![]() | ![]() | ![]() | Frankfurt | Eine kulinarische Reise über den Wolken | ![]() |
Pomp für Newcomer im Commerzbank-Tower: Viel Geld auf engstem Raum – das ist der erste Eindruck der kleinen Weltstadt Frankfurt am Main. Wie Pilze schießen die Wolkenkratzer der Banken trotz Euro-Krise in den Himmel und dominieren das Panorama in Europas einziger Hochhausstadt. Deswegen nennt sich das Frankfurter Bankenviertel auch „Mainhattan“ – tatsächlich erinnern die Bürotürme in der Euro-City an die Skyline im amerikanischen New York. Mittendrin ragt der - mit Antenne - exakt 300 Meter hohe Commerzbank-Tower heraus, der bis zum Dach mit 259 m (noch) höchstes Bürogebäude in Europa ist.
300 Meter hoch ist Europas höchstes Bürogebäude: der Commerzbank-Tower in Frankfurt. Deutlich zu sehen sind die großen Glasflächen hinter denen sich die berühmten Themengärten befinden.
Die „kulinarische Reise in den Gärten über den Wolken – im Garden Eden“ hat wieder begonnen. Marco Eifir, Catering-Experte von Eurest, die auch für die Commerzbank-Firmenrestaurants verantwortlich sind, hat die dritte Staffel der limitierten Garden-Eden-Tour gestartet. Nachdem die kulinarischen Führungen durch die normalerweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Themengärten in den beiden letzten Jahren ein voller Erfolg waren, leitet Eifir mit Gerhard Reinhardt (Commerzbank) und seinem Team seine Gäste an jedem zweiten Samstag im Monat – von März bis Oktober – durch die berühmten Themengärten im Frankfurter Commerzbank-Tower.
2010 orientiert sich das „Flying Fingerfood“ an der hessischen Küche. Kulinarische Entdecker, die eins der gefragten 59-Euro-Tickets ergattert haben – auf 800 Personen pro Jahr ist das Kartenkontingent limitiert – starten ihre Reise nach einem POMPsecco-Aperitif („Apfel verführt Traube“) an der PLAZA-Bar im Erdgeschoss.
Gerhard Reinhardt, Commerzbank-Prokurist, ist gleichzeitig Sicherheitschef für die Hauptzentrale und alle Filialen in Deutschland. Auf der Drei-Stunden-Tour vom PLAZA-Foyer bis auf das Dach in exakt 259 Meter Höhe - „einer kulinarischen Reise in den Gärten über den Wolken“ - erklärt der Experte, was sich nach dem Terroranschlag am 11. September 2001 in New York sicherungstechnisch geändert hat.
Der erste Gang der Eden-Garden-Tour ist angerichtet: Hessisches kaltes Fingerfood
Nach dem ersten Informationsblock im 15. Stock serviert das freundliche Eurest-Servicepersonal schmackhaftes hessisches kaltes Fingerfood vom Tablett: Klassiker wie Salate vom Handkäs mit roten Zwiebeln und Äppelwoidressing, leichtes Matjestartar mit Brotschutt, getrocknete Pflaume im Speckmantel, geräucherter Schinken vom Taunuswild mit Birnenkompott, Meerrettichmousse mit gebeizter Forelle oder Süppchen von rosa Linsen mit Speckcroutons.
Fingerfood in bester Qualität haben die Eurest-Köche frisch angerichtet: Weltweit einmalig ist die Rahmenkonstruktion, durch welche die integrierten Turmgärten in den oberen Etagen stützungsfrei überspannt werden. Diese neun „grünen Lungen“ des Hauses bieten jeweils eine andere Vegetation an: Halbwüste (Ostseite), Hochgebirge (Westseite), Regenwald (Südseite). Zugleich sind die Gärten das wichtigste Teil eines besonderen Lüftungssystems, denn eine zweischalige Klimafassade umschließt den Glasturm. Durch Öffnungen in der äußeren Schale gelangt Frischluft in den Fassaden-Zwischenraum, während die Fenster der Innenschale von den MitarbeiterInnen auch individuell geöffnet oder geschlossen werden. Nach den kalten Speisen folgen die warmen im 19. Stock – nach dem zweiten Informationsblock von Gerhard Reinhardt.
