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Wien

Wirtschaftskrise? Und wenn schon, hier gibt’s das ganze Wien für wenig Geld

In Wien alles sehen, erleben und genießen und das im Zeichen der Wirtschaftskrise mit nur wenig Geld.

„Wien für wenig Geld

Viel Wien für wenig Geld

Wien geht sich aus

Wien mit kleinem Budget

Wien für kleine Portemonnaies

Wien für kleine Geldbeutel

Wien zahlt sich aus

Perfekte Tage in Wien für wenig Geld“

 

Wo kann man den Charme Wiens mit dem Hauch der Kaiserzeit besser erleben, als in einem typischen Caféhaus. Stundenlang darf man bei einer Melange, sitzen, ab und zu am bereitgestellten Glas Wasser nippen, die Zeitung lesen und ein Schwätzchen mit dem Ober halten. Keiner drängelt zur nächsten Bestellung oder zum Zahlen. Klar haben Institutionen wie das Sacher und der Demel ihren Preis. Im Sacher kostet der kleine Braune 2,90 Euro und in der preiswerten Café Konditorei Kette Aida 1,70 Euro. Dabei ist das Aida ist bekannt für seinen guten Kaffee. Zwei- bis dreimal wöchentlich werden bis zu fünf hochwertige Arabica- Kaffeesorten in einem streng geheim gehaltenen Mischverhältnis in Wien geröstet und nur dort verkauft. Außerdem gibt es im Aida ab sechs Uhr nachmittags Plunder und Tortenstücke für etwa die Hälfte.

 

Es macht Spaß durch den ersten Bezirk, das Zentrum Wiens, zu schlendern und zuzusehen, wie eleganten und aufgehübschte Wienerinnen, Geschäftsmänner und internationalen Touristen durch die Gassen eilen. Den „Steffl“, wie die Wiener zum Stephansdom sagen, die Hofburg und viele historische Häuser aus der Kaiserzeit kann man mithilfe eines Reiseführers gut zu Fuß erkunden, denn die Innenstadt ist nicht sehr groß. Wer nicht so gerne läuft, kauft sich eine 72-Stunden-Karte für 13,50 Euro, die gilt für die U-Bahn, Tram und Bus.

 

Auch der Hunger muss kein großes Loch in den Geldbeutel reißen. An den vielen Würstelständen gibt es Käsekrainer oder Burenwurst bis 3 Euro, dazu trinkt man ein 16er Blech, eine Dose Ottakringer Bier. Nach der Oper oder dem Theater trifft man sich am Würstelstand am Hohenmarkt. Hier gibt es auch noch ein „Himbeerkracherl“, Limonade mit Himbeergeschmack, die man sonst kaum mehr in der Stadt bekommt.

 

Auch auf ein Wiener Schnitzel muss man mit kleinem Budget nicht verzichten. Das größte, so sagen die Wiener, gibt es bei Figlmüller. Preiswerte Schnitzel dagegen mit guter Qualität dagegen gibt es in der Schnitzelplatzl-Kette. Eine Wiener Institution mit einer hundert Jahre alten Tradition ist das Trzesniewski. Hier gibt es 22 verschiedene Aufstriche auf Landbrot und dazu nimmt man ein Pfiff, ein kleines Bier. Der Naschmarkt hat alles, was es auf der Welt an Nahrungsmitteln gibt. Er ist Genuss- und Sündenmeile in einem. Exotische Kräuter verströmen fremde Düfte. An den Ständen und in vielen kleinen Restaurants kann man sich wie im Schlaraffenland verwöhnen lassen. Je weiter man auf dem Naschmarkt stadtauswärts geht, umso niedriger werden die Preise und diese Faustregel gilt für fast alles in Wien.

 

Und wer dann noch nach Herzenslust Shoppen, aber nicht so viel Geld ausgeben möchte, der erforscht am besten die Mariahilfer Straße. Aber selbst im edlen und extravaganten ersten Bezirk gibt es preiswerte Angebote, zum Beispiel gibt es neben den teuren Designern auch Ketten wie Hennes & Mauritz und Zara.

 

Tun einem die Füße weh oder will man sich ganz einfach etwas entspannen, ist in einem der vielen Parks immer ein Plätzechen frei. Wie ein grüner Ring umfassen die historischen Parkanlagen der Ringstraße die Altstadt. Im Rathauspark, Volksgarten, Burggarten, Stadtpark und sogar in Schönbrunn darf man sich auch zum Erholen auf speziell gekennzeichnete Wiesen setzen und picknicken.

 

Einen erfrischenden Schluck des ausgezeichneten Wiener Wassers, das aus den steirischen und niederösterreichischen Alpen kommt, kann man aus 690 öffentlichen Brunnen trinken. Kostenlos natürlich.

