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Abbendorf

Ein Sachse in der Prignitz

Hotels & Restaurants die sich jährlich in Berlin zur Grünen Woche präsentieren, erwecken immer besondere Aufmerksamkeit. Populärster Aussteller aus der Prignitz ist „Knieperkohl Jürgen“. Jürgen Srajer, der Koch aus Dresden, lebt seit 1971 in der Prignitz und arbeitete als Küchenmeister und Ausbilder.
Im Dezember 1991 eröffnete er in Abbendorf, direkt an Havel und Elbe, den „Dörpkrog an Diek“. Srajer ist ein Original und als „Knieperkohl Jürgen“ bekannt, denn Knieperkohl ist seine Leidenschaft: „Die Gäste fragen nach Spezialitäten, wünschen sich frische Fische vom Fischer, aber viele bestellen unser Nationalgericht Knieperkohl und dazu schmeckt ein Preussen Pils aus Pritzwalk am besten“, informiert der Gastronom.


Marketing: Grüne Woche
Knieperkohl Jürgen Abbendorf
Brandenburgs Landwirtschaftsministerin Jutta Lieske bittet um ein Autogramm 
 

Geschickt nutzt Srajer die Grüne Woche fürs begonnene Jahr: „Anschließend steigen meine Gästezahlen spürbar an“. Seit zehn Jahren versucht er „mit wachsendem Erfolg das Produkt Knieperkohl und die Region Prignitz insbesondere den Berlinern näher zu bringen und sie als Gäste in den Norden Brandenburgs zu locken. Ich würde mir wünschen, dass mich dabei noch mehr gastgewerbliche Betriebe unterstützen.“
Der Messeauftritt in Berlin erfolgt in Abstimmung mit „pro agro Brandenburg“. „Besucher in der Messehalle am Brandenburg-Stand wissen ja nicht sofort wo Perleberg, Wittenberge oder Abbendorf liegen.“ Über das Produkt, vor allem die Verkostung, kommt man ins Gespräch. Wenn man es dann auch noch versteht, wirksam das Produkt anzubieten, Messebesucher anlockt, kommt man schnell zum Ziel. „Ich mache das gern. Denn es ist sehr schön, für seine Heimat zu werben.“

Ein beliebtes Gericht: Knieperkohl wurde erst in den letzten Jahren populär. Die Rezepturen sind geheim, Lungenwurst, Bauchfleisch oder Eisbein gehören dazu, werden angekocht. Dazu gibt man Knieperkraut, kocht alles und verfeinert mit ausgebratenem Speck. Kohlwurst oder Knacker können die Mahlzeit vervollkommnen. Man reicht dazu Salz- oder Pellkartoffeln. In Abbendorf kostet das Gericht für zwei Personen 15 Euro. „Dazu trinkt man ein Bier. Gratis gibt es einen Schluck aus der Pulle“; ein Nordhäuser Doppelkorn in stilechten Gläsern.
Wer das Nationalgericht der Prignitz ausprobieren möchte und nicht zur Grünen Woche nach Berlin fährt, hat vor Ort Gelegenheit: „Knieper-Kohl mit Blasmusik“ lautet die Einladung.
PS : Mit fettem Bauchfleisch oder mit Eisbein den Knieperkohl einige Stunden im Rohr oder auf dem Herd bei kleiner Flamme köcheln. Serviert mit einer Prignitzer Speisekartoffel schmeckt der Knieperkohl vorzüglich, auch mit Kassler.

Meister der Kochkunst ...

Knieperkohl Jürgen Abbendorf

Meister der Küche und Spezialisten bei "Knieperkohl Jürgen"

Knieperkohl Jürgen Abbendorf

... zur "Grünen Woche" in Berlin.

 

 

Autorenbewertung

 

 

Rustikales Restaurant mit typischen Spezialitäten, familienfreundlich, preiswert

 

Dörpkrog an Diek  - Am Deich 7, D-19322 Abbendorf, Tel. /Fax 038791 7233, doerpkrog-an-diek.com

 

