierung der Arbeitsmärkte, einhergehend mit der Verbesserung der beruflichen Ausbildung. Verletzt ein Land diese Auflagen, insbesondere die Schuldenbremse, müsse es sein Stimmrecht in Europa ohne Wenn und Aber verlieren. „Unter diesen strengen Auflagen kosten Eurobonds weniger als die Alternativen. Dann vertiefen sie auch nicht die Haftungsunion, in der wir schon längst sind. Sie sind dann auch ordnungspolitisch vertretbar, weil sie ein starkes Instrument sind, um den Märkten zu signalisieren, dass sie viel Geld verlieren, wenn sie dagegen halten und damit die Krise verschärfen“, so der BGA-Präsident. „Wir appellieren an die Politik, ihren Primat einzufordern und mutig und entschlossen die Märkte zu disziplinieren“, forderte Börner.
Ein Beitrag für ReiseTravel von Edelgard Richter / Dela Press
Edelgard Richter berichtet aktuell zum Thema: Berlin & Brandenburg intern
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