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Europa

 

Peter Scholl-Latour Der Weg in den neuen Kalten Krieg

 

Nach dem Ende des Kalten Krieges und dem Zusammenbruch der Sowjetunion trat der Westen als Sieger der Geschichte auf.

 

 

Einer der wenigen, die die westliche Hybris von Anfang an mit Skepsis beobachtet haben, ist Peter Scholl-Latour. In seinem neuen Buch beschreibt er den Weg in einen neuen Kalten Krieg zwischen Washington und seinen euro­päischen Partnern auf der einen, Moskau, Peking und der islamischen Welt auf der anderen Seite. Dieses multipolare Ringen um Vormacht kann der Westen nur verlieren. Frühzeitig hat Deutschlands erfahrenster Kommentator des Weltgeschehens vor der Isolation Rußlands, der Explosivität des Nahen und Mittleren Ostens, der Herausforderung durch China und der Überdehnung der westlichen Kräfte gewarnt. Auch die aktuellen Konflikte im Kaukasus, in Pakistan, im Iran oder im Osten Afrikas hat er seit langem vorausgesehen. Wie immer zeichnen sich Peter Scholl-Latours Analysen durch profunde Kenntnis der geschilderten Länder und Kulturen sowie durch geradezu prophetische Urteilskraft aus. Zusammenhänge, die die Medien übersehen oder unterschlagen - hier werden sie deutlich. Dramatische Veränderungen des globalen Machtgefüges - hier werden sie erklärt. Mit der ihm eigenen Unbestechlichkeit kommentiert Scholl-Latour die an­geschlagene Weltmachtrolle Amerikas und die schwere Hypothek, mit der der nächste US-Präsident sein Amt antritt. Für den Provinzialismus der Europäer inmitten einer Welt, die sich immer rascher von den vertrauten Szenarien des 20. Jahrhunderts entfernt, findet er besonders kritische Worte. Jede Zeile des Buches spiegelt auf einzigartige Weise die sechzigjährige Erfahrung des Autors als Chronist der Weltpolitik. Von Juliane Bruemmer.

 

Peter Scholl-Latour Der Weg in den neuen Kalten Krieg, ISBN 978-3-549-07357-5, Propyläen Ullstein Buchverlage GmbH, www.rowohlt.de

 

Das Buch kostet im Buchhandel 24,90 Euro.

 

 

 

Der Einbrecher - König 

 

Ein Leben wie ein Krimi: Ernst Stummer, legendärer Wiener Einbrecherkönig, der in vielen Teilen Europas Spuren hinterließ, darunter Deutschland und Österreich, legt seine Lebensbeichte ab. Eine Autobiografie, spannender als jeder Krimi!

 

 

Flucht nach Thailand, mehrere Ausbrüche aus dem Gefängnis, gesucht über die TV-Sendung Aktenzeichen XY, aber auch eine Klage gegen die Republik Österreich vor dem Europäischen Gerichtshof, um in Einbrecher-Pension gehen zu können - es gibt nichts, das der in Wien geborene Bäcker Ernst Stummer in seinem Leben ausließ. Aufgewachsen unter schwierigen Verhältnissen im Zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeit, brachte es Stummer bald im Einbrechen zu wahrer Meisterschaft. Allerdings - und das unterscheidet ihn von einem herkömmlichen Kriminellen - achtete Stummer immer sehr genau darauf, einem Bedürftigen nicht etwas wegzunehmen. Die Beute verschenkte er zum Teil, zum Teil investierte er sie in seine Firmen, die sich mit Partnervermittlung und Hostessenservice beschäftigten. Dass er damit Zielscheibe der in den Siebziger- und Achtzigerjahren aktiven Sex-Mafia wurde, darf wohl nur mehr als Tüpfelchen auf dem I eines außergewöhnlichen Lebens bezeichnet werden. Akribisch hat Stummer über sein spannendes, ja unglaubliches Leben Buch geführt. Die Erinnerungen entstanden großteils während Gefängnisaufenthalten und wuchsen zu einem - in Wien inzwischen legendären - mehr als 1.000 Seiten umfassenden Manuskript an. Dieses wurde von Stummers Co-Autor nun zu einer packenden Autobiografie zusammengefasst. Seine Lebensbeschreibung liest sich wie ein Krimi - mit dem Unterschied, dass sie den Tatsachen entspricht. Außerdem bietet sie ein interessantes Stück Zeitgeschichte vom Zweiten Weltkrieg bis heute. Wer weiß, vielleicht war er ja auch schon in Ihrer Wohnung.

Der Autor: Reinhard M. Czar, geboren 1964 in Graz. Studium der Germanistik und klassischen Philologie. Lebt und arbeitet als Journalist und Schriftsteller in Graz. Von Carina Spielberger.

 

Der Einbrecher-König von Ernst Stummer / Reinhard M. Czar, ISBN 978-3-85365-236-7, V. F. Sammler Graz, www.stocker-verlag.com  

Das Buch kostet im Buchhandel 19,90 Euro.

 

 

 

Österreich für Deutsche

 

Österreich wird von Deutschen im Süden verortet; das ist nicht ganz falsch, trifft den Sachverhalt aber nur sehr ungenau. Ein Blick auf die Karte zeigt, dass Österreich vor allem im Os­ten liegt. Wien liegt nördlich von München, aber östlich der Oder-Neiße-Grenze, sogar östlich der kroatischen Hauptstadt Zagreb.

 

Deutsche meinen, die Österreicher zu kennen: Je mehr man miteinander redet, desto gründlicher missversteht man einander. Mit einem Österreich-Führer der besonderen Art nähert sich Norbert Mappes-Niediek, der seit vielen Jahren in Österreich lebt und auf vielfältige Erfahrungen aus dem Alltagsleben zurückgreifen kann, dem Nachbarland. Er beschäftigt sich mit dem besonderen Nationalgefühl, dem eigenartigen politischen System, mit Erziehung und Sozialwesen.

In Wien wird es abends etwa eine Stunde früher dun­kel als in Köln. Das gliedert den Tag ganz anders: Geschäfte offnen morgens um acht, und es gilt als unhöflich, abends nach 21 Uhr bei Bekannten anzurufen - während Österreicher nichts dabei finden, ausländische Mitbürger aus Deutschland morgens um sieben aus dem Bett zu klingeln. Österreich er­streckt sich von West nach Ost, und das fast ebenso weit wie Deutschland von Nord nach Süd: Die Luftlinie von der liechtensteinischen Grenze im Westen zur slowakischen im Nord­osten ist ungefähr so lang wie die Strecke Hamburg-Mün­chen. Ebenso lange wie die Autofahrt zwischen den beiden Großstädten in Deutschland dauert die Reise von Graz nach Bregenz: etwa 7,5 Stunden. Noch östlicher als beim bloßen Blick auf die Karte ist das Land, wenn man die Einwohnerzahlen hinzunimmt: Sieben von acht Österreichern leben in einem der sieben Bundesländer östlich von Bayern.

Wer aus Österreich nach Deutschland geht, geht in der Um­gangssprache nach „draußen“. Dahinter steckt die Vorstellung von Österreich als einer Art Innenraum und von Deutschland als der großen Welt - das Nachbarland ist für viele Österrei­cher, auch wenn sie es auf Nachfrage ungern zugeben, ein bisschen Amerika. „Draußen“ meint nicht exklusiv Deutsch­land; auch wer nach Frankreich oder nur nach Tirol zieht, geht nach „draußen“. Wo das Drinnen aufhört und das Draußen anfängt, hängt vom Horizont des Sprechers ab. Nicht nach „draußen“, sondern nach „unten“ geht dagegen, wer nach Kroatien oder gar nach Serbien reist. „Unten“ ist der Balkan nicht, weil der Süden auf Landkarten eben weiter unten abge­bildet wird - denn dann müssten Deutschland oder Tschechien ja „oben“ liegen, was sie in der Alltagssprache aber nicht tun. Hinter der symbolischen Verortung steht wohl eher die Vor­stellung von Wien als dem Kopf Südosteuropas - dem von der Masse des Leibes aus gesehen entlegenen, aber auch überlege­nen, steuernden Körperteil. Österreich verkaufte es früher gern als seine „Mission“ und, wie es in der Nationalhymne heißt, „hohe Sendung“, den Berg- und Steppenvölkern des Ostens die Zivilisation zu bringen. „Unten“ haben viele Österreicher ihre familiären Wurzeln. Auf Freudsche Gedanken kann man kom­men, wenn sie fürchten, dass bei der EU-Osterweiterung „alles von unten aufikommt“.

Norbert Mappes-Niediek, Jahrgang 1953, lebt seit 1992 als freier Korrespondent für Österreich und Südosteuropa mit Frau und zwei Kindern in einem Dorf in der Steiermark. Von Edda Fensch.

 

Österreich für Deutsche – Einblicke in ein fremdes Land von Norbert Mappes-Niediek, Ch. Links Verlag Berlin, ISBN 978-3-86153-454-9, www.linksverlag.de

 

Das Buch kostet im Buchhandel 16,90 Euro.

