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Internationale Konferenz „Gärten ohne Grenzen“
Den Veranstaltern der Internationalen Konferenz „Gärten ohne Grenzen“ gelang es auch dieses Jahr, hochrangige Referenten zum Thema „Gärten und Publikum – Schlüssel zum Erfolg“ in die grüne Stadt Metz einzuladen. Unter den Menschen die über ihre Projekte berichteten, befanden sich auch die Vertreter der fünf größten Gärten der Welt. Sämtliche Redner leisteten ihre Beiträge ohne Einforderung von Honorar. Die reiche Mischung an Themen und Diskussionen moderierte Christian Morel, Direktor für Kommunikation beim Républicain Lorraine, begleitet von Pascal Garbe, Projektleiter des Netzwerks „Gärten ohne Grenzen“ im Generalrat des Departement Moselle.
Über das Thema „Garten für alle – welche Gründe gibt es dafür“ referierte eingangs Gilles Vincent aus Kanada, Leiter des Botanischen Gartens von Montreal. Er betonte zunächst die Notwendigkeit, das Thema einer breiten Öffentlichkeit näher zu bringen, um die Bindung zur Natur wiederherzustellen. Am Beispiel der so genannten First Nations erkenne man, dass diese eine besondere Beziehung zur Natur besäßen, welche auch bei uns aufgewertet werden sollte. Dabei ginge es auch um eine gerechte Verteilung der biologischen Ressourcen.
Die Überleitung in die erste Gesprächsrunde zum Thema Gärten für alle hielt Todd Forest aus den Vereinigten Staaten, Stellvertretender Leiter des Botanischen Gartens von New York in der Bronx, einem der ärmsten Gebiete. Durch die Streuung der Einwohner bestehe die große Aufgabe dort darin, Menschen in den Garten einzuladen und ihnen einen Eindruck zu vermitteln, wie ein Garten überhaupt aussieht. (www.nybg.org) Weiterhin sprach Sarah Pounders, ebenfalls aus den Vereinigten Staaten, Leiterin von Kidsgardening.org, deren Zweck darin besteht, den Nutzern Ressourcen bereitzustellen und Anregungen zu geben, um der gemeinsamen Gartenarbeit mit Kindern neue Impulse zu verleihen. (www.kidsgardening.org) Anne Chahine aus Frankreich, Leiterin von „Jardins et Sante“ (www.jardings-sante.org) klärte über Möglichkeiten auf, Gärten im Dienste der Gesundheit zu öffnen. Eric Prédine, Mitbegründer von „Salu Terre“, erklärte wie man die Gärten zur Solidarisierung mit älteren Menschen und Behinderten nutzen kann. (www.jardinons.com)
Die zweite Gesprächsrunde stand unter dem Motto „Besondere Zielgruppen, zu bewahrende Verbindungen. Richard Barley aus Australien, Geschäftsführender Direktor von Australia`s Open Garden Scheme, einem Zusammenschluss von 600 öffentlichen Gärten, demonstrierte wie der Garten als Medium generationsübergreifend alle sozialen Segmente vereinen kann. (www.opengarden.org.au) Die Ziele des „Comfrey Project“ erläuterte der Leiter, William Mortada (Vereinigtes Königreich). In dieser Organisation gehe es darum, mit Menschen in kleinen Gärten zu arbeiten, welche durch ein Trauma gegangen sind. Dabei handelt es sich in erster Linie um Asylbewerber, Flüchtlinge oder Arbeitssuchende. Sie können durch die Arbeit in den kleinen Parzellen langsam integriert werden. (www.thecompfreyproject.org.uk)
Dr. Wei Har Wong aus Singapur, Generaldirektorin des Botanischen Gartens von Singapur erläuterte die Zielsetzung Pflanzen und Menschen in Verbindung zu bringen und ihnen die Vielfalt zu erklären, damit dies an spätere Generationen weitergegeben werden könne. (www.sbg.org.sg)
Ghyslaine Gagnon sprach über den Hof der Sinne für Blinde und Sehbehinderte in Montreal. Er zeichne sich dadurch aus, dass die Pflanzen nicht unbedingt nur dem Sehsinn gefallen müssen, sondern auch dem Tastsinn. Die Problematik, Menschen die gegeneinander Krieg geführt haben, in einem Garten zu vereinen besprach Zhara Wahid aus dem Libanon, Leiterin der Parkanlage „Bois de Pins“ in Beirut. Die Verbindung zwischen Mensch und Garten stellte Marie-Jo Menozzi, Beraterin für Ethnologie und Soziologie aus Frankreich, dar.
