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Aids macht arm und Armut macht AIDS

Durch Armut bedingte Krankheiten: Der Begriff „Armutsbedingte Krankheiten“ beinhaltet Infektionskrankheiten, die einerseits in besonderem Maße arme Bevölkerungsgruppen betreffen und andererseits durch Armut mit verursacht beziehungsweise deren Verbreitung durch Armut befördert wird. Der Zusammenhang von Armut und Krankheit ist vielfältig. Schlechte oder Mangelernährung, unzureichende Trinkwasserversorgung, Mangel an medizinischer Versorgung und Vorbeugung führen dazu, dass Krankheiten in armen Ländern tödlich enden, die in besser entwickelten Ländern kaum noch ein Problem sind.

 

Unter Armutsbedingten Krankheiten werden in diesem Sinn im Wesentlichen die drei großen Geißeln der armen Länder verstanden: Malaria, Tuberkulose und HIV/Aids. Allein im südlichen Afrika lebte im Jahr 2007 der weitaus größte Teil aller HIV-Infizierten: 22 Millionen von insgesamt 33 Millionen Menschen. Der Großteil davon sind Frauen. Täglich sterben in dieser Region 8.500 Menschen an der durch das HI-Virus ausgelösten Krankheit AIDS. Malaria ist immer noch der Killer Nr. 1 in tropischen Ländern und verursacht etwa 1 Million Todesfälle pro Jahr. Davon sind vor allem Kinder unter fünf Jahren betroffen: Alle 30 Sekunden stirbt ein Kind in Afrika an Malaria. Tuberkulose, die in Industrieländern so gut wie ausgerottet ist, verursacht 1,6 Millionen Todesopfer jährlich. Sie ist damit eine der am häufigsten auftretenden Infektionskrankheiten bei Erwachsenen, mit täglichen Todeszahlen von 4.400 Menschen. Eine Kombinationsinfektion von Tuberkulose und AIDS ist fatal. Die hoch ansteckende Tuberkulose, früher auch Schwindsucht genannt, ist Haupttodesursache von AIDS-Kranken im südlichen Afrika. In den letzten Jahren hat sich in dieser Region eine besonders resistente Form der Tuberkulose entwickelt, gegen die herkömmliche Medikamente kaum noch wirken.

 

Ein weiterer Aspekt von Armutsbedingten Krankheiten und ihrer hauptsächlichen Verbreitung in armen Ländern ist, dass in die Entwicklung neuer Medikamente und Impfstoffe von Seiten der Privatwirtschaft vergleichsweise wenig Geld investiert wird. Denn dort ist unter den schwach entwickelten Märkten und der geringen Kaufkraft der Einwohner kein entsprechender Gewinn zu erwarten. AIDS-Medikamente, die so genannte Antiretrovirale Therapie ist zwar mittlerweile in einigen Entwicklungsländern günstiger geworden, verlangt aber eine strikte Einhaltungspflicht, gepaart mit ausreichend Nahrung. In vielen Ländern Afrikas und Asiens, in denen Mangelernährung herrscht und Krankenhäuser nur durch stundenlange Fußmärsche zu erreichen sind, ist der Erfolg dieser Therapie stark gefährdet. Derzeit erhalten nur knapp 17 Prozent aller AIDS-Kranken im südlichen Afrika die lebensrettenden Medikamente.

 

Die Bekämpfung von Malaria, Aids und Tuberkulose hat neben der medizinischen Seite aber auch und vor allem eine soziale Seite. Der Kampf gegen diese Krankheiten ist immer auch der Kampf gegen Armut und –insbesondere im Falle von HIV/Aids- gegen Ausgrenzung und Diskriminierung der Betroffenen.

 

Wie hilft CARE?

