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Astana

Junges Land in Eurasien

Kasachstan ist mit seinen 2,7 Millionen Quadratkilometern das neuntgrößte Land der Erde. Mit einer Ost-West-Ausdehnung von über 2800 Kilometern und einer Nord-Süd-Ausdehnung von etwa 1600 Kilometern ist das Land so groß, dass Spanien, Portugal, Frankreich, die Benelux-Staaten, Italien, Österreich, die Schweiz, Deutschland, Schweden, Dänemark und Großbritannien auf diesem Territorium Platz hätten.

Im Zentrum Eurasiens gelegen, grenzt Kasachstan im Norden an Russland, im Osten an China, im Süden an Kirgisien, Usbekistan und Turkmenistan, im Westen verläuft die Staatsgrenze im Kaspischen Meer.  

Mitten in der Steppe:

Kasachstan in der Steppe

Kasachstan in der Steppe

Gastfreundliche Menschen  

Astana wurde 1830 als Festung am Ufer des Flusses Ischim als Akmolinsk gegründet und erhielt 1862 das Stadtrecht. Aufgrund der zentralen Lage befand sich hier schon immer ein bedeutender Handels- und Transportknotenpunkt.

Mit der Neulandgewinnung in der Steppe ab 1955 unter der Sowjetunion bekam die Stadt den Namen Tselinograd und wurde zum landwirtschaftlichen Zentrum des Landes. Im Zuge der Verlegung der Hauptstadt aus Almaty erhielt die neue Metropole 1998 den Namen Astana.

Seitdem boomt die Stadt, unentwegt verändert sich Ihr Gesicht. Völlig neue Stadtteile sind entstanden, moderne Verwaltungsgebäude, wissenschaftliche Einrichtungen, ein Diplomatenstädtchen, die Hauptquartiere wichtiger Unternehmen, Kultur- und Freizeitzentren. Auch Wohnraum für die ständig wachsende Bevölkerung wird geschaffen. Angesehene Architekten wie der Japaner Kisho Kurokawa und Sir Norman Foster haben wesentlichen Anteil am Erscheinungsbild der neuen Hauptstadt. Vom 97 Meter hohen Turm Baiterek, dem Wahrzeichen Astanas, kann man einen Überblick über die Metropole verschaffen. Das Freiluftmuseum „Atameken“ fasziniert den Besucher mit einer begehbaren Karte Kasachstans mit Modellen bedeutender Sehenswürdigkeiten. Das Kulturzentrum des Präsidenten mit einer guten historisch-ethnografischen Sammlung und das am weitesten von den Weltmeeren entfernte Ozeanarium sind ebenfalls sehenswert. Ein Ausflugsziel ist der Nationalpark von Bayanaul. Die bergige Naturlandschaft bietet gute Wandermöglichkeiten. In der Hauptstadt Astana, was auf Kasachisch soviel bedeutet wie „Hauptstadt“, leben derzeit rund 600000 Einwohner.  

Kasachstan ist ein erstaunliches Land zwischen Tradition und Moderne. Nomadische Lebensformen und Bauboom in den Städten. Sittsam verhüllte Frauen in den Pilgerstätten Turkistans und Mangyschlaks und supermodern und freizügig gekleidete Schönheiten auf den Plätzen der Metropolen. Berittene Hirten in der Steppe und Luxuskarossen auf den Straßen. Kamelherden neben Erdöl-Bohrtürmen. Zahlreiche Gegensätze. Kasachstan ist ein Land im Herzen von Eurasien, wo alte und Moderne und orientalischen Traditionen nebeneinander mit der westlichen Kultur aufeinander treffen.  

1990 erklärte Kasachstan seine Souveränität innerhalb der damaligen Sowjetunion. Nursultan Nasarbajew wurde Staatsoberhaupt und am 16. Dezember 1991 erklärte die Republik Kasachstan ihre Unabhängigkeit. Kasachisch wurde Amtssprache, die alte Hauptstadt Alma-Ata wurde in Almaty umbenannt und der 16. Dezember zum Nationalfeiertag ausgerufen. Nursultan Nasarbajew war bereits am 1. Dezember 1991 in den ersten direkten Wahlen zum Präsidenten gewählt worden.

