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Speik - Ein Gewächs mit besonderen Fähigkeiten
Speik - Eine unscheinbare Pflanze mit einer ungewöhnlichen Geschichte: Wenn Oswin Lafner eine getrocknete Speikpflanze in die Luft hält, dann kann man sich nur schwer vorstellen, dass dieses schmächtige grüne Gewächs mit seiner zierlichen gelben Blüte einst ein begehrtestes und kostbares Gut war. Schon vor 2.500 Jahren schätzte man im Orient den Speik wegen seines intensiven und aromatischen Geruchs und der besonderen Fähigkeiten in der Kosmetik. In Nordafrika und in Europa badeten die Menschen mit Speik, man parfümierte sich. Bräute wurden mit Speik vor der Hochzeit eingerieben. Vor 70 Jahren wurde der Speik unter Naturschutz gestellt. Heute darf er nur noch in den Nockbergen geerntet werden. Nur zwei Bergbauern, Hans Peter Huber und Oswin Lafner, teilen sich die Konzession. Für die Bergbauernfamilie Lafner auf dem malerischen, gut 350 Jahre alten Hof auf 1600 m Höhe in den Nockbergen ist der Speik nur ein kleiner Nebenverdienst. Die Arbeit ist allerdings mühsam. Von Mitte August bis Mitte September ist Erntezeit. Dann geht es hinauf in Regionen zwischen 1900 und 2300 m, wo die kleine Pflanze wächst. Mit einer speziellen Kralle wird der Speik samt seiner Wurzel aus dem Boden gezogen. Dazu braucht es ein geübtes Auge, sagt Oswin Lafner, denn für den Laien ist der Speik im Boden kaum erkennbar. Mehr als ein Kilo Speik ist an einem Arbeitstag nicht zuschaffen. Was geerntet wird, kommt dann in den alten Troadkasten neben dem Bauernhaus und wird zum Trocknen auf spezielle Holzbalken gelegt und regelmäßig gewendet. Der intensive Geruch des Speik verleiht dem Troadkasten eine ganz spezielle Duftnote. Drei Wochen dauert es dann, bis der Speik fertig für die Verarbeitung ist und von den Mitarbeitern der Firma Speick aus Deutschland abgeholt wird. Die Erntemenge ist auf maximal 25 Kilo pro Saison limitiert und wird von der Nationalparkverwaltung kontrolliert. Einerseits eine geringe Menge, aber für die Seifen und Öle braucht es nur sehr wenig von der intensiv duftenden Pflanze. Dem Speikbestand schadet die Ernte nicht. Im Gegenteil. Maßvoll geerntet hat das für den Fortbestand der Pflanze sogar eine positive Wirkung, wie eine wissenschaftliche Untersuchung der Universität für Bodenkultur in Wien ergab. Und dazu kommt der Speik nach der Verarbeitung wieder in seine Heimat zurück. Als Speiköl wird er auf elf Almhütten in den Nockbergen für Fußbäder angeboten und verwöhnt so geschundene Wandererbeine.