 

 

Der Gentleman 

 

Über Geschmack lässt sich streiten – über wahren Stil nicht. Einen Gentleman erkennt man sofort an seinem souveränen Auftreten, seinem Charme und seiner sorgfältig gewählten Garderobe. Und vielleicht machen Kleidung und Stil ja den entscheidenden Unterschied, wenn es darum geht, beruflich erfolgreich und privat anerkannt zu werden.

 

   

  

Der Gentleman bietet Informationen über stilbildende Idole, Ratschläge für individuelle Kombinationen von Mustern und Materialien, Stoffen und Farben, und verrät darüber hinaus zahlreiche Styling-Tipps und Einkaufsadressen. Von der Krawatte bis zum Schuh, von den Boxershorts bis zum Smoking – alles, was der Mann für den eleganten Auftritt braucht, wird detailliert erläutert, reich illustriert und mit so mancher Story über berühmte Gentlemen garniert. Das Buch ist Bestseller und Klassiker zugleich. Seit nunmehr zehn Jahren ist es ein bewährter Ratgeber und anerkanntes Standardwerk in Sachen Stil und Qualität. Übersetzt in 18 Sprachen und von Fachleuten wie Lesern gleichermaßen gelobt. Die vorliegende Ausgabe wurde grundlegend überarbeitet, komplett neu gesetzt und vielfach ergänzt.

Bernhard Roetzel, Jahrgang 1966, ist Buchautor, Journalist und einer der besten Kenner des klassischen Gentleman-Stils in Deutschland. Er hat mehrere Bücher zum Thema verfasst und schreibt regelmäßig für deutsche und internationale Zeitschriften. In der Textilbranche ist er ein gefragter Referent, Trainer und Berater. Im TV und Radio gibt er fachkundige und unterhaltsame Interviews zu Fragen des Stils und der Bekleidung und analysiert dabei auch z.B. das Erscheinungsbild und den Stil von Politikern und anderen prominenten Persönlichkeiten. Von Nadja Djukic.

 

Der Gentleman – Handbuch der klassischen Herrenmode von Bernhard Roetzel, h.f.ullmann Verlag Königswinter 2009, ISBN 978-3-8331-5269-6, www.ullmann-publishing.com -  www.puetz-kommunikation.de

 

Das Buch kostet im Buchhandel 19,95 Euro.

 

 

Das Getreideparadies

 

Sicco Mansholt hatte einen Traum: Nie wieder einen Hungerwinter! Seine Familie stammte aus dem Oldambt am Dollart, der Kornkammer der Niederlande, wo er zu Beginn des 20. Jahrhunderts Armut, Reichtum und soziale Missstände erlebte. Als er nach dem Zweiten Weltkrieg Landwirtschaftsminister der Niederlande und schließlich EWG-Agrarkommissar wurde, versuchte er, die europäische Landwirtschaft krisenfest zu machen, und unterwarf sie rigiden planwirtschaftlichen Vorga­ben. Die Marktmechanismen wurden mit Agrarsubventionen weitgehend ausgeschaltet. Butterberge und Milchseen entstanden. Mansholt entfachte den Zorn der europäischen Bauernschaft, hielt aber verbissen an seinen Überzeugungen fest - bis die Umweltbewegung und mit ihr die junge Petra Kelly in sein Leben traten.  

 

 

Mit leichter Feder erzählt der niederländische Erfolgs­autor Frank Westerman die Geschichte dieser europäi­schen Kulturlandschaft, die einst dem Meer abgetrotzt und nun wieder geflutet wurde. Aufs engste mit dieser Landschaft verwoben sind die Schicksale ihrer Bewoh­ner und Bezwinger, die Westerman in drei dramatischen Familiengeschichten über Jahrzehnte verfolgt. Seine li­terarische Reportage ist ebenso unterhaltsam wie span­nend geschrieben. Am Beispiel des Oldambt, der einstigen Kornkammer der Niederlande nahe der deutschen Grenze, erzählt Frank Westerman die Geschichte einer europäischen Kulturlandschaft, die im Strudel der Ereignisse des letz­ten Jahrhunderts zerrieben wird. Über Generationen Stück für Stück dem Watt abgerungen, wird sie am Ende wieder geflutet. Westerman folgt dem Schicksal ihrer Bewohner und Bezwinger durch die Jahrzehnte, darunter auch dem der Familie des Sicco Mansholt, der zum »Architekten der Brüsseler Landwirtschaftspolitik« werden sollte. Bäuerliches Sentiment und Tradition wollte er durch Modernität und Rationalität ersetzen, landwirtschaftliche Flächen kollektivieren und eine Politik der Marktregulierung durchsetzen. Die Folge waren Butterberge und Milchseen und Agrarsubventionen, die den EU-Haushalt dramatisch überforderten. Erst als die Umweltbewegung und die junge Petra Kelly in sein Leben traten, hielt Mansholt inne und bekannte, man habe „die Harmonie in der Natur zerstört“.

Als Königin Beatrix 2005 mit einem Handgriff eine 1.200 Fußballfelder große Weide- und Ackerfläche unter Wasser setzt und damit den Grundstein legt für die „Blaue Stadt“, eine futuristische Wasserstadt, droht das kollek­tive Gedächtnis gleichsam mit ertränkt zu werden. Frank Westerman hat die Erzählungen und Anekdoten, das große und das kleine Leben der Menschen des Oldambt bewahrt. Er rührt mit seiner fakten- und erkenntnisreichen Reportage an viele „ewige Fragen“ wie das Verhältnis von Fortschritt und Tradition, Natur und Kultur, Stadt und Land.

Frank Westerman, Jahrgang 1964; Studium der Hydrotechnologie an der Landwirtschaftli­chen Universität Wageningen; Arbeit als Entwicklungshelfer und freier Journalist u.a. in Kamerun, Kuba, Mexiko, Sierra Leone und Jugoslawien; 1997-2000 Korrespondent in Moskau.

 

Die Ems Dollart Region (EDR) ist die nördlichste europäische Grenzregion entlang der deutsch-niederländischen Grenze. Sie wurde 1977 gegründet. Dem Zweckverband EDR gehören über 100 Mitglieder an: öffentlich-rechtliche Organe aus den Provinzen Groningen, Drenthe und Friesland sowie aus Ostfriesland, dem Emsland, dem Cloppenburger Raum sowie angrenzenden Gebieten. Im Laufe der Zeit entstanden zahlreiche Kontakte und Netzwerke zwischen den Menschen, Unternehmen und Organisationen beiderseits der europäischen Binnengrenze. Bei den enger werdenden und intensiveren Kontakten und Kooperationen stellt man jedoch auch fest, dass es weiterhin Hindernisse gibt, die es zu überwinden gilt. Unterschiedliche Gesetze sind hierbei die größten Hürden, aber auch die jeweils andere Kultur mit eigenen Umgangsformen kann das deutsch-niederländische Miteinander erschweren. Die EDR hat sich als erste Adresse für alle Fragen bezüglich der grenzübergreifenden Zusammenarbeit in der Region etabliert. Für die Zukunft gilt es weiterhin, die Vorteile eines zusammenwachsenden Europas zu erkennen und zu nutzen.  

 

Zur Präsentation seines Buches, führte der Autor Frank Westermann persönlich durch diese Region. Beginnend in Ditzumerhammrich, Geburtshaus von Derk Mansholt über Stocksterhorn, wo der „Herrenbauer“ Boelo Litje Tijdens im Buch vorkommt bis hin in die „Blaue Stadt“ am Oldambtsee. Eine nachhaltige Führung durch eine interessante Region, die auch jederzeit touristisch besucht werden kann. www.edr.eu

 

Das Getreideparadies von Frank Westermann, Ch. Links Verlag Berlin, ISBN 978-3-86153-550-8, www.linksverlag.de

 

Das Buch kostet im Buchhandel 19,90 Euro.

 

  

Die Provence

 

Die Provence lockt nicht nur mit dem ländlichen Charme einer einzigartigen Landschaft, die sich zwischen azurblauen Küstenabschnitten und steilen Gebirgszügen entfaltet. Es ist das unvergleichliche provenzalische Licht, das Künstler seit Jahrhunderten fasziniert und inspiriert.

 

   

Die Provence mit seinem besonderen Licht und seinen duftenden Lavendelfelder begeistert und fasziniert Touristen und Maler gleichermaßen. Angezogen durch das Wirken von Paul Cezanne schufen Vincent van Gogh und Paul Gauguin hier leuchtende, farbintensive Gemälde, die der Entwicklung der modernen Malerei entscheidende Anregungen gaben. Die Impressionisten und Nachimpressionisten wie Claude Monet, Auguste Renoir und Paul Signac verewigten in ihren Bildern das mediterrane Licht. Legendär sind auch die regelmäßigen Mal-Aufenthalte von Pablo Picasso und Henri Matisse an der Cote d'Azur.