 

CARE hilft an allen drei Fronten: Bei der Vorsorge der Krankheiten, bei der Behandlung und bei der Pflege der Kranken. Beispielsweise in Sambia. Dort klären Mitarbeiter über Infektionswege von Tuberkulose und HIV auf, bieten kostenlose Tests und psychologische Beratung an und verteilen Medikamente und Moskitonetze. Oder in Nepal. Dort werden Wanderarbeiter auf dem Weg nach Indien über AIDS und andere sexuelle Krankheiten aufgeklärt.

 

http://www.care.de/sambia_aids_malaria.html

 

http://www.care.de/nepal-wanderarbeiter-aids.html

 

Gesundheit und Wasser

 

Wasser ist die Grundlage des Lebens. Der Zugang zu sauberen Trinkwasser ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die menschliche Gesundheit. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sterben hauptsächlich in Afrika und Asien jährlich 2,2 Millionen Menschen an Krankheiten, die durch verschmutztes Wasser ausgelöst werden. Meist sind Fieber, Durchfall, Cholera die Krankheitsbilder. Dazu kommen 4.900 Kinder, die an diesen Krankheiten sterben – täglich. Aber auch Nutzwasser ist für die menschliche Gesundheit entscheidend. Hygiene und Sanitärsysteme benötigen Wasser. Doch 2,6 Milliarden Menschen, ein Drittel der Weltbevölkerung, haben keine Toiletten oder Waschgelegenheiten. Sie verrichten ihre Notdurft am Straßenrand, neben ihre Wohnhütte oder in Plastiktüten. Dieser Mangel setzt nicht nur verschiedenste Bakterien frei, er nagt auch an der Menschenwürde.

 

Gründe für den schlechten Zugang zu Wasser sind vielfältig. Zum einen ist er verursacht durch Wassermangel in bestimmten Regionen. Verschmutzungen sind ein weiterer Grund, ebenso wie eine nicht vorhandene Infrastruktur und schlechtes Wassermanagement.

In Entwicklungsländern gehen circa 50 Prozent des Trinkwassers durch Lecks in den Leitungen, durch illegale Entnahme und durch Verschmutzung verloren.

Das heißt, der Wartung und Instandhaltung von Wasserversorgungssystemen kommt eine besondere Rolle zu. In den meisten Entwicklungsländern sind es Frauen, die sich um die Versorgung der Haushalte mit Wasser kümmern. Daher wendet sich CARE in der Projektarbeit insbesondere an Frauen.

 

Katastrophen sind ein weiterer Grund für eine Gefährdung der Trinkwasserversorgung. Dazu zählen Dürren, aber auch Fluten und Überschwemmungen, da das Trinkwasser verunreinigt wird und sich Seuchen ausbreiten können. Katastrophen und kriegerische Auseinandersetzungen führen darüber hinaus zu Flüchtlingsbewegungen. Die Versorgung der Flüchtlinge in Lagern, die zumeist in Gebieten mit bereits unzureichender Wasserversorgung entstehen, ist eine weitere wichtige Aufgabe für CARE.

 

Wie hilft CARE?

 

CARE baut Brunnen und Wasserleitungen in vielen Ländern dieser Welt. Darüber hinaus klärt CARE über richtige Hygiene und Ernährung auf. Auch Schutz vor Überschwemmungen  und Flutkatastrophen stehen auf CAREs Projektliste.

 

http://www.care.de/vietnam-schutz-naturkatastrophen.html

 

http://www.care.de/kenia-sauberes-wasser.html

 

http://www.care.de/malawie-kampf-hunger.html

 

http://www.care.de/bangladesch-projekte.html

 

 

Kontakt

 

CARE Deutschland Luxemburg e.V.

Friedrichstraße 90, D-10117 Berlin 

www.care.de 

Spendenhotline: 0900 3 440 400 (gebührenfrei aus dem dt. Festnetz, ggf. abweichender Tarif Mobilfunk, Fortel)
eNews: www.care.de/enews_abo.html

 

Ein Beitrag für ReiseTravel von Sandra Bulling.

 

 

 

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