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Hotel Hohenfels
Ein Ort der Ruhe für Feinschmecker: Schneeflocken wirbeln bei jedem Schwimmzug ins Gesicht und schmelzen zart im Wasserdampf. Bei 33 Grad ist das Wasser wohlig warm, auch wenn der ganzjährig beheizte Außenpool vom Schnee umgeben ist. Der Blick schweift zum Neunerköpfle, dort schwingen gerade eifrige Skifahrer auf den Pisten ins Tal. Das sind Glücksmomente, die kann das Hotel Hohenfels im Tannheimer Tal bieten. Nach einem prallen Skitag ist Muskelentspannung in der Sauna, im Dampfbad, Schwimmbad oder bei der Massage angesagt. In dem modern gestyltem Ruheraum mit bequemen Wasserbetten gibt das Panoramafenster Ausblicke auf die tief verschneite Winterlandschaft der Tannheimer Berge.
Angefangen hat alles in den Sechziger Jahren. Elfriede und Mathäus Grad planten fünf Gehminuten vom Ortszentrum entfernt ein Hotel-Restaurant mitten auf einem Hügel mit Blick auf das Dorf Tannheim und die umliegenden Berge. Beim Ausheben der Baugrube begannen die ersten Schwierigkeiten, denn der ganze Untergrund bestand aus einer riesigen Felsplatte, die gesprengt werden musste. So war der Name „Hohenfels“ geboren. Gestartet wurde mit 30 Zimmern und 100 Sitzplätzen im Restaurant, ein typisches Tiroler „Hotel-Restaurant“. Elfriede Grad hat ihre Ausbildung im „Frankfurter Hof“ abgeschlossen. Matthäus Grad war einer der ersten Skilehrer im Tal, nachdem er die Hotelfachschule in Wien absolvierte, zog es ihn nach Monaco und auf Kreuzfahrtschiffe, bis er im Frankfurter Hof als Oberkellner engagiert wurde. Das Team war perfekt, beide ergänzten ihre gesammelten Erfahrungen mit Tiroler Gastlichkeit. Das Hohenfels wurde schnell zu einem Ausflugsziel für Feinschmecker. Wolfgang Radi, der Enkel der Gründer, der das Hotel mit seiner Frau Monika heute führt, studierte an der Hotelfachschule und Universität in Innsbruck und verdiente sich anschließend seine Sporen im Ausland. In Innsbruck lernte er seine Frau Monika kennen und lieben und beide verwandelten das Hohenfels in ein feines Landhotel. Viele Umbauten im Laufe der Jahre zeigen das Hotel heute in einer perfekten Kombination aus Tiroler Tradition, klarem Design in Naturmaterialien und liebevollen Details. Die Verbindung aus alpinen und modernen Design ist perfekt gelungen. „Ohne zu überladen, das ist uns wichtig“, so erklärt Wolfgang Radi. n den mit hellem Holz getäfelten Stuben unterstreichen die rehbraunen mit Filz überzogenen Stühle und alpinen Dekorationen die Tradition, dazu passt der Kleidercode für das weibliche Personal, das Dirndl. Auch in den Gästezimmern, die auffallend groß sind, dominiert die klare Linie fort und die Zimmer strahlen Behaglichkeit aus. Die Herzlichkeit des Personals und der heitere Ton im Haus tun ein Übriges für das Wohlbefinden der Gäste. Außerdem ist das Personal perfekt geschult, sehr umsichtig und hilfsbereit.
Der Höhepunkt eines jeden Tages ist das Abendmenü, dafür ist der Chefkoch Raffaele Cannizzaro zuständig. Er wurde in Köln geboren, aber seine sizilianischen Wurzeln sind unverkennbar. Sein Thema ist die Verbindung der mediterranen mit der regionalen Küche. Bevorzugt werden nur die besten Produkte aus der heimischen Landwirtschaft. Huchen und Tiroler Lamm stehen genauso auf der Speisekarte wie Thunfischtatar, Jakobsmuscheln oder Meeresfrüchterisotto. Seine Kochkunst auf höchstem Niveau verzaubert.
„Vielseitig und vor allem nicht schwer, so sollen unsere Gerichte sein, sagt Wolfgang Radi Focaccia mit Bresaola auf Rucola, dann folgt Kürbisschaumsuppe mit Kürbiskernöl und Scholle mit Speck. Geschmorte Bäckchen vom Iberico Schwein mit getrüffelter Creme sind der Hauptgang, wer mag, kann sich auch für die Schlachtplatte entscheiden. Bratapfel mit Rum und Karamellcreme runden das Menü ab. Die Gänge werden nicht wie vom Fließband serviert, sondern es gibt Pausen zwischen den Gängen in angenehmer Länge. Das Galamenü jeden Donnerstag sollte man bei einem Aufenthalt unbedingt einplanen.