Das Buch ist eine Reise durch die Provence. Die Provence lockt nicht nur mit dem ländlichen Charme einer einzigartigen Landschaft. Es ist das unvergleichliche provenzalische Licht, das Künstler seit Jahrhunderten fasziniert und inspiriert hat. Angelockt durch das Wirken von Paul Cezanne schufen Vincent van Gogh und Paul Gauguin leuchtende und farbintensive Gemälde und vermittelten damit das Lebensgefühl einer Landschaft. Die Impressionisten und Nachimpressionisten wie Claude Monet, August Renoir und Paul Signac verewigten in ihren Bildern das mediterrane Licht. Legendär sind auch die Mal-Aufenthalte von Pablo Picasso und Henri Matisse an der Côte d'Azur. Der Band enthält Bildern von Pierre Bonnard, Georges Braque, Paul Cézanne, Marc Chagall, André Derain und vielen mehr.
Dieser hervorragend bebilderte Band: Die Provence - Eine Landschaft und ihre Maler, lädt ein zu einer faszinierenden Reise in die Provence, wie die großen Maler sie sehen. 


Die Provence - Eine Landschaft und ihre Maler, Belser Verlag, ISBN 978-3-7630-2529-9, www.belser-verlag.de

 

Das Buch kostet im Buchhandel 39,90 Euro.

 

Der Mittelaltermann

 

„Dieses Buch sollte nur Erwachsenen unter die Augen kommen“, warnt der Einbanddeckel des Bestsellers von Autor Klaus Fischer „Der Mittelaltermann“. Kein besserer Kenner der Bier- und Eugenspiegelmaterie als Eberhard Schollmeier hätte den Part des Vorlesers im Berliner Cafe Sybille übernehmen können: Stammt doch der Gambrinus des Berliner Bierfestivals höchstselbst aus Thüringen, der Urheimat des Mittelaltermannes.

 

 

 

Buchlesung im Cafe Sybille: Autor Klaus Fischer (l.) und Vorleser Eberhard Schollmeier

 

Erzählt wird derbdrollig, sittsam und offen über URIAN aus Jena. Doch, obwohl sich sein Name vom Teufel herschreibt, ist dieser Bursche ein Gutmensch gewesen. Manches in seinem Leben ist verwirrend, ohnglaublich und auch mal unbegreiflich und kaum stimmig, aber, es war wohl so gewesen. Niemand seines Umfeldes wusste in jener Zeit von Urianen alles. Die Leute behausten gemarkig ihre Schollen im Saale-Tal oder Häuser in den verwinkelten Gassen, jeder kümmerte sich meistens um sich und die Seinen. Genaues kannte selten wer, geschweige ahnte man, was der Urian alles sehen, hören, schmecken, riechen und fühlen hat gemußt. Die Mär kündet von einem, der vieles war und sein Lebtag Erlebnisse anhäufelte, die wohl kaum einem anderen Manne vor und nach ihm begegneten. Nichts menschliches, auch nichts unmenschliches, blieb ihm fremd. Alles wurzelt hierzulande im Dasein. Was ihn umgab und lenkte, waren die Wohllust und -last – meistens der anderen. Umher verdampften auf den Wirtshaus-Tischen Pfützen von Bier, Wein und Schnappiß, geschwängert von Braten-Glut und Pfeifen-Qualm. Aus den unteren Gefilden stieg Stank auf, vermischt mit Lenden-Dämpfen. Es war halt der Leibs-Dunst des Mittelalters, der noch viel mehr in seinen Falten und Runzeln hatte. Das Geschnäuf seiner Zeit waberte um Urahn Urian. In all diesen Läufften mußte er sich allweil zurechte finden als ein echter Schnapphans.
Ein empfehlenswertes Buch, reich bebildert und mit sachlichem Anhang für Einheimische wie Touristen.

Porträt Klaus Fischer

Die Idee zum MITTELALTERMANN hatte der Journalist Fisch schon, als er 1990 „Sagenhaftes Thüringen“ schrieb und sich in die mittelalterlichen Zeiten versetzt und belesen hatte. Dann kam sein Buch „Sagen - neu erzählt für Leute von heute“ heraus. Seitdem ging er schwanger mit diesem liebenswertem Kerl im Wanste, der sich über die Jahre entwickelte. Er sollte Unglaubliches erleben und dem Leser derbdrollig, witzig und verblüffend offen bisher Unbekanntes überliefern. Urians leutlich Erlebtes ist eine Mischung aus Simplicissimus, Eulenspiegel und Münchhausen. Was wahr, was geflunkert ist – der Autor weiß es selbst kaum noch.
Neu auf dem Markt gibt es nach Texten von Fisch inzwischen ein HÖRBUCH „Sagenhaftes Thüringen“ mit Schauspieler Peter Bause und MDR-Moderatorin Janine Strahl. Dieses Ohrenkino soll jetzt als Halbstundenfeature an den Originalschauplätzen der Sagen mit den Vorlesern für das Fernsehen verfilmt werden. 

 

  

Der Mittelaltermann, von Klaus Fischer, Titelgrafiken von Peter Muzenieck, Amicus-Verlag, ISBN 978-3-939465-45-4; www.amicus-verlag.de

  

 

 

 

 

Das Buch kostet im Buchhandel 19,90 Euro.

 

 

 

 

Ein Beitrag für ReiseTravel von Günter Knackfuss.

 

  

Kalender

  

Für die 7. Auflage des Jugendprojektes Jungwinzerinnen Kalender haben es wieder zwölf Weingüter aus dem Burgenland, Niederösterreich, der Steiermark, Wien und erstmals aus Kärnten in den Kalender geschafft. Als „Kalender-Pate“ fungierte diesmal der "Winzerkönig" Harald Krassnitzer.

 

  

 

 

  

  

Maria Theresia f. Weingut Gritsch, Mauritiushof (Spitz/Donau NÖ), Kathrin f. Weingut Kiss (Jois Bgld.), Barbara f. Weingut Bauer (Feuerbrunn NÖ), Carina f. Weingut Fasching (Retz NÖ), Lisa Stadler (Neusiedl Bgld.), Anna-Maria Helm (Wien), Marion f. Pannonische Weingärten (Gols Bgld.), Elisa Frauwallner (St.Peter a.O. Stmk.), Eveline Grasmuck (Gamlitz Stmk.), Birgit Köck (Feldkirchen Kärnten), Anita Trabos (Gamlitz Stmk.), Melanie f. Weingut Gassler (Moschendorf Bgld.) machen beim Jungwinzerinnen Kalender für 2010 mit.

Dieses Jahr werden 3000 Exemplare (Stückpreis € 20,–) - dank Premiumsponsor Weinkellerei Lenz Moser AG (OÖ) und Generalsponsor Kreativ Consulting, - aufgelegt. Ein weiterer wichtiger Sponsor ist Raiffeisen.

Fesche Winzerinnen zwischen 18 und 26 Jahren können sich als Model für das Jugendprojekt "Jungwinzerinnen Kalender" 2011 unter e.ledermueller@aon.at mit einem aussagekräftigen Bild (Ganzkörperfoto) normal bekleidet bewerben.


Der Kalender ist so begehrt, dass bereits im Vorverkauf reißender Absatz herrschte; der Kalender ist mittlerweile ein Sammlerstück und seit Mitte Oktober vergriffen. Den aktuellen Kalender finden Sie auf: www.e-ledermueller.com.
  

Kontakt

 

KREATIV CONSULTING – Dr. Ellen Ledermüller-Reiner

Zum Alten Ziegelofen 128, A-2485 Wimpassing

Telefon: +43 2623 73858, e.ledermueller@aon.at

www.e-ledermueller.com

 

 

Operation Walküre

 

Stauffenberg und der 20. Juli 1944 – Drama und Mythos eines Schicksalstages: Am 20. Juli 1944 kurz nach 12.40 Uhr detoniert unter dem Kartentisch in der Lagebaracke der „Wolfsschanze“, dem „Führerhauptquartier“ in Ostpreußen ein Bombe.

 

 

Um kurz vor vier am Nachmittag des 7. Juni 1944 werden Oberst Stauffenberg und Generaloberst Fromm auf Hitlers Berghof vorgelassen. An SS-Wachen vorbei betreten sie die dreißig Meter lange Konferenzhalle im Erdgeschoss. Ein Raum mit hoher Kassettendecke, der an der Stirnseite von einem gewaltigen, neun Meter breiten, versenkbaren Fenster beherrscht wird, das einen weiten Blick auf den sommerlichen Untersberg erlaubt. Davor steht ein langer Tisch aus schwarzem Marmor, der das Alpen­panorama noch einmal reflektiert. Besucher, die den Raum betreten, nehmen Anwesende, die vor dem Fenster stehen, erst nur als Schattenrisse wahr. Eine bauchige Silhouette mit hohen Stiefeln und roten Generalsstreifen - das muss Keitel sein. Daneben Albert Speer, Reichsminister für Rüstung und Kriegsproduktion, den Ausdruck des ewigen Muster­schülers im Gesicht. Bei ihnen steht Hitler in seiner grauen Uniformjacke. Stauffenberg fixiert ihn. Seit neun Monaten plant er nichts anderes als den gewaltsamen Tod dieses Mannes - jetzt tritt er ihm zum ersten Mal gegenüber. Wird er den legendenumwobenen, angeblich so hypnotischen „Blick des Führers“ spüren? Wird ihn die Präsenz seines obersten Befehls­habers überwältigen, vielleicht sogar von seinem Vorhaben abbringen? Hitler ergreift Stauffenbergs Linke mit beiden Händen. Sie blicken sich in die Augen. Stauffenberg spürt - nichts. „Gar nichts! Wie hinter Schleiern!“, wird er später auf die ent­sprechende Frage seiner Frau antworten. Mit zitternder Hand verschiebt der Diktator Lagekarten auf dem Marmortisch. Eine schwache Persönlichkeit. Und nicht einmal wirk­lich gut bewacht, erkennt der Oberst. Die größte Schwierigkeit war es immer, direkten Zugang zu bekommen - jetzt sieht es so aus, als habe Stauffenbergs Versetzung dem Widerstand eine späte Trumpfkarte in die Hand gespielt. „Operation Walküre“ wird in die entscheidende Phase eintreten, und Stauffenberg hat nun eine klare Vorstellung davon, wer der Attentäter sein könnte: er selbst.