 

Kulturangebot zu kleinen Preisen. Bei der Morgenarbeit der Spanischen Hofreitschule zusehen kostet 12 Euro für Erwachsene und 6 Euro für Kinder. Für die Vorführungen selbst muss man schon tiefer in die Tasche greifen und 23 bis 116 Euro berappen. Für Kunstliebhaber gibt es viele gratis Angebote. Samstags ist der Eintritt im MAK, Museum für angewandte Kunst, das Gegenwartskunst zeigt, frei. Die MUSA, das Museum auf Abruf, das österreichische Kunst seit 1945 präsentiert, ist immer gratis und Führungen durch das neugotische Wiener Rathaus ebenfalls. Das Wien Museum zeigt die Geschichte Wiens und verlangt am Sonntag keinen Eintritt.

 

Das Museumsquartier mit dem Museum für moderne Kunst, der Kunsthalle und dem Leopold Museum ist wie eine große Insel ohne Autoverkehr. Die „Enzis“, die Kunststoffsessel, die in warmen Monaten aufgestellt werden, laden zum Sitzen ein und dabei kann man wunderbar die quirlige Atmosphäre genießen.

 

Wer eine Aufführung im Glanz der Wiener Staatsoper miterleben möchte, der kann das auch auf einem Stehplatz, den gibt es schon ab 3 Euro. Hier kann, wer mag, sich auch so richtig „aufmascherln“, wie der Wiener sagt. Außerdem gibt es preiswerte Matinee Vorstellungen von sechs bis zehn Euro. Auch im Burgtheater kommt der Theaterfan auf seine Kosten, denn es gibt an der Last-Minute Kasse Tickets für die Hälfte. Im Juli und August gibt es kostenlose Opernverfilmungen auf einer Großleinwand am Rathaus Platz.

 

Ausgehen, natürlich im Bermuda-Dreieck am Schwedenplatz, für den, der in der Szene dabei sein will. Achtung, es trägt seinen Namen zu Recht. Es gibt viele Lokale, die Auswahl fällt schwer. Das Casablanca bietet Livemusik und im Krah Krah ist der Flirtfaktor ziemlich hoch. Auch die Lokale in den Stadtbahnbögen sind ein guter Tipp zum Ausgehen und dazu noch recht günstig, wie zum Beispiel das Chelsea, B72 und Café Carina.

 

Einen Besuch ist der Prater immer wert, nicht nur beim Würstelprater mit dem Riesenrad und den Fahrgeschäften, sondern auch der große Park lädt zum Spazieren gehen, Laufen, Reiten, Golfen, Picknicken und Ausruhen ein.

 

Der Bezirk Ottakring hat seine besondere Note. Hier wird das Ottakringer Bier gebraut und aus der Produktionsstätte der Manner-Waffeln strömt an manchen Tagen ein süßlicher Duft. Der Genusstempel Staud mit seinen edlen Marmeladen und feinsauren Gemüsekonserven ist ein Ort zum Verweilen. Ein paar Schritte weiter auf dem Brunnenmarkt, dem ältesten und größten Markt in Wien, gibt es neben Obst, Gemüse, Wurst, Geselchtem und Fisch auch Kleidung. Türken, Serben, Kroaten, Inder und Pakistani buhlen um die Gunst der Kunden. Der Markt ist nicht so edel wie der Naschmarkt, dafür ist er ursprünglicher und viel, viel preiswerter.

 

Der Besuch eines Heurigenlokals gehört zu jedem Wienbesuch. Man bestellt einen Heurigen, einen Jungwein, und dazu eine „Feuerwehr“, einen großen Krug Wasser. Wienerlieder und Schrammelmusik motivieren zum Schunkeln. Die Nobelheurigen in Grinzing verlangen ihren Preis, günstiger dagegen sind die Heurigen in Stammersdorf.

 

Auch übernachten in Wien muss nicht teuer sein. Wer direkt in der Innenstadt und doch ruhig und preiswert schlafen möchte, für den ist das Gästehaus des Deutschen Ordens ideal. Für 56 Euro gibt es ein Einzelzimmer mit Frühstück. Die Zimmer sind keine kargen Klosterzellen, sondern renovierte Zimmer mit hellen Möbeln, Dusche und einem Fernseher. Im nagelneuen Budget Designerhotel „Roomz“, fühlt man sich gleich wohl. Es steht gleich neben den alten Gasometern und ist mit der U 3 in zehn Minuten Fahrzeit erreichbar. Das Hotel hat eigentlich vier Sterne, aber nur 3 Sterne Preise. Eine Nacht im Einzelzimmer gibt es ab 59 Euro. Die Atmosphäre ist stylisch und lässig, viel junge Leute und Geschäftsreisende steigen hier ab. Das Mittags- und Abendmenu kostet sieben bis dreizehn Euro. Der Falstaff Gourmet Führer hat das Hotel mit 81 Punkten bewertet.

 

Wer in Wien mit offenen Augen durch die Stadt geht, kann noch viele Schnäppchen entdecken, die die Reisekasse schonen. 