Tour ohne Tortur: Wenn Radler im Kärntner Ferienort Bad Kleinkirchheim einfach mal „verduften“ und wie „geölt“ in Fahrt sind, dann hat das einen geradezu betörend einfachen Grund: Sie sind mit dem Bike unterwegs zum Speik. Denn auf den sanften Hängen der Nockberge rund um Bad Kleinkirchheim blüht Radfahrern und Wanderern Ungewöhnliches: Die Speik-Pflanze, eine alpine Baldrianart bezaubert mit ihrem intensiven Geruch und ist weltweit äußerst selten, jedoch auf den Kuppen der Nockberge zu Hause. Bad Kleinkirchheim hat aus diesem Naturereignis ein Naturerlebnis gemacht: Eine neue, sportliche Variante heißt „Mit dem Bike zum Speik“. Eine ganz besondere Tour folgt dem Duft der Pflanzen. Der Clou: Unterwegs bieten in eigens ausgewiesenen Hütten spezielle Bike-Speik-Stopps ein kühlendes Fußbad im „Wasser-Wandl“ und Fußsalbungen mit Speik-Öl. „So wird Biken zum ganz intensiven Naturerlebnis“, erläutert Stefan Heinisch, Geschäftsführer der Bad Kleinkirchheimer Tourismus Marketing, die neue Idee, das moderne Mountainbike-Angebot der Kärntner Ferienregion mit einem besonderen Schatz der Natur zu kombinieren. Die knapp 30 Kilometer lange „Tour ohne Tortur“ führt über rund 1.160 Höhenmeter in den Nationalpark Nockberge. Schon beim ersten Bike-Speik-Stopp in der St. Oswalder Bochhütte, die wie alle ausgewiesenen Speik-Hütten eine auf der Pflanze basierende Naturkosmetik präsentiert, erlebt der Biker nach einem Fußbad im „Wasser-Wandl“ eine wohltuende Salbung mit Speik-Öl. So gestärkt geht es „wie geölt“ weiter bis zum Hüblbauer, wo der Hüttenwirt wieder mit einem Fläschen Speiköl aufwartet. Aber auch der Magen bleibt bei dieser Genuss-Tour keineswegs auf der Strecke: Kulinarische Köstlichkeiten wie die „Gelbe Suppn“, süßer Eierschmarrn oder deftige Jausen mit Speck und Bauernbrot stehen auf so mancher Speisekarte der Hütten am Wegesrand. Mit dem Bike zum Speik ist eine neue Variante des umfangreichen Mountainbike-Angebots, mit dem Bad Kleinkirchheim seit Jahren wegweisend ist. Sind es doch gerade die sanften Formen der Nockberge, die auch Radfahrern ohne Bergziegen-Kondition neue Wege eröffnen. Rolletappen für die ganze Familie, sanfte Anstiege, ideale Strecken für Straßenfahrer, aber auch extreme Trails – 43 bestens ausgearbeitete Touren warten in der Region Nockberge nur darauf, mit dem Drahtesel erobert zu werden. Mit Rat und Tat zur Seite stehen dabei Profis wie die Bike-Guides der Ski- & Sportschule Krainer, die von April bis Oktober ein umfangreiches Angebot in Sachen Mountainbiken ausgearbeitet haben. Die Palette reicht von der Schnupper-Tour bis zur Alpendurchquerung Alpe-Adria-Bike, vom Nockbikeshuttle bis zum Reparaturservice. Ihr Dorado sind über 1000 Kilometer beschilderte Biketouren, die in der Region Bad Kleinkirchheim und in den Nockbergen und am Millstätter See ausgewiesen sind. Nicht zuletzt die Kombination aus warmem Badesee und anspruchvoller Bergetappe verleiht dem Biken hier eine besondere Note. Als „rad-affine“ Basislager fungieren zahlreiche Hotels wie beispielsweise der Harmony’s Hotel Kärntnerhof in Bad Kleinkirchheim. Das Vier-Sterne-Hotel bietet alles rund ums Rad. So hält Bikeguide Christine manchen Geheimtipp bereit. Ein umfassendes Wellnessangebot macht müde Biker-Beine wieder munter. Und selbstverständlich darf auch hier eine Speik-Massage nicht fehlen.
Bike-Holidays Mitgliedsbetrieb Harmony´s Kärntnerhof: Die Biker-Pauschale im Biker-Hotel Kärntnerhof beinhaltet 2 geführte Touren in 2 Leistungsgruppen, ein Energiepaket von Maxim und einer Speik Fuß- und Beinbehandlung. Buchbar ist das 5 Tage/4 Nächtepaket ab Euro 383 pro Person.
Bad Kleinkirchheimer Tourismus Marketing GmbH, Dorfstraße 30, A-9546 Bad Kleinkirchheim, GF Stefan Heinisch & Marlies Glatz, Tel.: +43/4240/8212, Fax: +43/4240/8537, presse@badkleinkirchheim.at - www.presse.badkleinkirchheim.at
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