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Neues aus der Backstube

Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks wert sich für seine Kunden und für seine Mitglieder: Präsident Peter Becker, selber Bäckermeister in Hamburg, hat Aldi –Süd und Lildl abgemahnt, da diese Discounter sich nicht an die Leitsätze des Deutschenlebensmittelbuches halten. Nach ALDI-Süd verwendet nun auch LIDL Verkehrsbezeichnungen der „Leitsätze des Deutschen Lebensmittelbuches für Brot und Kleingebäck“ für die eigenen Brotsorten ˆ ohne sich dabei jedoch an die vorgeschriebenen Getreidemengen und -arten zu halten. In beiden Fällen hat der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks darauf mit entsprechenden Abmahnungen reagiert.

Die Sachlage ist klar: Jeder Wettbewerber muss sich an den geltenden Regeln messen lassen, um eine objektive Vergleichbarkeit zu gewährleisten: „Beim Handwerksbäcker bekommt man unter der Bezeichnung „Roggenmischbrot“ ein Brot, das mindestens 51 Prozent Roggenmehl enthält. Bei ALDI-Süd und LIDL stellt der Kunde nun fest, dass das Roggenmischbrot wesentlich weniger Roggenmehl enthält. Dies widerspricht dem Sinn der Leitsätze und erfüllt den Tatbestand der Verbrauchertäuschung“, kommentiert RA Amin Werner, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks.

Im Fall von ALDI-Süd kommt außerdem hinzu, dass das Unternehmen in einem Werbeflyer und auf seinen so genannten Back-Automaten damit wirbt, dass in der Filiale Brot und Brötchen ganztägig frisch gebacken würden: „Frisch aus dem Ofen - direkt in die Tüte“, obwohl anzunehmen ist, dass in den Automaten lediglich ein Aufwärmprozess fertig gebackener Ware stattfindet.

Mittlerweile hat der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks gegen ALDI-Süd Klage eingereicht, weil das Unternehmen der Aufforderung, eine Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung abzugeben, nicht nachgekommen ist. Die Reaktion von LIDL auf die Abmahnung steht noch aus.

Unser tägliches Brot  

Neues aus der Backstube

„Mit unserem Vorgehen setzen wir ein Zeichen für fairen Wettbewerb und Qualität. Egal, ob ein Unternehmen „aufgewärmte„ Brötchen als “selbst gebacken„ verkauft, oder sich nicht an die vorgeschriebenen Getreidemengen hält“, betont Peter Becker, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks.

Die Leitsätze des Deutschen Lebensmittelbuches liefern für Hersteller, amtliche Lebensmittelüberwacher, aber auch für Verbraucher aussagekräftige Beschreibungen der Lebensmittel. Für das Bäcker- und Konditorenhandwerk dienen sie als Grundlage für die eigenen Qualitätsansprüche, bieten den Handwerksbetrieben Sicherheit gegenüber den Lebensmittelüberwachern und sorgen für einen fairen Wettbewerb. Aufgrund der allgemeinen Zustimmung haben die Leitsätze den Charakter eines Sachverständigengutachtens von besonderer Qualität und sind daher eine wichtige und wertvolle Auslegungshilfe im Falle von Rechtsstreitigkeiten über die Verkehrsauffassung eines Lebensmittels.

Tag des Deutschen Handwerks

Neues aus der Backstube

Peter Becker Bäckermeister, Präsident, Amin Werner, Rechtsanwalt Hauptgeschäftsführer Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e. V. (v.l.n.r.) Peter Becker selbst Frühstückliebhaber will seine Freude an einem gesunden Frühstück mit den Jungen Menschen in den Schulen teilen.