Wie das junge Publikum zu begeisterten Gartenfreunden von morgen werden kann, darüber ging es in der nächsten Runde. Einleitend zu seiner Ansprache erklärte Jim Gardiner (Vereinigtes Königreich), Leiter der Wisley Gärten, dass er noch nie so viele Experten beieinander gesehen habe. Anschließend merkte er an, dass das Lernen in Innenräumen mittlerweile wichtiger geworden wäre, als das Lernen draußen. In diesem Zusammenhang ginge es nun darum, die Liebe zu den Pflanzen bei den Kindern zu wecken. (www.rhs.org.uk)
Jennifer Bailey, ebenfalls Vereinigtes Königreich, Marketing-Leiterin des Botanischen Gartens von Kew, eines 250 Jahre alten Gartens, sprach über den Auftrag eines Botanischen Gartens, die Menschen zu inspirieren. (www.kew.org) Auch in der Vorstellung von Schloss Trautmannsdorff, einem Garten in Italien, durch Melanie Steiner, ging es darum, Besuchern aller Altersgruppen eine Vielzahl von Aktivitäten anzubieten, um das Interesse am Garten zu wecken. (www.trauttmansdorff.it) Abraham Rammeloo aus Belgien, Leiter des Arboretums von Kalmthout, betonte die Schwierigkeit der Gratwanderung zwischen Botanischem Garten und Tourismusattraktion. (www.arboretumkalmthout.be)
Der zweite Tag der Konferenz wurde den Erfahrungen und Ideen gewidmet. Joel Gayet aus Frankreich, einer der renommiertesten Tourismusberater referierte über das Thema Gartentourismus. Anschließend stellte Alexander Reford aus Kanada den Garten von Métis vor, der bereits von seiner Urgroßmutter angelegt worden war. (www.jardingsdemetis.com) Zahlreiche Projekte, welche in Zusammenhang mit Gärten stehen, wurden von Monika Gora aus Schweden, welche den Garten des Wissens in Malmö gestaltete, vorgestellt. (www.gora.se) Der Künstler Fritz Haeg aus den Vereinigten Staaten, Architekt, Professor, Aktivist und Gartenbauer erregte Aufsehen durch provokante gartenbauliche Installationen in Stadtrandgebieten. (www.fritzhaeg.com) Mit Naturspielplätzen befasst sich Helle Nebelong aus Dänemark. Sie ist insbesondere für ihr revolutionäres Konzept für Spielplätze bekannt. (www.sansehaver.dk) Über den Botanischen Garten von Barcelona informierte Josep M. Montserrat aus Spanien, Leiter des dortigen Botanischen Gartens. Er interessiert sich insbesondere für Fragen der Taxonomie und die Flora. (www.jardibotanic.bcn.es)
Beiträge zum Thema Planung von Gärten für alle brachten die Landschaftsgestalter Tom Stuart-Smith aus dem Vereinigten Königreich, welcher mit sensiblen Kreationen auf sich aufmerksam macht, (www.tomstuartsmith.co.uk) Philippe Niez aus Frankreich, unter anderem beteiligt an der Gestaltung der Gärten der alten Steingutfabrik in Sarreguemines (www.philippeniez.com) und Ulf Nordfjell aus Schweden, welcher 2009 für seinen Erfolg mit dem Garten des Daily Telegraph die Auszeichnung Best in the Show erhalten hat, (www.nordfjellcollection.se) ihre Ideen ein.
Als Vertreter für Plattformen für die Entwicklung weiterer Projekte und Netzwerke fanden sich Judith Wade aus Italien, Vorsitzende des Vereins „Grandi Giardini Italiani“, (www.grandigiardini.it) Dr. Thérèse Jonveaux aus Frankreich und Dr. Fescharek aus Deutschland sowie Jared Braiterman aus Japan ein. (www.tokyogreenspace.com)
Kontakt
Moselle Tourisme
2-4 rue du Pont Moreau, F-57003 Metz cedex 1
Tel. +33 (0)387375780, info@moselle-tourisme.com
Geschäftsstelle des Projektbüros „Gärten ohne Grenzen“
Ellerweg 11, D-66663 Merzig
tourismus@merzig-wadern.de - www.gaerten-ohne-grenzen.de
Ein Beitrag für ReiseTravel von Sabine Erl.
Unsere Redakteurin Sabine Erl zeichnet bei ReiseTravel für die Redaktion Lifestyle verantwortlich
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