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Laufend unterwegs
Für die wachsende Gruppe der Läufer und Jogger haben sich die Best Western Hotels in Deutschland etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Deutschlands größte Hotelgruppe hat für ihre laufbegeisterten Gäste das Laufbuch „Laufend unterwegs" herausgebracht, in dem 90 Laufstrecken in ganz Deutschland zusammengestellt sind, die alle direkt an den Hotels starten. Außerdem finden sich in dem druckfrischen Buch viele Tipps für das Laufen auf Reisen des FOCUS-Redakteurs und Laufexperten Peter Hinze.
Laufen boomt

In Deutschland gibt es rund 20 Millionen Läufer und knapp zwei Millionen Marathonläufer. Und die Gruppe der Lauf begeisterten wächst von Tag zu Tag. Ob privat oder geschäftlich: Hotelgäste sind auch auf Reisen auf der Suche nach schönen Joggingstrecken am Reiseziel. Am liebsten starten sie direkt am Hotel auf einem sicheren und schönen Parcours. Gäste der Best Western Hotels brauchen ab sofort bei ihrem Aufenthalt im Hotel nicht mehr auf das morgendliche Lauftraining verzichten. Die Best Western Hotels in Deutschland haben ein eigenes Laufbuch für ihre laufbegeisterten Gäste publiziert. „Laufend unterwegs" heißt das Buch, in dem 90 Laufstrecken in ganz Deutschland zusammengestellt sind: Sowohl in den größten Metropolen als auch in kleineren Städten und schönsten Feriengebieten in Deutschland. Alle Strecken aus dem über 100-Seiten starken Buch starten direkt an Best Western Hotels. Darunter finden sich echte Geheimtipps: Selbst an Standorten, an denen man zunächst keine geeignete Strecke erwarten würde, hat die Hotelgruppe interessante Routen für Läufer entdeckt. Interessante Tipps zum Thema „Laufen auf Reisen" werden in „Laufend unterwegs" von FOCUS-Redakteur und Laufexperte Peter Hinze beschrieben, der in diesem Buch mit einem eigenen Artikel vertreten ist.
Egal, ob Gäste vor dem Frühstück aktiv werden wollen, mitten im Marathontraining stehen oder einfach Hobbyläufer sind, die von dem schönen Virus „Laufen" angesteckt wurden: In Best Western Hotels finden Gäste nun einen idealen Laufparcours direkt vor der Haustür. Alle veröffentlichten Laufrouten wurden von ambitionierten Joggern getestet: Hoteldirektoren, aber auch sportbegeisterte Gäste bis hin zu Marathonprofis haben sich die Läuferschuhe angezogen und die Strecken detailliert aus Läufersicht beschrieben. Wichtige Laufinformationen wie Länge der Strecke, welche Steigungen sind zu überwinden oder aber ist die Strecke beleuchtet oder nicht wurden alle aufgenommen. Auch Fragen wie: Welchen Untergrund hat Ihre Strecke? Laufen Sie auf Asphalt, auf Feld- oder Waldwegen? werden für jede Strecke im großen Best Western Laufbuch beantwortet.
Für die „laufenden" Gäste haben sich Best Western Hotels aber noch mehr einfallen lassen. Ganz nach dem Motto „Läufer herzlich willkommen" finden sich in den Hotels detaillierte Karten mit Informationen zur jeweiligen Laufstrecke. Außerdem werden Jogger nach ihrem Lauf mit Handtüchern, Getränken oder auch einem Müsli-Powerriegel oder frischem Obst begrüßt. Viele der Hotels bieten zudem gemeinsame Lauftreffs, bei denen mehrere Gäste ihren Lauf in der Gruppe absolvieren können. Von Anke Cimbal.
Laufend unterwegs Peter Hinze, Best Western Hotels Deutschland GmbH, D-65760 Eschborn, www.bestwestern.de
Das Buch ist in allen Best Western Hotels Deutschland erhältlich.
Eine Frage der Haltung
Der Skispringer Helmut Recknagel war einer der ersten Sportstars Deutschlands. Er war jung, attraktiv, erfolgreich. Fans und Medienvertreter drängten in die Nähe des Mannes, der zwischen 1957 und 1963 auf fast jeder Sprungschanze siegte.