 

Kontakt

 

Wien Tourismus

Albertinaplatz/Ecke Maysedergasse, A-1010 Wien

Tel.:0043-1-24555, info@wien.info, www.wien.info

 

Das 72-Stunden-Ticket gibt es für 13,50 €, es gilt für U-Bahn, Bus und Tram. Die Wien-Karte für 18.50 € gilt für beliebig viele Fahrten in der Kernzone binnen 72 Stunden; zusätzlich Ermäßigungen und Vergünstigungen bei Museen, Geschäften, Theatern, Sehenswürdigkeiten, Konzerten, Restaurants und Cafés. Erhältlich in Hotels, bei den Touristeninformationen, bei den Vorverkaufs- und Informationsstellen der Wiener Linien oder von auswärts mit Kreditkarte unter der Telefonnummer +43-1-798 44 00-28. Ausländische Kinder bis zu 15 Jahren (mit Ausweis) fahren während der Wiener Schulferien sowie an Sonn- und Feiertagen gratis. Außerhalb dieser Zeit gibt es einen Halbpreisfahrschein.

 

Unterkünfte:

Budget Hotel Roomz Vienna ganz modernes Designerhotel Übernachtungen ab 59 Euro ohne Frühstück, Paragonstraße 1, A-1110 Wien, Tel.: 0043-1-7431777, projects@roomz-vienna.com, www.roomz-vienna.com

Deutscher Orden, Singerstr. 7, Stiege 1, 2. Stock, Tel.: 0043-1-5121065, Übernachtung im Kloster ab 56 Euro mit Frühstück.

Bei der Suche nach günstigen Zimmern hilft Wien Tourismus Tel.: 0043-1-24555, www.wien.info

Spanische Hofreitschule Karten für die Morgenarbeit täglich außer Montag und Sonntag im Besucherzentrum der Hofreitschule Michaelerplatz 1, von 10-12 Uhr. Tel.: 0043-1-5339031, www.srs.at

Wiener Staatsoper, Opernring 2, Stehplätze werden nur an der Abendkasse am Vorstellungstag verkauft. Die Abendkasse ist 80 Minuten vor der Vorstellung geöffnet. www.wiener-staatsoper.at

Museum auf Abruf, www.musa.at

Café Konditorei Aida, www.aida.at

Wiener Staatsoper, Tel.: 0043-1-514442960 www.staatsoper.at

Burgtheater: Tel.: 0043-1-514444506, www.burgtheater.at

Spanische Hofreitschule, Tel.: 0043-1-5339031, www.srs.at

 

Ein Beitrag für ReiseTravel von Gabi Dräger.  

 

Buchtipp: ReiseTravel empfiehlt

 

Eine kulinarische Entdeckungsreise durch Wien und seine Umgebung

 

Die Weltstadt Wien samt ihrer weltberühmten Kü­che und ihren unzähligen, historischen wie auch mo­dernen Sehenswürdigkeiten lädt rund ums Jahr zum Entdecken ein.

 

  

 

Jedoch bietet auch das direkte Um­feld von Wien hervorragende Ausflugsmöglichkeiten und viele Gelegenheiten für interessante Aktivitäten. Dass dabei auch die Kulinarik nicht zu kurz kommt, zeigt dieses Buch, das ausgewählte Gastronomie in und um die Stadtgrenzen Wiens präsentiert. In dem reich bebilderten Band werden sowohl traditionelle Wiener Gasthäuser und Restaurants vorgestellt, in denen man vornehm in K.u.k.-Manier ta­feln kann, als auch moderne Bars und Feinkost-Imbisse, die eine junge, kreative Küche anbieten. 0k Wildhasen-Pfeffer­steak, Milchrahmstrudel oder ein Glas Grüner Veltliner auf dem Cobenzl Weingut - in Wien gibt es viele kulinarische Raffi­nessen. Wem das alles noch nicht genug ist, der kann auf den Spuren der Wiener Geschichte wandeln oder wird auf eine Reise in umliegenden Gegenden mitge­nommen: Vom Wienerwald bis zu den Al­pen in Niederösterreich werden land­schaftliche Schönheiten und kulinarische Leckereien geboten. Die besten Rezepte der vorgestellten Restaurants ermöglichen auch Daheimgebliebenen den Genuss von Wiener Spezialitäten.

Martine Maurer ist begeisterte Hobbyköchin aus Wien und Josef Bollwein lebt als freier Fotograf in St. Georgen bei St. Pölten. Von www.Mediakontakt-Laumer.de 

 

Eine kulinarische Entdeckungsreise durch Wien und seine Umgebung, von Martine Maurer und Josef Bollwein, ISBN 978-3-86528-430-3, Umschau Buchverlag GmbH Neustadt an der Weinstraße, www.umschau-buchverlag.de

 

Das Buch kostet im Buchhandel 24,90 Euro.

 

 

 

 

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