Tobias Kniebe, Jahrgang 1968, studierte Journalistik und Politik in München. Seit 1993 arbeitet er als Autor und Filmkritiker. Von Nele Herbst.

 

Operation Walküre von Tobias Kniebe, ISBN 978-3-87134-608-8, Rowohlt Berlin, www.rowohlt.de

 

Das Buch kostet im Buchhandel 19,90 Euro.

 

 

 

 Ach so ist das ?!

 

Lutz Hoff , bekannter Moderator und Fernsehliebling, hat ein vergnüglich zu lesendes Buch in der Rubrik »kurioses Wissen« geschrieben und knüpft dabei an seine erfolgreiche Fernsehquizsendung Schätzen Sie mal an. Seine munteren Plaudereien über abwegige Wissensdinge verbindet er mit Episoden aus dem eigenen Leben: so erfährt der Leser wie aus dem unbekannten Lutz B. Hoffmann der beliebte Fernsehmoderator Lutz Hoff wurde. Außerdem gibt er einen aus­führlichen Blick hinter die Kulissen des Showgeschäfts und klärt die Gerüchte um das Ende seiner belieb­ten Ratesendung Schätzen Sie mal, die auch nach der Wende noch so populär war, dass der MDR sie bis zum Frühsommer 1997 weiterführte.
Lutz Hoff, Moderator und Kabarettist. 1951 in Berlin geboren. Von 1984 bis 1997 moderierte er die TV-Quizshow „Schätzen Sie mal“ im DFF und anschließende im MDR, für den er als Redakteur und Moderator diverser Shows tätig war. Von Anja Lilie.

Lutz Hoff - Ach so ist das?! - Neunmalkluge Plaudereien mit Illustrationen von Barbara Henniger, ISBN 978-3-359-01685-4, Eulenspiegel Verlag Berlin.

http://www.eulenspiegel-verlag.de/


Das Buch kostet im Buchhandel 9,90 Euro.

 

Lang Lang – Musik ist meine Sprache

 

Schon als Zweijähriger bekommt Lang Lang von seinen Eltern ein Piano ge­schenkt

 

- und beginnt sofort zu spielen. Als er wenig später im Fernsehen Tom und Jerry bei der Aufführung eines rasanten Klavierkonzerts zusieht, gerät er endgültig in den Bann der Musik.

Er hat nur noch einen Wunsch: Er will ein großer Pianist werden. Stunden um Stunden verbringt er am Klavier. Während er die Stücke der Klassiker spielt, entfalten sich vor seinen Augen die bunten Geschichten, die er in seinem Leben vermisst. Denn sein Vater setzt alles daran, ihn zum Weltstar zu machen - und so besteht Lang Langs Kindheit vor allem aus Disziplin und harter Arbeit, immer mit der Angst im Nacken, durch das eigene Scheitern die Familie ins Unglück zu stürzen.

Dank seines Talents und seines Fleißes schafft er es, sein Klavierspiel so zu perfektionieren, dass er mit neun Jahren am Pekinger Konservatorium aufgenommen wird und nationale wie internationale Wettbewerbe gewinnt.

Die Welt öffnet sich ihm, und schließlich zieht er mit seinem Vater in die USA, wo ihm 1999 mit 17 Jahren der internationale Durchbruch gelingt. Die Geschichte einer einzigartigen Karriere und eine Hommage an die Faszination der Musik.

 

Lang Lang – Musik ist meine Sprache mit David Ritz, ISBN 978-3-550-08736-3, Ullstein Buchverlage GmbH Berlin, www.ullstein-verlag.de

 

Das Buch kostet im Buchhandel 22,90 Euro.

 

 

 

Führerlos

  

Das nationalsozialistische Deutschland verliert seinen „Führer“ – der Machtkampf beginnt.

 

 

Wer wird Hitlers Nachfolger? - Adolf Hitler stirbt am 8. November 1939 beim Anschlag im Bürgerbräukeller. Schon bald beginnt in der NS-Führungsriege ein Machtkampf: Propaganda­minister Joseph Goebbels hält sich an Eva Braun, die »Witwe des Führers«, und lässt die Ufa einen großen Hitler-Film drehen. Hermann Göring hingegen holt Kaiser Wilhelm zurück aus dem Exil, schließt Frieden mit den Westmächten und schenkt den Deutschen das Symbol ihrer Wiederkehr: den Volkswagen. Doch der Geist des Führers lebt weiter, und diejenigen, die sich dazu berufen fühlen, arbeiten immer noch an der Verwirklichung seiner Visionen. Eine spannende Was-wäre-wenn-Geschichte über die Mechanismen der Macht im NS-Staat.

ReiseTravel Fazit: Interessant, spannend geschrieben. Fiktiv bis zur vorletzten Seite.  

 

 

Wolfgang Brenner, geboren 1954 im Saarland, studierte Germanistik und Philosophie in Trier und Berlin. Seither arbeitet er als Schriftsteller und Journalist.

 

Führerlos – Roman von Wolfgang Brenner, edition q im be.bra verlag GmbH Berlin, ISBN 978-3-86124-622-0, www.bebraverlag.de

 

Das Buch kostet im Buchhandel 19,90 Euro.

 

 

 

Paul Grotes neuester Wein-Krimi aus Portugal

 

Der plötzliche Tod seines Onkels bringt den jungen Architekten Nicolas Hollmann in Bedrängnis: Weshalb erbt gerade er sein Weingut am Rio Douro? Soll  er seinen Beruf aufgeben und das Erbe in Portugal antreten?

 

Zumindest sollte er die Quinta besichtigen: Wie gefährlich die Reise wird, ahnt er nicht. Kaum angekommen, stößt Nicolas der erste Unfall zu. Dann tauchen die Weggefährten des Onkels ab, und seine ehemalige Lebensgefährtin bleibt unauffindbar. Zu allem Übel machen die Mitarbeiter Front gegen Nicolas. Kennen sie das Testament des „68ers“, wonach sie das Weingut erben, wenn Nicolas das Erbe ausschlagen sollte? Doch Nicolas - vom Portwein keinen blassen Schimmer - nimmt die Herausforderung an – besonders als er sich nach seinem zweiten „Unfall“ fragt, woran der Onkel wirklich starb. Von einem Weinkenner geschrieben und immer in einem anderen Land angesiedelt, geht es bei Paul Grotes Wein-Krimis vor allem um das Zusammenspiel von Wein, Kultur, Geschichte, Wirtschaft und Politik. „Der Portwein-Erbe“ ist der fünfte Roman seiner großen europäischen Wein-Krimi-Reihe.

Paul Grote, geboren 1946 in Celle, arbeitete 15 Jahre lang für Presse und Rundfunk in Südamerika. Dort lernte er die professionelle Seite des Weins kennen und machte den Weinbau zum Thema seiner Veröffentlichungen. Seit 2003 lebt Grote in Berlin und widmet sich dem Schreiben und der Ausrichtung von Weinseminaren. Weitere Informationen unter www.paul-grote.de

Bei dtv erschienen bereits die Bände aus Spanien („Rioja für den Matador“, dtv 20930) und aus dem Burgenland („Verschwörung beim Heurigen“, dtv 21018). „Ein süffiges Buch mit einem starken Abgang.“ Hannoversche Allgemeine über „Verschwörung beim Heurigen“. Paul Grote verlegt diesmal seinen kenntnisreichen Wein-Krimi ins Burgenland. Ironisch zeichnet er die coolen Event-Winzer, die vor lauter Posieren nicht mehr zum ernsthaften Arbeiten kommen. Von Daniela Wind.

 

Der Portwein-Erbe von Paul Grote, Kriminalroman, ISBN 978-3-423-21082-9, Deutscher Taschenbuch Verlag München, www.dtv.de

 

Inspiration – Ein perfektes Menü an einem perfekt gedeckten Tisch

 

Mit allen Sinnen genießen" lautet das Motto der Künstlerin und Gestalterin Irene Auer. In ihrem Buch Inspiration präsentiert sie 14 thematisch gestaltete Tische und über 40 dazu passende Rezepte, die Lust auf Dekoration und Kulinarisches machen.

 

Die Ideen für ihre Thementische holt sich Irene Auer aus der Natur. Jahres­zeiten und die fünf Elemente stehen im Vordergrund ihrer stimmungsvollen Tafeln und den darauf abgestimmten Gerichten. So serviert die Autorin am ganz in blau ge­haltenen und mit Seerosen geschmückten Wasser-Tisch rotes Meerbarbenfilet mit Kartoffelschuppen an Beluga-Linsen und Sojasprossen. Sommerlaune versprüht die Tafel, auf der die Gestalterin ihre Buttermilch-Kirsch-Terrine mit Kirschwas­sereis zwischen Sonnenblumen und fri­schen Früchten anrichtet. Neben den Re­zepten und innovativen Dekotipps gewährt Irene Auer in Inspiration Einblicke in ihr Naturhotel Waldklause und zeigt private Fotos aus dem Familienbetrieb.

