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Holger König - Hotelier aus Leidenschaft
Holger König ist Hotelier, ein Hotelier aus Leidenschaft. Und er ist Berliner – ein echter. Und er ist ein Mann in den besten Jahren – Jahrgang 1971. Das als Cocktail gemischt hat ihm die Position eines Hotel Managers eingebracht. Nicht irgendeines Hotels, sondern die des Kempinski Hotel Bristol am Berliner Kurfürstendamm. Jener legendären, 1952 eröffneten ersten Luxusherberge nach dem zweiten Weltkrieg im einstigen Westberlin.
Holger König
Hotelier mit Leidenschaft
Im Jahre 1987 startete Holger König im „Bristol“ seine Kempinski-Karriere. Damals, 16-jährig, als Page. Für ein Jahr. Dann folgten die Lehrjahre – in dem „The Leading Hotel of the World“. Es waren für ihn noch jene Jahre, die die Prominenz – Künstler, Politiker, Wirtschaftsbosse – in der Fasanenstraße vorfuhr: Das „Kempi Bristol“ war halt die Nummer 1. Kirk Douglas, Christopher Lee, Loriot, der damals seinen Film in Lichterfelde drehte mit Evelyn Hamann...Die Klassiker der Filmwelt, eben. Weltweit gehörte das Haus unter den Top 10 der Promi-Dichte. Der Hotel-Eleve König lebte so zu sagen Wand an Wand mit den Stars, fast intim und sah den einen oder anderen gar in der Unterwäsche... Namen aber sind Schall und Rauch. Der Hotelier lacht darüber. Das Wissen und Erleben hatte damals seine Hotellaufbahn nicht wesentlich beeinflusst; sein Wille, Hotel-Gastgeber zu werden, war schon zuvor ausgeprägt gewesen.
Nach der Lehre folgte ein Jahr im Berliner Grand Hotel Esplanade – als Night Auditor. Dann ließ der junge Mann sich den Wind um die Nase wehen: The Ritz und das Radisson Hotel The Grafton waren die ersten Stationen Königs –Night Receptionist und Rezeption seine Positionen. Nach einem Jahr kehrte er nach Berlin zurück – erneut im Grand Hotel Esplanade. Aufgrund der gesammelten Erfahrungen diesmal als Assistant Night Manager. Bis zum Juni 1996. Danach begann des Lernen wieder direkt: Er besuchte für zwei Jahre erfolgreich die Wirtschaftsfachschule für Hotellerie und Gastronomie Berlin und errang so die Voraussetzungen für die höheren Weihen des Hotelmanagements.
Kempinski Hotel Bristol am Berliner Kurfürstendamm
Die Ergebnisse folgten auf den Fuß: Im Mai 1997 – einen Monat vor Eröffnung des Hauses – begann seine Kempinski-Adlon-Karriere. Die dauerte – mit kurzer Unterbrechung im The Ritz-Carlton Wolfsburg – zunächst bis zum Jahre 2003 und führte vom Night Manager bis zum Front Office Manager. Im „Adlon“ übrigens traf (und trifft) der Hotelier wieder jene Promidichte aus Kultur, Wirtschaft und Politik wieder, die er am Beginn seines Hotellebens traf. Allerdings sind es andere Namen und ein anderer Stil. Nicht mehr Krawatte und Sakko zeichnen den „Mann von Welt“ aus; manchmal tut es auch die Jeanshose. Die Zeiten verändern sich halt. In seinem jetzigen Haus, seinem ehrwürdigen Kempinski Hotel Bristol – seit 2007 ist er dessen Hotel Manager -, ist dies deutlich abzulesen. Der Umzug der Berlinale auf den Potsdamer hatte ein Übriges geleistet... Fünf jüngere Luxushotels, das Schwesternhaus Adlon gehört dazu, moderner in Ausstattung und technischem Standard, dominieren die Berliner Hotellandschaft im Fünf-Sterne-Bereich, zu dem heute 23 zertifizierte Häuser zählen. Um mit Spitze zu sein, bedarf es ständig höchsten Anstrengungen – das betrifft den legendären diskreten Service des „Kempi“ ebenso wie die steten Modernisierungen: Gerade wurde die legendäre Gobelin-Halle renoviert und neu ausgestattet – klassisch elegant, modern interpretiert. Und der Turm – der jüngste Teil des Hauses (dessen Körper denkmalgeschützt ist) – wird gerade aufwändig umgebaut. Zwei neue Suiten können künftig wieder auf Staatspräsidenten hoffen. Das gleich drei Königshäuser – die nordischen – auf einmal allerdings wieder im „Kempi“ einchecken – der junge König erlebte dies -, ist wohl kaum wieder zu erwarten. Doch welches Hotel erlebt schon so einen Glücksfall?
Der Rest der Geschichte ist schnell erzählt: Im Jahre 2003 kehrte Holger König deutschen Metropole noch einmal den Rücken. Sein Ziel war das Kempinski Grand Hotel Heiligendamm. Rund 18 Monate später und 33 Jahre jung übernahm der Hotelier erstmals die Position des Hotel Managers. Sein Haus ist das The Bentley Kempinski Hotel London. Im Februar 2006 ist der Hotelier nicht nur in Berlin zurück, sondern auch im Kempinski Hotel Bristol – zunächst als Executive Assistant Manager, seit Juli 2007 als Hotel Manager. Der Kreis, so scheint’s, hat sich vollendet.
Seit 2009 verantwortet Holger König (38) als General Manager die Geschicke des Kempinski Hotel Bristol Berlin am Kurfürstendamm. Damit steht nun wieder ein gebürtiger Berliner an der Spitze des legendären 5-Sterne-Hauses, das als Stammsitz und Namensgeberin der Kempinski Hotelgruppe gilt.
Holger König, der das Haus bereits aus seiner Zeit als Bellboy vor über 20 Jahren kennt, war bereits im Sommer 2006 als Executive Assistant Manager vom The Bentley Kempinski Hotel in London ins Bristol gewechselt. Ein Jahr später wurde er bereits zum Hotel Manager befördert und war damit verantwortlich für den operativen Bereich des Hauses. Der Absolvent der Wirtschaftfachschule für Hotellerie und Gastronomie in Berlin kann auf eine umfangreiche Erfahrung in der Luxushotellerie zurückblicken. So begleitete er in leitenden Funktionen die Eröffnung der beiden Prestige-Objekte Grand Hotel Heiligendamm und The Ritz-Carlton Hotel in Wolfsburg. Davor sammelte er unter anderem Erfahrung als Front Office Manager im Hotel Adlon Kempinski in Berlin und im The Ritz Hotel in London.
Kontakt
Kempinski Hotel Bristol
Kurfürstendamm 27, D-10719 Berlin
Telefon: +49 30 8843 0
Ein Beitrag für ReiseTravel von Udo Rößling (u_roeszling@gmx.net ).
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