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Max Planck – der Vater der Quantentheorie
Zu seinem 150. Geburtstag präsentiert das Deutsche Technik Museum Berlin in einer Sonderausstellung den Physiker und bedeutenden Forscher Max Planck. Gleichzeitig gibt die Ausstellung Einblicke in die Arbeit der Max-Planck-Gesellschaft.
Max Planck wurde am 23. April 1858 in Kiel geboren. Er stammte aus einer traditionsreichen Gelehrtenfamilie. Schon sein Großvater und sein Urgroßvater waren Theologieprofessoren, sein Vater war Professor der Jurisprudenz und sein Onkel väterlicherseits war einer der Begründer des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Ab 1874 studierte Max Planck in München Physik, um 1877 für ein Jahr nach Berlin zu gehen, wo er bei den berühmten Physikern Hermann von Helmholtz und Gustav Kirchhoff sowie dem Mathematiker Karl Weierstraß studierte. Er beschäftigte sich ausschließlich mit Theoretischer Physik. 1885 wurde er zum außerordentlichen Professor für Physik nach Kiel berufen. 1889 wurde er dann als Nachfolger von Gustav Kirchhoff nach Berlin berufen und 1894 zum Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften gewählt. Im Privatleben musste er viele Schicksalsschläge hinnehmen. Er überlebte alle seine vier Kinder aus erster Ehe; nur sein Sohn Hermann aus seiner zweiten Ehe blieb ihm erhalten.
Von 1930 bis 1937 war Planck Präsident der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. Während der Nazi-Herrschaft sah er es als seine Aufgabe an, die wissenschaftliche Arbeit in den Forschungsinstituten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft erfolgreich weiter zu führen, die durch die Emigration der jüdischen Wissenschaftler zu stagnieren drohte. Zu den neuen Machthabern entwickelte Planck zunehmend eine innere Distanz, zumal sein Sohn Erwin aus erster Ehe zum Kreis des „20. Juli 1944“ gehörte und vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde. Nach dem Krieg setzte sich Max Planck für das Weiterbestehen der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft ein, was ihm aufgrund seiner großen internationalen Reputation auch gelang. Er übernahm noch einmal kommissarisch das Präsidentenamt, das nach Rückkehr aus englischer Internierung Otto Hahn am 1. April 1946 antrat. Auf Wunsch der britischen Besatzungsmacht erfolgte im September 1946 die Umbenennung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft und Max Planck wurde mit 88 Jahren zum Namensgeber der Max Planck-Gesellschaft.
Als größte wissenschaftliche Leistung Plancks wird seine Quantentheorie angesehen, die er um 1900 ausformulierte. Sie bedeutete die Erweiterung der Physik um ein bis dahin noch nicht erkanntes Forschungsgebiet mit ganz eigenen, unbekannten Gesetzmäßigkeiten. Die Beschäftigung mit ihnen wurde zu einer neuen Aufgabe physikalischer Forschungen. Max Planck wollte das Weltbild seiner Zeit durch seine Forschungen nicht bewusst verändern. Sein unvoreingenommener Blick auf bis dahin ungeklärte Phänomene führte jedoch dazu, dass er traditionelle Grenzen überschritt und gänzlich Neues entdeckte.
Nachdem Max Planck 1913 Rektor der Berliner Universität geworden war, konnte er Albert Einstein nach Berlin holen und für ihn 1914 eine neue Professur einrichten. Sie wurden gute Freunde und musizierten auch gemeinsam, denn Planck war musikalisch sehr begabt. Er spielte Klavier, Orgel und Cello. Auch mit der 1905 von dem bis dahin völlig unbekannten Albert Einstein veröffentlichten Relativitätstheorie beschäftigte er sich. Er war einer der wenigen, die die Bedeutung der Speziellen Relativitätstheorie erkannten. Aufgrund seines Einflusses konnte sich die Spezielle Relativitätstheorie von Albert Einstein in Deutschland bald durchsetzen.
1938 wurde Max Planck zu seinem 80. Geburtstag mit einem Festakt der Deutschen Physikalischen Gesellschaft gefeiert. Trotz seines hohen Alters unternahm er immer noch Vortragsreisen und bestieg 1943 in den Alpen mehrere Dreitausender. Inzwischen war der Bombenkrieg in Deutschland eskaliert. Sein Haus in Berlin wurde 1944 durch einen Luftangriff völlig zerstört. Max Planck starb am 4. Oktober 1947 in Göttingen.
Das Deutsche Technik Museum Berlin zeigt ausgewählte Exponate der Physikgeschichte. Inhalte und Bedeutungen von Plancks Entdeckungen werden durch Briefe und Fotografien dokumentiert. Gleichzeitig informiert die Max Planck-Gesellschaft mit der Ausstellung über unbekannte Details der Arbeiten ihres Gründers und gibt Einblicke in die Arbeit ihrer Grundlagenforschung.
Max Planck-Gesellschaft - Dr. Susanne Kiewitz, Tel.: 030/22 667 273
Ein Beitrag für ReiseTravel von Edelgard Richter Dela Press.
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