 

In Kasachstan belebt der Tourismus die Wirtschaft ganzer Regionen. Er erfordert den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, des Handels, des kulturellen Angebots und der medizinischen Betreuung. Das Land besitzt alle kulturellen, historischen, geographischen und klimatischen Voraussetzungen für die Ausweitung des Tourismus.
Mit der Unabhängigkeit wurden die Grundlagen für eine Tourismusbranche gelegt, die sich auf das historische und kulturelle Erbe besinnt. In Anbetracht des raschen und stabilen Wachstums des Tourismus und seiner starken Ausstrahlungen auf die Umgebung, auf andere Wirtschaftsbranchen und den Lebensstandard der Bevölkerung erklärte die Regierung in ihrem langfristigen Entwicklungsprogramm den Tourismus zu einem der wichtigsten Wirtschaftszweige.
Es wurde ein nationales Programm zur Entwicklung der Tourismusindustrie aufgelegt: „Wiederherstellung der historischen Zentren der Seidenstraße, Erhaltung und Pflege des kulturellen Erbes der turksprachigen Staaten und Schaffung einer touristischen Infrastruktur“. Im Strategiepapier „Kasachstan - 2030“ wird die besondere Bedeutung des Tourismus betont.

Der Tourismus fällt in die Verantwortung des Komitees für Handel und Tourismus des Industrie- und Handelsministeriums. Zurzeit hat das Komitee einen Plan erarbeitet, in dem es vor allem um Erleichterungen bei den Visa- und Anmeldeformalitäten für Ausländer geht, weshalb eine gemeinsame Verfügung des Innenministeriums, des Komitees für Nationale Sicherheit und des Außenministeriums erging. Mit dem Landwirtschaftsministerium werden die touristische Erschließung von Nationalparks und Fragen des Ökotourismus abgestimmt. Das Ministerium für Bildung und Wissenschaft stellt zusätzliche Mittel für die Ausbildung von bis zu 200 Tourismusfachkräften pro Jahr bereit. Zur Wiederbelebung des Tourismus an der Seidenstraße gab es etliche Treffen von Fachleuten aus dem Verkehrs- und Kommunikationsministerium.

Kasachstan ist das Land der Erde, welches am weitesten von den Weltmeeren entfernt liegt, nur mit dem Kaspischen Meer ist es angebunden. Folglich hat das Klima einen ausgeprägt kontinentalen Charakter: Große Jahrestemperaturschwankungen und Niederschlagsarmut. Heiße und trockene Sommer gehen oft fast ohne Herbst in kalte, meist schneearme Winter über; dem langen Winter folgt ein kurzer und heftiger Frühling. Im Norden beträgt die durchschnittliche Temperatur im Sommer 18 Grad, im Winter minus 20 Grad. Diese Werte sagen jedoch nichts über Extreme aus. Winterliche Niedrigsttemperaturen von Minus 40 Grad treten vor allem im Nordosten und in den zentralen Steppen- und Wüstengebieten auf. Hier werden auch im Sommer die Rekorde gehalten, plus 40 Grad ist keine Seltenheit. Milder und kontrastärmer ist das Klima im Süden, im Schutz der Gebirgsketten des Tien Schan. 

Facettenreiche positive Überraschungen erwarten den Touristen, überall im Land: Sufi-Pilgerstätten, Nekropolen, surreale Landschaften und Stille. Und viele gastfreundliche Menschen. Zu Besuch in Kasachstan: Junges Land in Eurasien!

 

Kontakt

 

Kazakhstan Tourist Association

Association of Hotels & Restaurants

Ecotourism Information Resource Centre  

76, Shevchenko str 050000 Almaty – Kazakhstan

e-Mail kta@mail.kz

 

www.eco-tourism.kz

 

Buchtipp: ReiseTravel empfiehlt

 

Auf Nomadenwegen zwischen Kaspischem Meer und Aqtau: Kasachstan, eines der größten Länder der Erde, fasziniert vor allem durch seine landschaftliche Vielfalt.