Hier seine Aktionsidee: Aus der Backstube ins Klassenzimmer - ausgewogen Frühstücken mit den „Frühstücksbäckern. Mit dem richtigen Frühstück lernt sich`s einfach besser. Doch noch immer kommen viel zu viele Kinder mit leerem Magen in die Schule. Das soll sich jetzt ändern.  Mit ihrer deutschlandweiten Aktion „Unser Frühstücksbäcker„ informiert das Bäckerhandwerk im Schuljahr 2011/12 deutschlandweit an Grundschulen über die Bedeutung eines abwechslungsreichen Frühstücks und ausreichender Bewegung. Während der Frühstücks-Projektwochen stehen sie den Lehrern mit Rat und Tat zur Seite: von der Klassenfahrt in die Backstube bis zur Unterrichtsstunde zu Themen wie Ernährung, Bäckerhandwerk und dem Weg vom Korn zum Brot sind den Ideen zur Kooperation keine Grenzen gesetzt.
„Zu einer ausgewogenen Ernährung gehören Backwaren, wie Vollkornbrot, unbedingt dazu.  Die wertvollen Produkte der Deutschen Handwerksbäcker sollten auf keinem Frühstückstisch fehlen„, umreißt Peter Becker, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks das Kampagnenziel. „Deshalb haben wir gemeinsam mit Pädagogen und Ernährungswissenschaftlern zehn didaktisch strukturierte Unterrichtseinheiten entwickelt. Sie vermitteln alles Wissenswerte rund um die Themen Frühstück, Bewegung, Brot und Getreide“.
Schon im Vorfeld des Kampagnenstarts verspricht die Initiative der Bäcker ein voller Erfolg zu werden. Die Anmeldung von zahlreichen Schulen im gesamten Bundesgebiet, sowie 1.705 Bäckereien mit 7.126 Verkaufsstellen belegt das allgemeine Interesse am Thema. Die ansprechende, kindgerechte Aufmachung der Kampagne rund um „Bäckman„, den Superhelden aus der Backstube, ist informativ und sorgt gleichzeitig für viel Spaß und Spannung. Auf der Kampagnenplattform www.frühstücksbäcker.de Die Kinder finden interaktive Spiele und Angebote, Eltern nützliche Rezepte und Frühstückstipps, Lehrer die Unterrichtsmaterialien zum Download und die Bäcker Werbematerialien, die sich im Handumdrehen mit Logo und Adresse individualisieren lassen. Die teilnehmenden Bäckereien und Filialen halten während des gesamten Aktionszeitraums zahlreiche Kunden-Geschenke wie Kalender und Stundenpläne für ihre kleine und große Kundschaft bereit.  „Wir freuen uns über das positive Feedback, das wir schon jetzt erhalten. Schulen, die noch einen Kooperationspartner suchen, finden über die Google-Maps-Anbindung auf der Frühstücksbäcker-Seite einen teilnehmenden Bäcker in ihrer Nähe„, verspricht RA Amin Werner, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks. Brot-Test garantiert erstklassige Brotqualität ˆ der schnellste Weg zu ausgezeichneten Bäckereien im ganzen Bundesgebiet Deutsches Brot soll WELTKULTURERBE werden.  

Ja aber woher weiß der Kunde welcher Bäcker ist gut!  Wo finde ich den GUTEN BÄCKER?
In ganz Deutschland freut man sich über die heimische Brotvielfalt. Doch oft hat der Kunde die Qual der Wahl. Speziell wenn mehrere Bäckereien in Laufnähe liegen, fällt die Entscheidung nicht leicht. Abhilfe schafft die Seite www.brot-test.de des Instituts für die Qualitätssicherung von Backwaren (IQBack e. V.). Deren Brotprüfer führen deutschlandweit freiwillige Qualitätsprüfungen von Backwaren aus Handwerksbäckereien durch. Brote, die mit „gut“ oder „sehr gut“ bewertet wurden, werden auf der Homepage vorgestellt, die mit rund 38.500 positiv bewerteten Backwaren die größte Verbraucherinformationsseite rund um die Qualität von Brot, Brötchen und Stollen im Internet ist.
„Eine frische Scheibe Brot ist ein Genuss, der seinesgleichen sucht. Mit unserer Brottest-Seite erleichtern wir den Verbrauchern die Suche nach Brot bester Qualität in unmittelbarer Nähe, „ erklärt Peter Becker, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks die Funktionsweise der Seite: „Sie geben einfach Ihren Wohnort oder Ihre Postleitzahl ein, schon liefert Ihnen der Bäckerei-Finder die Adresse der nächstgelegenen, ausgezeichneten Bäckerei“.
Mit ihren Brottests unterstützen und beraten die Prüfer die Bäcker bei der Optimierung ihrer Produkte und Produktionsprozesse. Dazu kommt: Brotprüfungen finden meist öffentlich statt, so dass die Verbraucher direkt mitverfolgen können, wie die Brote untersucht werden. Das schafft Kundennähe und Transparenz. Viele Qualitätsprüfungen finden öffentlich in Banken, Einkaufszentren oder auf regionalen Festen statt. Oft sind dabei Journalisten der Fachpresse oder der Tagespresse zugegen, die über die Qualitätsprüfung berichten. Bei ihren Tests achten die Brotprüfer übrigens auf diese sechs Kriterien: Form und Aussehen, Oberflächen- und Krusteneigenschaften, Lockerung und Krumenbild, Struktur und Elastizität, Geruch, sowie Geschmack und Aroma.
Brotprüfer verfügen in der Regel neben ihrem Meisterbrief im Bäckerhandwerk über mehrjährige Berufserfahrung und sind ausgebildete sensorische Sachverständige für Brot und Feine Backwaren. „Mit diesem Service setzen wir ein Zeichen für handwerkliche Qualitätsarbeit und gegen geschmackloses Einheitsbrot industrieller Fertigung aus dem Supermarkt-Regal. Das kommt bei den Kunden an“,  kommentiert RA Amin Werner, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks.
Das IQBack gehört zu den führenden Anbietern bei der professionellen Bewertung von Backwaren. Drei hauptberufliche Qualitätsprüfer und zahlreiche nebenberufliche Sachverständige sind dazu in ganz Deutschland unterwegs und begutachten alljährlich rund 20.000 Produkte aus ca. 4.500 Handwerksbäckereien. Verwaltungssitz des IQBack ist die Bundesakademie des Deutschen Bäckerhandwerks in Weinheim.  

