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Burgauberg

Österreichs erstes ökologisches Designhotel: Eine umfangreiche Geschichte über ein Hotel in Österreich? „Klingt erstmal nicht sehr aufregend“, stellt Hardthöhenkurier-Chefredakteur Klaus Karteusch lapidar fest. Aber meine Argumente überzeugen ihn schnell. Das reizvolle Hotel, das wir direkt nach unserer SPIRIT-Hotel-Recherche im ungarischen Bad Sárvár angesteuert haben, ist ein Blickfang.

Österreichs erstes ökologisches Designhotel, „Das Gogers“, ein Vier-Sterne-Hotel, liegt in der idyllischen Abgeschiedenheit der sanften Hügellandschaft im Süden des Burgenlandes. László Krimanics´ Entwurf steht jedenfalls nicht nur mit der Natur im Einklang (Erdwärme schürt die Heizung, eine Solaranlage sorgt für angenehme Temperaturen im Panorama-Whirlpool), sondern verschmilzt dank begrünter Dächer sogar mit ihr. In der Alpenrepublik gilt die 45-Loch-Golfschaukel Lafnitztal im doppelten Sinn als Nonplusultra: begünstigt durch das milde pannonische Klima locken 300 warme Sonnentage, mehr als im spanischen Sonnenparadies Costa del Sol,  zum Abschlag ins größte rot-weiß-rote Golfresort.

Alfred Hackl schätzt es, wenn seine Arbeit optimal bewertet wird. Er war sieben Jahre lang Direktor der Hundertwasser Therme in Bad Blumau, dem wohl spektakulärsten und schönsten Architekturprojekt des genialen Künstlers Friedensreich Hundertwasser. Nun hat er sein eigenes Hotel, unter Leitung seiner Frau Anna. „Das Gogers“ genannt nach seinem damaligen Partner, dem Bauunternehmer Kurt Goger. „Nachdem ich in Blumau alles erreicht hatte, was man sich in der Hotellerie wünschen kann, wollte ich was Eigenes, Kleines und Feines“, sagt Hackl, der acht Millionen Euro investiert hat. Inzwischen wurde „Das Gogers“ vom GEO-Magazin Saison bei der Wahl der 90 besten Hotels in Europa mit einem Preis in der Kategorie Ökohotels ausgezeichnet.

Luxus und Genuss muss man sich oft teuer erkaufen – mit einem schlechten Gewissen. Nicht so im „Gogers“. Es hat sich in seiner Architektur an seine Umgebung angepasst. Und eingebettet. Fast hat man das Gefühl, die Natur hat sich um den subtilen, sinnlichen Bau herumgelegt und ihn in sich aufgenommen. „Das Gogers“ ist keine Bettenburg, sondern ein Hotel zum Entspannen, speziell ausgerichtet auf die Wünsche und Bedürfnisse der Golferinnen und Golfer.

Das Gogers 

In die grüne Hügellandschaft eingebettet ist Österreichs erstes ökologisches Designhotel „Das Gogers“  

Begrünte Dächer, lichte Verbindungen und Wasser prägen das äußere Bild (das Restaurant und seine Terrasse sind vom Wasser umgeben.) Im Inneren setzt sich fort, was dass Äußere verspricht. Eine leichte Architektur, Helligkeit durch Glasdächer, Wasserspiele, Brücken. Über sie geht man, ehe man das Zimmer betritt. Betten auf Podesten erlauben,  über sichtgeschützte Terrassen, den Blick auf den Golfplatz und die umgebende Landschaft. Alle 40 Zimmer sind rund 42 m² und nach Süden ausgerichtet, so dass man als Gogers-Gast auch auf seiner Terrasse die Sonnenstunden genießen kann.

„Wir brauchen keine Bilder im Haus, wir haben Fenster“, sagt Alfred Hackl, „die uns umgebende Natur, die Sie ständig vor Augen haben in diesem Licht durchfluteten Hotel, liefert unsere Bilder, immer wieder anders, im Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter, morgens, Mittag, abends“.

Durch die Anordnung der Zimmer, die wie Appartements aneinandergefügt sind, ist von außen her eine Anfahrt mit dem Auto direkt in Zimmernähe möglich.

Die Bilder des „Gogers“, das am 20. Mai 2004, nach nur elfmonatiger Bauzeit eröffnet wurde, findet man inzwischen in vielen Architekturmagazinen, denn alles ist liebevoll bis ins Detail durchgestylt. Überall weiße Wände und Licht von oben, links oder rechts und einem Bächlein, das aus einem Handlauf einspringt und im Haus vor jedem Zimmer vorbeifließt.