Die nicht nur in Österreich bekannte Künstlerin und Gestalterin Irene Auer führt seit 2004 zusammen mit ihrer Familie das „Naturhotel Waldklause" im Ötztal. Neben der gesamten Inneneinrichtung des Hotels hat sie sich auch der Kreation von Menüs mit passenden Tischdekorationen verschrieben. Irene Auer begeistert sich seit langem für Natur und Spiritualität, was sich nicht nur in ihren Gemälden, sondern auch in den vorgestellten Thementischen widerspiegelt. Von Eva Mohr.

 

Irene Auer Inspiration - Ein perfektes Menü an einem perfekt gedeckten Tisch, UMSCHAU Buchverlag, Neustadt/Weinstrasse 2008,160 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag und Lesebändchen, ISBN 978-3-86528-632-1, www.umschau-buchverlag.dewww.mediakontakt-laumer.de  

 

Das Buch kostet im Buchhandel 34 Euro.

 

Boomerangs Flug


Vor vielen Jahren tauschte die erfolgreiche Julia ihre Heimat Deutschland gegen australische Sonne und regenwaldbedeckte Berge ein. Doch als ein mysteriöser Fremden Kontakt mit ihrer Tochter aufnimmt, beginnt das Grauen über die Familienidylle hereinzubrechen. Noch ehe sich die couragierte Mittvierzigerin versieht, befindet sie sich auf einer Odyssee durch rätselhafte Vorfälle, erschreckende Geheimnisse und verzweifelte Erkenntnisse, die Julia weit zurück in die Vergangenheit versetzt und in ein Grauen führt, das sie sich in ihren finstersten Träumen nicht vorzustellen gewagt hätte.

 

Es handelt sich bei Boomerangs Flug um einen Roman, der in Australien (Cairns) spielt und Elemente aus Deutschland mit australischem Hintergrund im Rahmen eines Krimis/Thrillers vereint. Die Jury, bestehend aus Rainer Groothuis (Geschäftsführer von Deutschlands größter Agentur für Marketing und Kommunikation in der Buchbranche Groothuis, Lohfert, Consorten), Kirstin Landt (Leiterin der deutschlandweit größten Thalia-Buchhandlung in Hamburg) und Anne Tente (Literaturwissenschaftlerin und Lektorin für Belletristik beim Heyne Verlag) urteilte: "Sehr gelungen! Boomerangs Flug ist nicht nur ein Krimi mit Sog und eine spannende Geschichte über eine Frau und Mutter, die von ihren eigenen tragischen Entscheidungen in der Vergangenheit eingeholt wird. Sabine Arnolds Buch ist auch ein Australienroman mit interessantem Down-Under-Setting."

Ausgezeichnete Sabine Arnold: Sie hat sich ganz schön was getraut. Vor vier Jahren ist die hessische Sonderschullehrerin Sabine Arnold mit Mann und Tochter nach Australien ausgewandert. Dort führt die 37-Jährige Touristen herum - und sie hat es gewagt, ihren ersten Roman zu schreiben. Und damit hat sie auch prompt gewonnen. "Boomerangs Flug" ist jetzt mit dem BoD Autoren-Award ausgezeichnet worden. BoD, Books on Demand, ist der europäische Marktführer in der digitalen Buchpublikation. Übrigens ist die in Lich geborene Schriftstellerin nach ihrem preisgekrönten Besuch in Deutschland gut wieder in Down Under angekommen. (FRANKFURTER RUNDSCHAU)

Sabine Arnold wurde am 27. Juli 1970 in Lich, einem Städtchen nördlich von Frankfurt am Main geboren. Anfang 1996 studierte sie im Rahmen ihres Sonderschullehramt-Studiums bis zum Abschluss des ersten Staatsexamens in 1999 Literatur- und Sprachwissenschaften. Das zweite Staatsexamen folgte 2002. Bereits 2003 wurde sie Beamtin auf Lebenszeit. Fast drei Jahre arbeitete Sabine Arnold als Sonderschullehrerin, bevor sie sich dazu entschloss, Sicherheit gegen Abenteuer auszutauschen. In Australien fand sie die Zeit und Ruhe zum Schreiben. Inspiriert von der Atmosphäre des wunderschönen Landes beendete sie noch im selben Jahr ihren ersten Roman Boomerangs Flug, mit dem sie den BoD-AutorenAward gewann.

Boomerangs Flug von Sabine Arnold, ISBN 978-3-8334-9278-5, www.bod.de - www.sabinearnold.net.

 

Das Buch kostet im Buchhandel 11,90 Euro.

 

Baltische Begegnungen

 

Baltikum also. Weiße Strande, helle Nächte, eine Region, die dem Baltischen Meer, wie die Ostsee dort heißt, den Namen gab - oder umgekehrt. Man weiß nicht allzu viel über das Bal­tikum hierzulande ..."

 

Im Baltikum findet man, was es im Westen so nicht mehr gibt


Mit bester Voraussetzung begeben sich der Autor Uwe Rada und die Fotografin Inka Schwand auf Erkundungsreise und stellen fest, dass das Baltikum vieles zu bieten hat, was im Westen vergebens sucht. Sie führen in diesem Reise- und Lesebuch zu den Besonderheiten der Landschaft, den Stätten des reichhaltigen kulturellen Erbes, zu ungewöhn­lichen Menschen und an Orte, wohin sich kaum ein Tourist verirrt. Insgesamt ist es eine Be­gegnung mit drei Staaten, die europäischer sind, als mancher hier vermutet. Im Baltikum findet man, was es im Westen so nicht mehr gibt: weiße Nächte, weiße Strande, weite Landschaften. Und ein reichhaltiges Erbe der Geschichte - mit Ordens­burgen, mittelalterlichen Städten, mondänen Seebädern und moderner Architektur.

Uwe Rada und Inka Schwand haben sich aufgemacht, Estland, Lettland und Litauen mit frischem Blick zu erkunden. Ihre Reportagen in Text und Bild führen nicht nur in die großen Städte und an die herrliche Ostseekü­ste, das baltische Meer, sondern auch dorthin, wohin sich kaum ein Tourist verirrt. Ein ungewöhnliches Reise- und Lesebuch zu drei Staaten, die europäischer sind, als mancher vermutet. Mit zahlreichen Fotos!

Uwe Rada wurde 1963 in Göppingen geboren, nach dem Abitur Arbeit in der Literarischen Werkstatt Göppingen. Ab 1983 Studium der Germanistik und Geschichte in Berlin, ab 1989 freier Journalist und seit 1992 Redakteur bei der taz. Er befasst sich seit Jahren mit dem den Beziehungen zwischen Polen und Deutschland. Im be.bra verlag erschien 2004 von ihm „Zwi­schenland. Europäische Geschichten aus dem deutsch-polnischen Grenzgebiet" und 2007 „Polen hin und weg. Kurztrips zum Nachbarn". 2005 erschien von ihm „Die Oder. Lebens­lauf eines Flusses" (Berlin), www.uwe-rada.de

Inka Schwand wurde 1964 geboren, ist Landschaftsplanerin und arbeitet seit vielen Jahren in der Naturschutzplanung in Brandenburg und Berlin. Als Fotografin arbeitete sie für „Die Oder. Lebenslauf eines Flusses" und zuletzt für „Polen hin und weg. Von Ingrid Kirschey-Feix.

 

Baltische Begegnungen - Unterwegs in Estland, Lettland und Litauen, Uwe Rada/Inka Schwand, ISBN 978-3-86124-620-6, be.bra verlag Berlin, www.bebraverlag.de

 

Das Buch kostet im Buchhandel 16,90 Euro.

Berlin für Arme

 

Gut drauf statt arm dran; das sagte sich Autor Bernd Wagner und schrieb den ersten Reiseführer für Arme. Seit zwei Jahren selbst Hartz IV-Empfänger nennt er sein Buch im Untertitel: Ein Stadtführer für Lebenskünstler. Es erzählt davon, wie man in Berlin, der billigsten Hauptstadt Westeuropas auch ohne Geld überleben kann. Denn hier gibt es kostenlose Gourmet-Empfänge in zahlreichen Landesvertretungen bzw. Botschaften oder bei Regen einen Schirm beim Fundbüro.