Kasachstan in der Steppe 

Das zentralasiatische Land hat neben Steppenlandschaften auch Hochgebirgs- und sogar Küstenlandschaften zu bieten. In den Bergregionen des Altaj- und des Tien-Schan-Gebirges, an riesigen Steppenseen und wilden Flüssen kommen besonders Naturliebhaber und Aktivurlauber auf ihre Kosten; bei Trekking-, Mountainbike- oder Reittouren, beim Bergsteigen, Angeln oder bei naturkundlichen Exkursionen. Neben den zahlreichen landschaftlichen Schönheiten Kasachstans gibt es auch eine reiche Geschichte zu entdecken, die geprägt ist von der Kultur der Nomaden, den Oasen der Seidenstraße und den vielen Völkern, die sich freiwillig oder unfreiwillig im Land ansiedelten. Lebendige Städte wie die ehemalige Hauptstadt Almaty und die sich rasant entwickelnde neue Hauptstadt Astana, quirlige Basare und traditionelle Gastfreundschaft erwarten die Besucher. Der im Berliner Trescher Verlag in dritter Auflage erschienene Reiseführer Kasachstan stellt alle Regionen des Landes detailliert vor, berücksichtigt aktuelle Entwicklungen und gibt zahlreiche Tipps für organisierte Touren und Individualreisende. Ausführliche Kapitel zu Geschichte und Kultur Kasachstans sowie die durchgehend farbige Bebilderung des Buches machen Lust auf die Entdeckung eines noch weitgehend unbekannten Reiseziels. Wer einen Reiseführer kauft, will verreisen. Jetzt, dann, vielleicht etwas später. Wer reisen will, ist nicht aufzuhalten. Man kann ihm höchstens noch einen Rat mit auf dem Weg geben: Wer nach Kasachstan fährt, sollte wissen, dass er als anderer Mensch zurückkehrt. Er hat dann in sich die grenzenlose Weite der Steppe, die majestätische Stille der Gebirge, den unbekümmerten Lärm der Städte, den an Pferdegetrappel erinnernden Klang der Dombra. Er hat dann vielleicht eine Sehnsucht in sich, die er vorher nicht kannte: Sehnsucht nach dem prickelnd-rauchigen Geschmack vergorener Stutenmilch. Nach dem Staunen, von dem man ergriffen wird, wenn man nachts in einer Jurte liegt und durch den geöffneten Rauchabzug in den klaren, sternenübersäten Himmel schaut. Nach der Begeisterung angesichts einer hundertköpfigen, bunten Pferdeherde in der mohnroten Frühlingssteppe.

Das Unbekannte entdecken kann man nur selbst. Bisher gibt es nur eine kleine Gemeinde von Abenteurern, die dieses schöne und gastfreundliche Land für sich entdeckt hat, aber jährlich werden es mehr. Falls auch Sie zu diesen Abenteurern gehören möchten, sind Sie herzlich eingeladen. Dieses Buch soll neugierig machen auf das unbekannte Kasachstan, ein Land mit einer überaus reichen Geschichte, herzlichen Menschen, quirligen Basaren und einer faszinierend vielfältigen Landschaft. Von Detlef von Oppeln.  

Dagmar Schreiber Kasachstan entdecken. Auf Nomadenwegen zwischen Kaspischem Meer und Altaj. 3., aktualisierte und erweiterte Auflage, Trescher Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-89794-137-3. www.trescher-verlag.de  

Das Buch kostet im Buchhandel 19,95 Euro, 35,90 SFr.

 

Eine Beitrag für ReiseTravel von Gerald H. Ueberscher 

 

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Hafenstadt am Binnen-Meer

Literarisches Reiseziel am Kaspischen Meer

Essen und Trinken in Kasachstan

Auf Borats Spuren

Zwischen Ustyurt und Manqystau

Kasachstan will mehr Geld im Tourismus verdienen

Die Gefahr ist nicht die Statik…“

 

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