Brotregister startet mit Rekordergebnis: Die Deutsche Brotkultur erweist sich als würdiger Kandidat für den Titel „Weltkulturerbe“: Die Deutsche Brotkultur ist weltweit unerreicht, das haben die Deutschen Bäcker mit ihrem Brotregister eindrucksvoll untermauert. Die Anzahl der Brotspezialitäten und die damit verbundene Kreativität übertreffen alle Erwartungen. Mit der Bestandsaufnahme ˆ der ersten ihrer Art ˆ ist der Grundstein für die Anerkennung als immaterielles Kulturerbe nach der UNESCO-Konvention gelegt. Was noch fehlt, ist die Ratifizierung des entsprechenden Übereinkommens durch den Deutschen Bundestag.
„Wir freuen uns, Ihnen heute die Auswertung des ersten Deutschen Brotregisters vorstellen zu können. Insgesamt wurden 2.256 Brotrezepte angemeldet. Eine Systematik zur Kategorisierung der Brotrezepte wird derzeit erarbeitet. Wir dürfen jedoch davon ausgehen, dass wir weit mehr als 300 Brotsorten haben werden. Dieses Rekordergebnis hat sogar uns erstaunt„, verkündet Peter Becker, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks. „Sobald Deutschland dem Übereinkommen zur Bewahrung des immateriellen Weltkulturerbes beigetreten ist, sind wir gerüstet. Die Deutsche Brotkultur zählt ˆ ähnlich wie die französische Esskultur oder der argentinische Tango ˆ zu den „lebendigen kulturellen Ausdrucksformen, die unmittelbar von menschlichem Können und Wissen getragen werden„ und erfüllt damit die wichtigste Voraussetzung, um von der UNESCO als Immaterielles Kulturerbe geschützt zu werden. Doch noch steht die deutsche Umsetzung des Abkommens aus, dem seit 2003 bereits über 130 Staaten beigetreten sind.
Fraktionsübergreifend befürworten die Parteien im Bundestag eine Ratifizierung des UNESCO-Abkommens. Mittlerweile hat die  Bundesregierung Gespräche  mit  den Ländern aufgenommen, um den Ratifizierungsprozess einzuleiten. Gelingt es, sich mit den Ländern auf eine Qualitätssichernde Methode für Bestandsaufnahmen zu verständigen ˆ etwa nach Vorbild der Schweiz oder Österreich ˆ rückt der deutsche Beitritt in greifbare Nähe.
„Unser Ziel ist es, die natürlich gewachsene deutsche Brotlandschaft zu bewahren, in die Liste des Kulturgutes aufzunehmen und die Leistung der deutschen Bäcker gebührend zu würdigen. Deshalb hoffen wir, dass wir bis Ende 2012 in die Liste als Weltkulturerbe aufgenommen werden„, fasst RA Amin Werner, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks.  

Von Udo Lauer

 

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