Durchschlagen mit Hartz IV

 

Bernd Wagner ist mittlerweile sechzig. Er war Maurer, Dorfschullehrer und Buchautor - zu viel Geld hatte er nie, aber immer Sinn fürs Leben. Jetzt zeigt er allen, wie das geht. Er empfiehlt auch, wie man dank der Natur überlebt: Brennnesseln für Tee oder Salat. Im März kann man dann den ersten Bärlauch ernten im Schlosspark Charlottenburg für: Pesto, Pastasaucen, Suppen. Im Sommer gibt’s Johannisbeeren in Babelsberg und später Esskastanien im Botanischen Garten. Aus dem Buch kann man eine Karte entnehmen und alle Fundorte absuchen. 30 Jahre lang hat Bernd Wagner als Journalist und Schriftsteller gearbeitet. Damals im Osten Berlins hat er die illegale Literaturzeitschrift "Mikado" herausgegeben, bis er 1985 ausgewiesen wurde. Beim Schreiben im Westen ist er immer mit wenig Geld ausgekommen. Aber als er vor drei Jahren krankheitsbedingt nicht mehr als Maurer, Landvermesser und Helfer bei Grabungen jobben konnte, rutschte er ab zu Hartz IV. Seither hat er viel recherchiert, wie man auch so gut durchs Leben kommt. Eine Idee ist z.B., mit dem Schiff unterwegs zu sein. Denn ein Vorteil Berlins ist, dass man die Wasserstraßen dazu nutzen kann, sie zu überbrücken mit kostenlosen Fähren. Theater-Restkarten gibt es schon für 3,- Euro und Freiluft-Konzerte lassen sich auch mit Klappstuhl oder Leiter am Zaun genießen. "Berlin für Arme" bietet manch subversive Überlebenshilfe und zeigt, wie man alternativ das eigene Schicksal in die Hand nehmen kann. Von Guenter Knackfuss.

 
Bernd Wagner, "Berlin für Arme" - Ein Stadtführer für Lebenskünstler
Broschiert, 141 Seiten, Eichborn-Verlag: www.eichborn.de - www.berlinfuerarme.de

 

Das Buch kostet im Buchhandel 8,95 Euro. 

 

  

 

 

 

Das Prinzip Arche Noah

Hohe Scheidungsraten, verwahrloste Kinder, gewaltbereite Jugendliche : Das sind die harten Fakten, die den in Deutschland stetig voranschreitenden Zerfall von Familie und Ge­sellschaft augenfällig machen. In ihrem neuen Buch knüpft Eva Herman engagiert an die Leitdebatten der Gegenwart an und entwirft ein streitbares Plädoyer für die Familie. Eine Familie, in der Eltern und Kinder wieder im selben Boot sitzen, anstatt beziehungslos nebeneinander her zu leben. Eva Herman trägt Fakten zusammen und entwickelt Perspektiven einer Über­lebensstrategie, die den Menschen und seine Bedürf­nisse nach Orientierung, Verlässlichkeit und Liebe wieder ernst nimmt. Denn »Familie« ist weit mehr als nur eine tradierte Form des Zusammenlebens - sie ist der soziale Kitt unserer Gesellschaft.

Eva Hermann ist als Talk­show-Moderatorin einem Millionenpublikum bekannt. Mit dem Eva-Prinzip stürmte sie unmittelbar nach Erscheinen die Bestsellerlisten und entfachte eine deutschlandweite Debatte.

Das Prinzip Arche Noah – Eva Herman
ISBN 978-3-86612-133-1, Pendo, www.pendo.de

Das Buch kostet im Buchhandel 18,00 Euro.

 

Kranke Geschäfte

 

 

Wissen Sie eigentlich , warum Sie jeden Monat 14 Prozent Ihres Bruttoverdienstes an die Krankenkasse zahlen?
Kommt Ihnen das auch ein bisschen viel vor?
Vielleicht denken Sie: Hohe Krankenkassenbeiträge sind in Ordnung, schließlich ist unser Gesundheitssystem besonders gut, und Qualität hat eben ihren Preis. Schön war's! Denn obwohl die Deutschen enorm viel Geld für die Gesundheitsversorgung ausge­ben, ist die Qualität im internationalen Vergleich nur mittelmäßig. Gemessen an der Überlebensrate bei Brustkrebs, Darmkrebs oder Gebärmutterhalskrebs landet Deutschland innerhalb der OECD-Staaten nur auf den hinteren Plätzen.
Bei der Frage, warum wir so viel Geld für unsere Gesundheit zahlen müssen, hilft ein Blick auf den größten Kostentreiber im System: die Arzneimittelausgaben. Vor zehn Jahren haben die ge­setzlichen Krankenkassen noch 17 Milliarden Euro für Arzneimit­tel bezahlt, im Jahr 2006 waren es bereits 26 Milliarden Euro - ein Plus von 48 Prozent. Für das Jahr 2007 zeichnet sich erneut ein Anstieg um mehr als 8 Prozent ab. Kein anderer Bereich im Gesundheitswesen ist derart gefräßig.

 

 

 

«Wer hilft, hat Recht» - könnte es uns also egal sein, dass Pharmaunternehmen Politiker für ihre Zwecke einspannen, Wissenschaftler als Mietmäuler engagieren, Ärzte manipulieren? Dass sie nicht einmal davor haltmachen, angeblich Betroffene zu Werbezwecken in Patientenforen zu schleusen? Markus Grill meint: Es kann, es darf uns nicht egal sein, wenn Pharmaunternehmen auf Kosten der Patienten Reibach machen - zumal ein Großteil der angeblichen Neuheiten keinen therapeutischen Fortschritt für Patienten bedeuten. Für dieses Buch hat Markus Grill minuziös recherchiert und mit zahlreichen Medizinprofessoren, Ärzten und Pharmareferenten gespro­chen. Er nennt alle Pharmaunternehmen und alle Medikamente beim Namen. Das Ergebnis ist ein umfassender, aufrüttelnder Bericht über Seilschaften und Manipulationspraxis der Pillen­konzerne. Eine Macht, die glaubt, alles machen zu können.

Kranke Geschäfte - Wie die Pharmaindustrie uns manipuliert , Markus Grill
ISBN 978-3-498-02509-0, Rowohlt Verlag GmbH, http://www.rowohlt.de/

Das Buch kostet im Buchhandel 16,90 Euro.

 

 

 

 

 

Funksprüche an Sonja

 

Sie wurde 1907 als Ursula Kuczynski geboren, als »Sonja« war sie die wohl erfolgreichste Spionin des 20. Jahrhunderts, als Ruth Werner wurde sie zur geachteten Autorin. Sie war Oberst der Roten Armee, Trägerin des Rotbannerordens. Sie hatte drei Kinder von drei Männern und war zweimal verheiratet. Sie lebte und arbeitete in China, der Mandschurei, Russland, Polen, der Schweiz, in England und ließ sich schließlich in Ostberlin nieder. Hier wusste niemand von ihrer aufregenden Vergangenheit, bis 1977 ihr autobiographisches Buch »Sonjas Rapport« erschien, in dem sie über ihre Kundschaftertätigkeit im Dienste der Sowjetunion berichtete. Das war mehr als 30 Jahre nach den Ereignissen - früher wäre eine Veröffentlichung nicht möglich gewe­sen! Es gilt, was Hermann Kant heute schreibt: »Die Regel, alles und jedes nur dann einzuräumen, wenn es als unumstößlich bewiesen galt (und, natürlich, das Einräumen von Moskau genehmigt worden war), wird ihr kompliziertes Leben ein wenig vereinfacht haben.«


Ein kompliziertes, ein aufregendes Leben, fürwahr. Dieses Buch macht es sich zur Aufgabe, das Leben der Ursula/Sonja/Ruth, der Kundschafterin, Mutter, Ehefrau, Freundin, Autorin aus der Perspektive von Dritten in immer noch unbe­kannten Facetten zu beleuchten. Es kommen Kinder, Freunde, Wegbegleiter zu Wort, darunter Markus Wolf, Werner Liersch und Hermann Kant. In den abwechs­lungsreichen Beiträgen, die mal mehr historisch, mal sehr persönlich gehalten sind, lernen wir eine lebens­lustige, humorvolle, tapfere und kluge Frau kennen, eine bemerkenswerte Persönlichkeit, die es schaffte, unter den schwierigen Bedingungen eines Lebens in der Konspiration und bei aller Disziplin, Pflichterfüllung und auch damit verbundener Unterordnung ein offener, fröhlicher Mensch zu bleiben. »Sie konnte mehrere >ganze Leben< gleichzeitig haben« schreibt ihr Sohn Peter Beurton. »Dies war vielleicht ihre erstaunlichste Eigenschaft. «

Funksprüche an Sonja Die Geschichte der Ruth Werner, Hrsg. von Rudolf Hempel

ISBN: 978-3-355-01731-2, Verlag Neues Leben www.verlag-neues-leben.de

Das Buch kostet im Buchhandel 16,90 Euro.

 

 

 

 


Vom Lauf der Flüsse

 

 

 

Hubert Globisch, der 1914 in Potsdam geborene Künstler, hat seine umfangreichste Werkreihe der Oderflut des Jahres 1997 gewidmet. Auf den ersten Blick scheint es ungewöhnlich, dass Globisch den Oderraum während der Katastrophe nicht betrat und doch das Geschehen so intensiv reflektiert hat. Man fühlt sich in die Entstehung seiner Bilder einbezogen und lernt Globischs Bildästhetik kennen. Das Wasser hat diesen Maler zeitlebens fasziniert. Der Werkzyklus »Oderflut« steht am Beginn des Spätwerks des Potsdamer Landschaftsmalers. Die Gemälde belegen überzeugend seine Entwicklung von der gebundenen Form zur freien Abstraktion. Globisch, der sich selbst als maßgeblich von Karl Hofer und Egon von Kameke beeinflusst sah, suchte zeitlebens den Natureindruck in eine malerisch gültige Aussage zu transformieren. Eine herausragende Rolle spielen dabei Lichtstimmungen (insbesondere des Abends) und sowohl im Früh- wie im Spätwerk, Wasser als Naturelement. Hubert Globisch kannte das Land Brandenburg ebenso genau wie die polnische Oderseite.