1957 gewann er als erster Nicht-Skandinavier am Holmenkollen in Oslo. Er holte 1960 Olympiagold in Squaw Valley in den USA und wurde 1962 Weltmeister in Zakopane. Dreimal gewann er die berühmte Vierschanzentournee ... Sieben Jahre lang bestimmte der Mann aus Thüringen das Niveau des Skispringens. Mit Ehrlichkeit und Ehrgeiz errang er die größten Erfolge, wurde dafür bewundert und geachtet. Besonderen Respekt zollte man ihm jedoch für sein Auftreten. Mit Augenmaß und Charakter gelang es ihm in der Hochzeit des Kalten Krieges Grenzen zu überspringen. So kam es, dass er bei den Olympischen Winterspielen von 1960 der gesamtdeutschen Mannschaft die Fahne ins Olympiastadion vorantragen durfte.
Helmut Recknagel , geboren 1937 im Haseltal in Thüringen, stammt aus bescheidenen Verhältnissen. Nach dem Krieg begann er mit dem Sport. Er wurde gefördert von seinem Vater, entdeckt von Fritz Pfannschmidt und schließlich von Hans Renner trainiert. Der stellte ihm 1954 die Aufgabe, in vier Jahren unter die ersten zehn Springer der Welt zu kommen. Mit Talent, Ausdauer und Fleiß schaffte er das. Nach seiner aktiven Sportlerlaufbahn studierte Recknagel Veterinärmedizin in Berlin. In der Wende verlor er seinen Job, war kurze Zeit arbeitslos. Mit 60 wagte er den wohl riskantesten Sprung seines Lebens: den in die Marktwirtschaft als Unternehmer. Er gründete ein Sanitätshaus in Berlin, das inzwischen mehrere Dependancen hat. In allem, was er tat, bewies er Haltung. Auf der Schanze wie im Leben. Nun erschien, anlässlich seines 70. Geburtstages am 20. März, ein Buch über sein spannendes Leben. In seinen vorliegenden, reich bebilderten Erinnerungen lernt man einen äußerst sympathischen, witzigen und zugleich nachdenklichen Mann kennen. Mit vielen interessanten Details über den Sport ist das Buch auch für Skisprung-Fans späterer Generationen ein Muß.
Helmut Recknagel : Eine Frage der Haltung Erinnerungen, Verlag Das Neue Berlin, ISBN 978-3-360-01298-2, www.eulenspiegel-verlag.de
Meine zwei Halbzeiten
Jörg Berger hatte Angst: Fußball-Trainer Jörg Berger ist nach eigenen Angaben nach seiner Flucht aus der DDR von der Staatssicherheit vergiftet worden. Auf ihn seien rund 30 Stasileute angesetzt gewesen, die seine Rückführung per Entführung planten, berichtete Berger in einem Interview. „Das weiß ich aus Akteneinsicht“, erklärte Berger.
Als die Entführung gescheitert sei, seien Reifen seines Autos zerstochen worden, und ein Rad habe sich bei Tempo 160 auf der Autobahn gelöst. "Das Schlimmste: eine Schwermetallvergiftung. Jemand aus meinem Umfeld hatte mir unbemerkt dosiert Gift verabreicht", so Berger. Er habe nicht mehr laufen und nichts mehr greifen können. „Es dauerte ein Jahr, bis das Gift abgebaut war“, sagte der 64-Jährige, der sieben Bundesligisten trainierte. Die DDR habe er 1979 verlassen, weil er Bevormundung hasse, sagte Berger. Er habe ein Spiel in Jugoslawien benutzt, um sich abzusetzen. In der Botschaft der Bundesrepublik in Belgrad sei er mit einem Pass mit falschem Namen und einem Bahnticket nach Frankfurt am Main ausgestattet worden. Dennoch habe er auf der Reise große Angst gehabt. Ein jugoslawischer Grenzer habe ihn erkannt, aber nicht verraten und ihm viel Glück im Westen gewünscht. „Dieser Mann hat mein Leben gerettet. Ich habe ihn nach 1989 gesucht, aber vergeblich!“ Im März 1990 war er wieder in der DDR und trat in der neuen TV-Show „Sport-Party“ auf, ausgestrahlt vom DDR-TV 2. Hier berichtet er erstmals über sein Leben, in Ost und in West.
Bergers Buch schildert ein Leben in zwei Deutschlands. Offen und ohne Bitterkeit, lebendig und voller Anekdoten. Von Geru.
Meine zwei Halbzeiten – Ein Leben in Ost und West von Jörg Berger, ISBN 978-3-498-00654-9, Rowohlt Verlag, www.rowohlt.de
Das Buch kostet im Buchhandel 19,90 Euro.