Das Gogers 

Das lichtdurchflutete Panorama-Restaurant des „Gogers“ bei Nacht  

Im nach Süden ausgerichteten Nichtraucher-Restaurant sind kulinarische Höhepunkte längst Standard. Egal ob Fensterplatz im Restaurant oder direkt am Wasser. Sie erwartet neben einem einzigartigen Blick auf die sanften Hügel der gepflegten Golfanlage ein Restaurant, in welchem Sie das Essen mit allen Sinnen genießen können. Dass auch in der Küche mit regionalen Bioprodukten gekocht wird, versteht sich da von selbst. Beim reichhaltigen Buffet-Frühstück wird besonders auf die Verwendung von regionalen Bioprodukten geachtet. Diese Bemühungen wurden mit dem Qualitätssiegel „Best of Burgenland“ ausgezeichnet. Perfekter Service in der Küche und an der Bar erleichtert das Seele-baumeln-lassen.

Wer nach einem langen Golftag erholsame Entspannung sucht, wird im Wellness- und Beauty-Bereich fündig. Auch im Spa will man von der eingeschlagenen Linie nicht abweichen: Bei der Hautpflege werden Biodroga-Produkte eingesetzt. „Das Gogers“ hat eine finnische Außensauna, Biosanarium, Dampfbad, Panorama-Whirlpool, Ruhe- und Fitnessraum.

Das Gogers 

Swimmingpool im Wellnessbereich  

Man spielt auf sanften Hügelrücken, saftigen Fairways. Für das Golfvergnügen werden drei Kurse angeboten: Süd Burgenland Kurs, PAR 69: Männer 5398 m, Frauen 4813 m; Panorama Kurs, PAR 70: Männer 5354 m, Frauen 4707 m; Start & Play Kurs, PAR 72: Männer 2915 m, Frauen 2605 m (9 holes). Was so gigantisch klingt, wurde feinfühlig konzipiert, führt über Hügel, durch Täler und Wälder und begeistert Könner als auch Beginner. Mit den hoteleigenen Carts aus der Cartgarage geht es unmittelbar zu den drei Abschlägen der Lafnitztal-Golfschaukel.

Nach dem Golfen trifft man sich im urigen Gasthaus Trummer – seit der Gründung im Jahr 1892 im Familienbesitz - im nahen Burgauberg. Dort wird der süffige Uhudler, der sagenumwobene Wein der Südburgenländer oder der Bigala, ein Sekt aus Apfelmost und Uhudler, getrunken.

Der Uhudler ist in der Regel ein Cuvee verschiedener Rebsorten. Er schmeckt nach Erd- und Johannisbeere. Der Uhudler stammt aus der Zeit nach dem großen Reblausbefall um 1860. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Veredelung erfunden. Aber Mitte der 80er Jahre wurde der Uhudler verboten! Erst seit den 90er Jahren darf der Uhudler in acht südburgenländischen Gemeinden wieder verkauft werden. Den inzwischen geschützten Namen verdankt der Uhudler den Wirkungen, die durch übermäßigen Genuss entstehen können. Denn wer spät und gut nach Hause kam, hörte schon einmal: „Du schaust aus, wie ein Uhu!“

Zum deftigen Essen werden südburgenländische Weidegans,  das Waldschwein oder Zickentaler Moorochse aufgetischt. Am bekanntesten ist Hermann, der gesellige Trummer-Wirt, für seine legendären Lagerfeuer – jeden Mittwoch im Juli und August. Das traditionsbewusste Landgasthaus ist wegen seiner hausgemachten  Spezialitäten landauf, landab bekannt: Die geräucherten Schinken- und Wildspezialitäten stammen aus dem hauseigenen Damwildgehege.

  

Kontakt

 

Golf- und Spahotel „Das Gogers“

Neudauberg 240, A-8292 Neudau

Telefon +43 3326 55 222, Fax DW – 15, office@dasgogers.at

Wegen der wetterabhängigen Winterpause vor Anreise bitte erst rückfragen; www.dasgogers.at

 

Gasthaus Trummer

A-8291 Burgauberg 5

Telefon/Telefax +43 3326 522 58, hermann.trummer@gmx.at  

 

Ein Beitrag für ReiseTravel von Ludwig Mario Niedermeier/MN-InfoText.

 

ReiseTravel Reporter in Action: 

Das Gogers 

Unser Autor: Reporter Ludwig Mario Niedermeier stellt für ReiseTravel exklusiv aus aller Welt Hotels & Restaurants vor. Orte, wo Gemütlichkeit und Wohlfühlen im Vordergrund stehen, Häuser, die zu jeder Zeit besuchenswert sind.  

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