 


Geboren in Potsdam und aufgewachsen im oberschlesischen Neustadt (heute Prudnik, Landkreis Opole), wo er fünf ihn prägende Kindheitsjahre verbrachte. Auch spätere Reisen sollten ihn immer wieder nach Oberschlesien führen. Er war ein zurückgezogen lebender Einzelgänger, der sich am wohlsten fühlte, wenn seine Bilder für ihn sprechen konnten. Ungeachtet dessen hat er sich von Zeit zu Zeit leise, aber präzise zu Wort gemeldet, wenn es um Themen wie Stadtgestaltung und Umweltschutz ging.
Die Monographie „Hubert Globisch 1914-2004. Malerei – Vom Lauf Flüsse“ nähert sich dem Leben und Werk Globischs auf komplexe Weise. Im Zentrum des in deutscher und polnischer Sprache geschriebenen Buches steht die umfangreichste Werkreihe des Malers, die er der Oderflut des Jahres 1997 gewidmet hat. Als Maler wollte Globisch nicht nur unser Verhältnis zur Natur befragen und suchend darstellen sondern fühlte sich auch als Bewahrer von Landschaften, die er gemalt hat. Die inhaltliche und formale Beziehung von Bild, Poem, Essay und Information ist dem „Lauf der Flüsse“ verpflichtet. Die Autoren philosophieren, reflektieren und analysieren. Sie schreiben von der Oder, von ihrem Fließen, Rinnen und Strömen. Sie beschreiben den Fluss als Lebewesen, das Orientierung wie Verführung sein kann, das zu Kompromissen bereit ist, solange die Menschen das Maß des Lebens wahren. Die verschiedenen Beiträge erzählen aber auch von der Kindheit am Fluss, vom Geprägt werden und Zurückfinden, von Erinnerung und Vergessen. Natürlich geht es in den Texten auch um die Flut – um dieses Aufbegehren der Natur als weltliche Katastrophe wie als apokalyptische Botschaft. Außerdem enthält das Buch eine
umfangreiche Biografie sowie ein umfassendes Werkverzeichnis der Malerei. Die Monografie zu Herbert Globisch konnte neben der Förderung durch die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit vor allem durch die freundliche Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Mittelbrandenburgischen Sparkasse in Potsdam hergestellt werden.

Hubert Globisch 1914- 2004. Malerei – Vom Lauf der Flüsse – Herausgeber Thomas Michael Kumlehn (im Auftrag des Potsdamer Kunstvereins e.V. und des Potsdam-Museums)

Verlag Neisse Verlag, Dresden, ISBN: 978-3-93403895-0,
160 Seiten, zahlreiche Farbabbildungen, deutsch-polnisch, Festeinband, 23x28 cm.

www.potsdamer-kunstverein.de/globisch - http://www.kulturland-brandenburg.de/

Das Buch kostet im Buchhandel 24,00 Euro.

 

 

 

 

 

Sieben Jahre Ewigkeit

 

Nach dem Tod ihrer Mutter stößt Gisela Heidenreich auf eine Sammlung sorgsam versteckter Liebesbriefe: Zeugnisse eines jahrelangen Briefwechsels mit einem Mann, der Pseudonyme und Deckadressen benutzte. Wer war dieser Mann mit den vielen Identitäten? Welche Rolle spielte er im Leben der Mutter? Welches Geheimnis verbarg sie vor ihrer Tochter? Gisela Heidenreichs Spurensuche nach dem verborgenen Leben ihrer Mutter führt mitten hinein in das Schweigen der fünfziger Jahre und die Schatten der jüngsten Vergangenheit.

1947 ist Gisela Heidenreichs Mutter Edith als Zeugin im Justizgefängnis in Nürnberg interniert. Bitter beklagt sie sich in den Briefen an ihre Familie über die Haftbedingungen - und verliebt sich gleichzeitig in einen faszinierenden Mann. Obwohl selbst als Zeuge inhaftiert, genießt er als Übersetzer und Beauftragter für die Internierten einige Freiheiten, mit denen er sich und Edith die Haft erleichtern kann ... Hastig geschriebene Notizen und lange, romantische Briefe gehen von Zelle zu Zelle. Die beiden schwören sich ewige Liebe und schmieden Pläne für ein gemeinsames Leben in Freiheit.

 

 

 


Weil dem Geliebten, einem vormals hohen Beamten im Auswärtigen Amt und SS-Offizier die Anklage vor dem Alliierten Militärgericht droht, flieht er über Südtirol nach Rom. Mit neuer Identität lebt er dort und zeitweilig in Südamerika, in seinen Briefen verbirgt er sich hinter mehreren falschen Namen. Edith beginnt ein Doppelleben. Sie trifft sich heimlich mit ihrem Geliebten in Italien, sehnsüchtige und leidenschaftliche Briefe überbrücken die Zeiten der Trennung. Sieben Jahre lang, von 1947 bis 1954, dauert ihre Beziehung, und für beide ist es die große Liebe ihres Lebens.
Gisela Heidenreich erzählt von zwei Menschen, die sich aus ihren Verstrickungen in die NS-Herrschaft nicht lösen konnten und deren Liebe daran zerbricht. Sie erzählt von der Macht politischer Ideologien und von einem verstörenden Widerspruch: Wie können Menschen, die zu großer Liebe fähig sind, zugleich einem mörderischen Regime dienen?
So wird aus der privaten Spurensuche nach einem Familiengeheimnis eine Geschichte mit den großen Motiven menschlicher Hoffnungen und Abgründe: Schuld und Sühne, Liebe und Verrat - und ein bewegendes zeitgeschichtliches Dokument.

Gisela Heidenreich , 1943 in Oslo geboren, aufgewachsen in Bad Tölz und München, ist Sonderpädagogin und praktiziert als ausgebildete Paar- und Familientherapeutin und Mediatorin. Ihr Buch Das endlose Jahr, in dem sie »die langsame Entdeckung der eigenen Biographie« als »Lebensborn-Kind« beschrieben hat, war ein Bestseller. Nach Motiven ihrer Autobiographie entstand der Spielfilm „Sie ist meine Mutter". Gisela Heidenreich lebt in der Nähe von München.

Sieben Jahre Ewigkeit – Eine deutsche Liebe, Gisela Heidenreich.
ISBN 13: 978-3-426-27381-4, Droemer www.droemer-knaur.de

Das Buch kostet im Buchhandel 19,90 Euro.

 

Meine Geschichte der DDR

  

 

Wolfgang Leonhard , Jahrgang 1921, der letzte Überle­bende der «Gruppe Ulbricht» und Autor des Bestsellers «Die Revolution entlässt ihre Kinder», zieht Bilanz - die Summe eines Lebens, das mit der Geschichte des Kommu­nismus im 20. Jahrhundert aufs Engste verbunden war. Leonhard gehörte zu den ersten Führungskadern, die Deutschland nach dem Krieg im Sinne des Sozialismus wiederaufbauen sollten. Bald brach er jedoch mit dem Stalinismus, wie er in der DDR Gestalt annahm.

In diesem Buch beschreibt er den Aufstieg und Fall eines Staates, dessen Gründungsideale er leidenschaftlich teilte - und dem er letztlich enttäuscht den Rücken kehrte. Er erzählt von den Anfangsjahren nach 1945, seinem späte­ren Leben als Ostexperte im Westen und von Plänen der Stasi, ihn zu entführen. Er schildert, wie er den Kalten Krieg zwischen beiden deutschen Staaten und schließlich das Ende der DDR erlebt hat. Und er zeichnet ein leben­diges Bild führender DDR-Persönlichkeiten, mit denen er gut bekannt war, unter ihnen Wilhelm Pieck, Walter Ulbricht, Erich Honecker und Markus Wolf. Der Rück­blick eines Jahrhundertzeugen - und zugleich ein zeitge­schichtliches Dokument ersten Ranges.

