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Kloster-Receptar im Kräuterpark
Auf mehr als zwei Hektar wird der bestehende Bad Heilbrunner Kurpark derzeit zum Kräuter-Erlebnis-Park umgestaltet. Bis zu 400 Pflanzenarten werden im Frühjahr wachsen, darunter Tee-, Küchen- und Wohlfühlkräuter, Aroma- und Duftpflanzen sowie ein eigener Minzgarten. Ein Bachlauf mit Wasser-Barfußpfad, ein Feuchtbiotop sowie verschiedene Ruhe- und Erlebnisbereiche sollen auf dem Rundgang durch den Park nicht nur alle Sinne ansprechen, sondern auch Spaß vermitteln.
In enger Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Umwelt und Kultur im benachbarten Kloster Benediktbeuern sollen in einem besonderen Bereich die traditionellen Klosterheilkräuter wachsen, die früher die medizinische Versorgung sicherstellten.
So schrieb z.B. Karl der Große den Klöstern die Kultivierung bestimmter Heilkräuter vor. Das „Benediktbeurer Rezeptar“ beinhaltet diese und darüber hinaus weitere Kräuter, deren Verwendung aber teilweise in Vergessenheit geraten ist. Der Bad Heilbrunner Kräutergarten bietet genug Fläche, um diese Idee klosternah wieder zu beleben.
Der Kurort Bad Heilbrunn mit der ansässigen Firma Bad Heilbrunner Naturheilmittel GmbH & Co. KG hat eine lange Geschichte: Bereits die Kelten schienen 600 v. Chr. die dort vorkommenden Jodquellen zwecks ihrer heilenden Wirkung zu nutzen. Die nach den Ungareinfällen verschütteten Heilquellen wurden durch Benediktiner-Mönche im Jahre 1159 n. Chr. wiederentdeckt und nutzbar gemacht.
Bis zur Säkularisation 1803 gehörte Heilbrunn zum 739 n. Chr. gegründeten Kloster Benediktbeuern und profitierte seit jeher vom umfassenden Wissen der dort ansässigen Mönche.
Insbesondere hinsichtlich Naturwissenschaften und Heilslehre waren die Klöster zu dieser Zeit mit ihren gut sortierten Bibliotheken und gepflegten Heilkräutergärten die Apotheken des Landes. Mönche fungierten als Vermittler des Heilkundewissens, dessen Weitergabe meist auf Latein erfolgte und daher dem ungebildeten Volk verwehrt blieb. Erst in den Jahren um ca. 1250 begannen Mönche des Benediktinerordens das geschätzte Kräuterwissen auf Mittelhochdeutsch niederzuschreiben und damit der allgemeinen Bevölkerung zugänglich zu machen.
Das „Benediktbeurer Receptar“ ist eine der ältesten erhaltenen medizinischen Handschriften aus dem bayerischen Raum, die im 13. Jahrhundert verfasst wurden. Einzelne darin enthaltene Rezepte sind wesentlich älter. Es enthält eine Auflistung von 35 Pflanzen und deren Einsatz bei verschiedenen Befindlichkeitsstörungen.
So heißt es beispielsweise:
„Svem diu huste we tu der nem, so trinche daz spat un fru venchelwrz un stoz daz in einem morser.“
Das „Receptar“ gibt Rat bei verschiedenen körperlichen Beschwerden, wie hier zum Beispiel bei Husten. In diesem Falle wird die wohltuende Wirkung des Fenchels empfohlen, der wohl als Getränk, zerstoßen in einem Mörser in der Früh und Spät getrunken werden soll.
Die Kenntnisse um Heilpflanzen und deren Wirkungen haben sich ohne Frage im Laufe der Jahrhunderte erweitert. Es ist jedoch erstaunlich, wie aktuell oft auch heute noch Naturheilmittelprodukte auf der Basis des damaligen Wissens sind. Im Meditationsgarten des Benediktbeurer Klosters können Sie einige Pflanzen des Receptars wieder finden. Teils werden sie noch heute in Bad Heilbrunner® Gesundheitstees verwendet.
Das 1968 gegründete Unternehmen Bad Heilbrunner Naturheilmittel macht sich auch heute noch traditionelles Wissen bei seinen qualitativ hochwertigen Tees zunutze. Dass dies auf durchaus innovative Art und Weise geschehen kann, zeigt die oben erwähnte Auszeichnung „TOP 100“.
Beheimatet im Kurort Bad Heilbrunn, eingebettet in der Kräutererlebnisregion des Tölzer Landes hat es sich Bad Heilbrunner® zur Verantwortung gemacht, traditionell überliefertes Heilpflanzenwissen zu pflegen und mit modernen Kenntnissen zu vereinen. Damit leisten die Produkte unter der Marke Bad Heilbrunner® auch heute noch einen wertvollen Beitrag zur Gesunderhaltung des Menschen.
Viele Menschen vertrauen bei Erkältungen, Magenbeschwerden oder Schlafstörungen auf die bewährte Heilkraft der Natur. Im Jahr 2008 griffen Verbraucher insgesamt knapp 72 Millionen Mal zu Arzneitees. Am häufigsten findet dabei der klassische Teebeutel in die Tasse des Konsumenten. Dies bedeutet: Wasser aufkochen, Teebeutel mindestens 5 bis 10 Minuten in der Tasse ziehen lassen und leicht abgekühlt Schluck für Schluck trinken.
Ein von Bad Heilbrunner® besonders schonendes Verfahren ermöglicht eine Zubereitung von Tees ohne kochendes Wasser und ohne Ziehzeit!
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Ein Beitrag für ReiseTravel von Ulrich Glodowski.