Köstlichkeiten sind der gebratene Laugenknödel mit Steinchampignons, Kalbstafelspitz mit Frankfurter Kräutermousse und Kartoffelragout, gepellter Erdappel mit Schwarzwurst und Wachtelei, gebratener Zander mit Weißkohl, Speck und Malzbier sowie Schaschlik von der Frankfurter Rindswurst.
Auch die Mitglieder der Künstlervereinigung Topas aus Darmstadt genossen den guten Wein bei der Garden-Eden-Tour im Commerzbank-Tower Frankfurt
Marco Eifir hat „zehn Jahre darum gekämpft, dieses Event ausrichten zu dürfen.“ Das komplette Personal arbeitet an diesen Samstagen zum Nulltarif und bekommt während der Woche dafür lediglich einen Tag frei. Gesponsort sind auch das San-Pelegrino-Mineralwasser und die begleitenden Weiß- und Rotweine (2008 Allendorf Charta Riesling, 2008 Assmannshäuser Höllenberg Spätburgunder trocken (beide zur Vor- und Hauptspeise), 2006 Winkeler Jesuitengarten Riesling Auslese Gold (zum Nachtisch).
Der Entwurf des Commerzbank-Tower – ein gleichseitiges Dreieck mit gerundeten Ecken - stammt vom englischen Stararchitekten Sir Norman Foster, der im Juni 1991 den Ideenwettbewerb für sich entschied. Auf 111 Großbohrpfählen, die in fast 50 Meter Tiefe erreichen, wurde das 65-stöckige Bürogebäude zwischen 1994 – 1997 für umgerechnet 600 000 Millionen Euro (1,2 Milliarden DM) auf dem Kaiserplatz errichtet.
In 140 Meter folgen nach dem dritten Informationsblock die Nachspeisen: Frankfurter Kranz, Quarkmousse mit Zwetschgen und Grießflammerie mit Schokoladen-Ingwersauce. Dann folgt das von Gerhard Reinhardt zu Beginn der Führung angekündigte Überraschungsschmankerl.
Auf dem Dach in der 53. Etage gibt es eine kleine Aussichtsplatzform, die (scharfe Sicherheitsbestimmungen vorausgesetzt) für Veranstaltungen mit bis zu 40 Personen genutzt werden kann. Dieser Bereich ist jedoch lediglich über den Feuerwehraufzug erreichbar, wozu man einen Betriebsausweis mit Sondergenehmigung benötigt – oder man hat Gerhard Reinhardt dabei.
Kürzlich wurde das Hochhaus der Commerzbank mit dem „Green Building-Award“ als Vorreiter für nachhaltiges Bauen ausgezeichnet, welches Reinhardt von unten bis oben informativ erklärt. Der humorvolle Kenner und Könner der Frankfurter Mundart, plaudert auch aus dem „Nähkästchen“: „Auf allen Toiletten für die rund 2500 Commerzbank-Angestellten im höchsten Bürogebäude gibt es keine warmes Wasser zum Händewaschen. Dies läuft erst ab dem 49. Stockwerk aus dem Hahn, wo die Vorstandmitglieder sitzen, „denn die bekommen beim Schwarzgeld waschen schon mal schmutzige Hände.“
„Größe ist einfach immer faszinierend, eine uralte Potenzfrage“, wird Wilfried Way, der ehemalige Direktor des Deutschen Architekturmuseums in der „Gebrauchsanweisung für Frankfurt“ einer empfehlenswerten Reiseführer-Reihe aus dem Piper-Verlag, zu seiner Meinung über Wolkenkratzer von Constanze Kleis zitiert. „Ein Klischee, das einem in Frankfurt auf höchster Ebene bestätigt wird. Um genau zu sein: Im 49. Stockwerk des Commerzbank-Tower. Dort befindet sich das Vorstands-WC. Es ist komplett und bodentief verglast. Guckt ja keiner.
PLAZA im Hause der Commerzbank - Kaiserplatz, D-60311 Frankfurt, Ticket Call-Center 069 1 34 04 00, www.frankfurt-ticket.de
Ein Beitrag für ReiseTravel von Ludwig Mario Niedermeier/MN-InfoText.
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