 

 

 

 


Leseprobe
: „Als der Lastwagen uns am Flughafen einlud, war es längst dunkel gewor­den. Doch das Gebäude der Kommandantur in Skwierzyna leuchtete strahlend hell. Alle Mann standen bereit, um uns willkommen zu heißen. Ich wusste nicht, wie mir geschah. Wir wurden zu einer üppig gedeckten Tafel geführt, und der sowjetische Kommandant erhob feierlich das Wort: „Wir freuen uns außerordentlich, Sie begrüßen zu dürfen, da wir gehört haben, dass Sie die Mitglieder der neuen deutschen Regierung sind.“ Um Gottes willen! Wen meinte er? Uns? Die „Gruppe Ulbricht“ als neue Regierung? Mir stockte der Atem. Nur Hans Mahle reagierte gelassen und bemühte sich, den Irrtum der lieben Genossen Offiziere aufzuklären. Dies aber bewirkte genau das Gegenteil. Sie deuteten es als Bescheidenheit und sahen sich in ihrer Meinung nur noch bestätigt. Heute weiß ich, dass sie so Unrecht nicht hatten. Wohl entsprach ihre Einschätzung nicht der Realität und schon gar nicht unserem damaligen Selbstverständnis. Aber schon der Blick auf Ulbricht, Winzer und Maron zeigt, dass in der Tat ein gewichtiger Teil der späteren DDR-Führung an jenem 30. April 1945 an der Oder gelandet war - Innenminister, Außenminister und, in einer Person vereint, Staatsratsvorsitzender und Erster Sekretär des Zentralkomitees der SED.“

Wolfgang (eigentlich Wladimir) Leonhard , geboren 1921 in Wien, lebte als Junge mit seiner Mutter im Moskauer Exil. Von 1943 an war er Mitglied des National­komitees Freies Deutschland; Anfang Mai 1945 kehrte er mit der „Gruppe Ulbricht“ nach Berlin zurück. Zwei Jahre arbeitete Leonhard im Zentralkomitee der KPD und als Dozent an der SED-Parteihochschule. Nach seinem Bruch mit dem Stalinismus floh er 1949 über Jugoslawien in die Bundesrepublik. Seitdem gilt er als einer der führenden westlichen Ostexperten -mehr als zwanzig Jahre lehrte er als Professor für die Geschichte des Kommu­nismus an der Universität Yale. Leonhard, der zahlreiche Artikel und Bücher verfasste, lebt heute als freier Publizist in Manderscheid in der Eifel.

Meine Geschichte der DDR , Wolfgang Leonhard
ISBN 13: 978-3-87134-572-2, Rowohlt Berlin http://www.rowohlt.de/

Das Buch kostet im Buchhandel 19,90 Euro.

 

 

 

 

 

 

Agenten des Bösen

 

 

 

Von den Anschlägen vom 11. September 2001 über die Klimaverschlechterung bis zur Wirtschaftskrise - überall werden Verschwörungen vermutet. Warum haben Verschwörungsideologien heute Hochkonjunktur? Weil wir in einer »Krisenzeit« leben? Doch schon in der Vergangenheit lenkte man von den Ursachen solcher Krisen auf etwas anderes ab. Man machte Juden, aber auch Hexen, Freimaurer und Illuminaten, Sozialisten und Kommunisten wie neuerdings Islamisten zu Sündenböcken und beschuldigte sie der Verschwörung. Im Mittelpunkt aller Verschwörungsideolo­gien von den Anfängen bei Martin Luther bis heute stand der Teufel. Er und seine Agenten wurden und werden für alles Böse verantwort­lich gemacht, dass „guten Menschen“ widerfährt.

Den Kern aller Verschwörungs­theorien bildet die Angst vor dem Bösen. Eine streitbare These im neuen Werk von Wolfgang Wippermann.

Wolfgang Wippermann, geb. 1945 in Bremerhaven; Studium der Geschichte, Germanistik und Politischen Wissenschaft in Göttingen und Marburg; Professor für Neuere Geschichte an der Freien Universität Berlin. Gastprofessor in China, Österreich und den USA.

 

 


Das Buch ist ein wesentlicher Beitrag zur aktuellen Debatte um islamistischen Terror und Antisemitismus.

Agenten des Bösen – Verschwörungstheorien von Luther bis heute, Wolfgang Wippermann, be.bra verlag, www.bebraverlag.de

 
Das Buch kostet im Buchhandel 19,90 Euro.

 

 

Faszination Erde

Es gibt sie auch heute noch, die verborgenen Wunder der Natur. Joachim Bublath hat sich mit seinem Kamerateam auf dem Weg gemacht, uns wilde, archaische Gegenden vorzustellen und musste dabei so manches Abenteuer bestehen. Er führt den Leser in die Tiefen der Südsee, auf die höchsten Gipfel der Anden und in die Weiten der Atacama-Wüste. In seinen lebendigen Reportagen verbindet er in unnachahmlicher Weise die Schilderung einzigartiger Naturphänomene mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Joachim Bublath, promovierter Physiker, mehrfach preisgekrönter Wissenschaftspublizist und Buchautor ist Leiter und Moderator mehrerer populärwissenschaftlicher Sendereihen im ZDF.

Faszination Erde von Joachim Bublath
ECON Verlag. ECON ist ein Verlag der Ullstein Buchverlage GmbH.
www.econ.de

 

Das Buch kostet im Buchhandel 25,00 Euro.

 

 

 

 

 

Freimaurer

Aufklärung eines Mythos: „Wo Freimaurer verboten sind und verfolgt werden, herrscht Totalitarismus, Willkür und oft auch wirtschaftliche Rückständigkeit", schreibt Tom Goeller recht provokant in dem Fazit in seinem Buch. Selbst bekennender Freimaurer, hat er sich mit dieser ältesten Geheimgesellschaft, ihrer Geschichte und weltweiten Verbreitung beschäftigt. Jenseits der Mythen, die gemeinhin über die Maurer verbreitet werden, klärt der Autor auf, an welchen „Verschwörungen" sie tatsächlich beteiligt waren und welche ihnen von ihren Widersachern angedichtet wurden. Er führt eine Fülle berühmter Freimaurer und ihren Einsatz auf, spricht von Frauenlogen und den Schwierigkeiten zum Beispiel in islamistisch geprägten Ländern. Er beschreibt, was die heute sechs Millionen Mitglieder heute bewegt und was sie als „Anwälte des Friedens" in Zeiten des internationalen Terrorismus bewirken können.

Tom Goeller, Jahrgang 1958, Journalist und Freimaurer, und aktuell Gründungsmitglied eines Friedensintituts der Freimaurer. Seit seinem Studium der amerikanischen Geschichte und Politik arbeitet er für Print- und TV-Medien, vorwiegend zu Fragen der internationalen Politik. Zahlreiche Buchveröffentlichungen, u. a. „George Washington. Vom Waldläufer zum Staatsmann". Er lebt in Berlin und ist dort Deutschlandkorrespondent der „ Washington Times "und als Kolumnist des Magazins „Egypt Today", Kairo.


Freimaurer
von Tom Goeller - be.bra vertag GmbH - www.bebraverlag.de

 

Das Buch kostet im Buchhandel 22,00 Euro.

 

 

 

Ich, Friedrich II

Zum 220. Todestag, am 17. August, erschien ein außergewöhnliches Buch über Friedrich II. von Preußen. Hans Bentzien, ehemaliger Kulturminister der DDR, schlüpft als Autor in die Rolle dieses außerge­wöhnlichen Mannes. Er lässt den alten Friedrich in Rückblenden auf sein Leben selbst zu Wort kommen, was zu einer überaus lebendigen Geschichtsstunde für den Leser wird. Geschätzt als »erster Diener des Staates« und großer Herrscher Preußens gibt Friedrich neben den historischen Fakten einen intimen Einblick in seine Gefühlswelt. Auf der Grundlage jahrzehntelanger eigener Forschungen portraitiert Hans Bentzien anschaulich den König und den aufgeklärten Staatsmann, den Feldherrn und den Philosophen, den Schöngeist und den "privaten" Friedrich. Jenseits aller ideologischen Vereinnahmungen wird der König dabei als ein Herrscher lebendig, der sich in den Bahnen seines Jahrhunderts bewegte, aber zugleich in vielen Bereichen, wie etwa der Rechtsprechung, der Staatsauffassung oder der Frage der Toleranz, erstaun­lich modern war. Die beigefügten Originaldokumente sowie über hun­dert Holzschnitte von Adolph Menzel veranschaulichen das Geschriebene.

„Es geht gut, der Berg ist überschritten.“– Die letzten Worte Friedrichs II, 17. August 1786.


Ich, Friedrich II. Das Leben des großen Preußenkönigs von Hans Bentzien,
mit vielen Abbildungen von Adolph Menzel - Das Neue Berlin ISBN-10: 3-360-01281-X

www.eulenspiegel-verlag.de

Das Buch kostet im Buchhandel 9,90 Euro.

 

 

 

Berlin ist eine Frau

Waltraud Schwab, Reporterin in der taz, stellt Frauen vor, die in Berlin ihren Weg gehen und dies auf eine beharrliche, mitunter eigensinnige Weise tun.

Berlin ist zart und herb, extravagant und einfach, wild und widerspenstig in einem. Was nun jedoch eine Frau zu einer Berlinerin macht, darüber lässt sich trefflich streiten. Eines allerdings scheint sicher: Sie lebt in der Stadt und die Stadt lebt in ihr. Das ist der Zauber. Es mag zwar eine Weile dauern, bis eine Berlinerin aus dem Nest ihrer Vorfahren herausfällt und ihre ureigenste Eigenwilligkeit, ihre rhetorische Schnoddrigkeit, ihre Straßenweisheit entwickelt – Ziel der Metamorphosen, die eine durchlebt, die Berlinerin wird, ist es dennoch.

Berlin ist eine Frau
Reportagen und Porträts von Waltraud Schwab

ISNB 3-89773-518-0, Jaron Verlag GmbH, Berlin

http://www.jaron-verlag.de/

Das Buch kostet im Buchhandel 14,90 Euro.

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