Das Gourmet-Lokal des Hotels, die „Tannheimer Stube“, lockt nicht nur die absoluten Feinschmecker an. Von Dienstag bis Samstag gibt es ein Menü mit sieben Gängen auf höchstem Niveau. Schon im Jahre 2003 zeichnete Gault Millau das Hohenfels mit zwei Hauben aus. Heute erhielt die hauseigne Tannheimer Stube im Gault Millau-Führer 2009 wieder drei Hauben und 17 Punkte sowie einen Stern von Michelin. Und das schmeckt man auch.
Und wer hinter die Kulisse des Küchenchefs, Raffaele Cannizzaro, schauen möchte, der kann freitags bei der Vor- und Zubereitung des Abendmenüs dabei sein. Auch Wolfgang Radi ist mit Leib und Seele Koch, er übernimmt manchmal gerne die Küche. Seine Erfahrungen hat er mit Stefanie und Ekkehart Hamma in dem Buch „Feines aus der 5-Elemente-Küche“ zusammengefasst und dafür beim Cookbook Award in der Kategorie Gesundheit und Ernährung weltweit den vierten Platz belegt.
Zum Rahmen der Verwöhn-Halbpension des Hohenfels gehören nachmittags auch hausgemachte Kuchen und eine deftige Brotzeitauswahl.
Wer früh aufsteht, kann an der Morgengymnastik oder am Nordic-Walking mit Mirko teilnehmen oder schon eine Runde im Außenpool schwimmen. Das reichhaltige Frühstücksbüfett macht fitt für den Tag an der frischen Luft, sei es beim alpinen Skilauf, beim Langlauf, Schneeschuhlaufen, Winterwandern, beim Entspannen oder süßen Nichtstun.
Das Hohenfels ist ein besonderes Haus an einem besonderen Ort mit einer exzellenten Küche, dazu kommt die Ruhe, die so angenehm ist und alles in einem erholsamen Wohlgefühl gipfeln lässt.
Kontakt
Tourismusverband Tannheimer
Oberhöfen 110, A-6675 Tannheim
Tel.: +43-5675-6220-0, info@tannheimertal.com - www.tannheimertal.com
Hotel Hohenfels, Monika und Wolfgang Radi, Kreuzgasse 8, A-6675 Tannheim Tirol, Tel.: +43-5675-62860, info@hohenfels.at, www.hohenfels.at
Wolfgang Radi, er ist ausgebildeter „Tirol Vital“-Trainer, der mit seinen Gästen wandert, MTB fährt und im Winter beim Langlaufen, Skaten oder beim Ski fahren auch mal dabei ist.
Aktiv-Programm Hohenfels Sommer: Morgengymnastik, 3-mal in der Woche Frühstückswanderungen mit Bergfrühstück geführt von Monika Radi. Bergtouren mit einem geprüften Wanderführer. MTB mit dem Chef des Hauses.
Tipp Sommer: Wolfgang Radis Lieblingswanderung geht auf die Gappenfeldalm und anschließend auf die Sulspitze.
Lieblings MTB Tour: von Tannheim nach Pfronten – Vilstal – Schattwald und wieder zurück in’s Tannheimer Tal.
Tipp Kochen: Auf die Frage nach Wolfgang Radis Lieblingsgericht, erhält man zur Antwort: „Alles was schmeckt, von einfacher Hausmannskost bis zum Gourmetessen“.
Tipp Kochen: Raffaele Cannizzaros Lieblingsgericht: Spaghetti aglio olio.
Buch: Feines aus der 5-Elemente-Küche, von Stefanie und Ekkehart Hamma und Wolfgang Radi, Tinto Verlag. Die Autoren erklären wie gesunde und schmackhafte Gerichte zubereitet werden. Sie geben Tipps und Tricks, das Kochen einfach zu gestalten. Hintergründe zu dem alten Wissen um eine gesunde Ernährung mit den 5 Elementen. Für Könner und Anfänger ein Arbeitsbuch für jeden Tag.
Ein Beitrag für ReiseTravel von Gabi Dräger und Heidi Pfanzelt. Sie leben und arbeiten beide in München.
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