Buchtipp: ReiseTravel empfiehlt 

Prignitz Kochbuch 

Das Prignitz Kochbuch ist eine Liebeserklärung an eine besondere Region. Deren typische Küche speist sich aus der üppigen Natur vor der Haustür. Die Prignitz besticht längst nicht nur durch landschaftliche Vielfalt. Und doch: Naturbelassene Flüsse, Wälder, Wiesen und vor allem die Auengebiete verzaubern Bewohner und Besucher der Region. Wer sich diesem Zauber ergibt, entdeckt Natur und verträumte Dörfer, Städte mit historischer Altstadt sowie Herrenhäuser, Klöster und Burgen. Erst zusammen betrachtet, machen sie den besonderen Reiz der Prignitz aus. Aus diesem Grund greift das Buch neben den kulinarischen Aspekten auch Geschichten und Geschichte von Landschaft, Brauchtum und Kultur der Prignitz auf. „Das Prignitz Kochbuch“ entführt den Leser auf eine kulinarische Entdeckungsreise. Es lädt ein zu einem Streifzug durch eine abwechslungsreiche, regionale Küche und Esskultur. Dabei geht es längst nicht nur um Knieperkohl, eine der typischen Spezialitäten der Prignitz. Neben dem Wintergemüse werden Fleisch- und Fischgerichte, Suppen, Desserts und Gebäck ausführlich verkostet. Aus zahllosen Zuschriften der Bewohner wurden Rezepte und Anekdoten gesichtet und die besten unter ihnen ausgewählt. 30 unterhaltsame Geschichten und Legenden aus der Prignitz geben einen Einblick in die Lebenswirklichkeit und das Selbstverständnis der Bewohner von damals und heute. Alle enthaltenen Rezepte wurden mehrfach erprobt und vom Autor für gut befunden.

Die entstandene Sammlung enthält mehr als 200 typische Speisen und Getränke und gibt einen Einblick in das, was die traditionelle und moderne regionale Küche heute zu bieten hat. Die Rezepte sind neun Hauptkapiteln zugeordnet. So kann je nach Anlass das passende Gericht ausgewählt werden. Kurze Beschreibungen und vor allem die besonderen Empfehlungen des Autors erleichtern die Zubereitung.
Mehr als 400 Rezeptvorschläge aus der Region hatte Autor Jürgen Srajer ausprobiert, bevor er die besten für das Buch auswählte. Der Besitzer des Landgasthofes „Dörpkrog an Diek“ in Abbendorf ist als Autor ein Neuling, als Koch aber ein alter Hase. Als solcher weiß er worauf es ankommt: Die richtige Mischung macht es. Das gilt für jedes Menü in seinem Restaurant, wie für die Zusammenstellung der Rezepte im Prignitz Kochbuch. Tradition und Moderne der Küche kombiniert der bekennende Prignitzer mit Geschichten und Historie aus der Prignitz zu einer schmackhaften Entdeckungsreise zwischen Knieperkohl und Elbdeich die im Prignitz Kochbuch mündet.

Der Verlag Agrimedia freut sich über die positive Resonanz, auf die das Buch schon in der Vorbereitungszeit stieß. „Die Beteiligung der Prignitzer war außerordentlich vielfältig und rege“, stellte Verlagsleiter Uwe Hils fest. Neben zahllosen Privatpersonen, die ihre Rezepte zur Verfügung stellten, haben auch Museen, Heimatkundler und Verbände das Ihre zum Gelingen beigetragen. „Selten hat ein Buch soviel Spaß gemacht!“, so Hils.

Agrimedia verlegt neben Sachbüchern in der Edition Limosa eine deutschlandweite Reihe von Regional- und Kochbüchern. „Unsere Bücher wenden sich sowohl an die Bewohner der Region, wie an die interessierten Gäste“, sagt Olaf Schöllhorn, im Verlag verantwortlich für das Marketing der Edition Limosa.

Jürgen Srajer - Das Prignitz Kochbuch - ISBN 978-3-86037-324-8

Agrimedia GmbH, Lüchower Straße 13a, D-29459 Clenze, Telefon 05844 - 97 11 60,
Telefax 05844 – 97 11 6 – 11, mail@agrimedia.com - .agrimedia.com

Das Buch kostet im Buchhandel 19,90 Euro.

Mit Knieperkohl durch die kalte Jahreszeit
Von Sabine Schneider, Kuhbier

Knieperkohl Jürgen Abbendorf

Knieperkohl trägt auf vielfältige Weisen zur Gesundheit bei. Er entgiftet den Darm, beseitigt Verstopfung, repariert zerstörte Darmschleimhäute und kräftigt sämtliche Schleimhäute im Körper. Die Körperzellen werden vor freien Radikalen geschützt, stressbedingte Alterungsprozesse werden gestoppt. Ferner senkt Knieperkohl die Cholesterin- und Fettkonzentration im Blut, er hat vitalisierende Eigenschaften und hebt die Stimmung. Sehr nützlich ist Knieperkohl – vor allem im Winter – zur Vorbeugung drohender Erkältungskrankheiten. Auch bei Milchunverträglichkeiten oder Milcheiweißallergien ist das Gemüse ein ideales Nahrungsmittel. Nicht zuletzt liefert Knieperkohl, wie andere Kohlarten, einen überaus heilkräftigen Saft. Wissenschaftler entdecken darin auch Vitamin U, das besonders die Magen- und Darmhäute schützt und gegen Magen- und Zwölffi ngerdarmgeschwüre, andere Magenleiden sowie Dünn- und Dickdarmentzündungen wirkt.

Knieperkohl Jürgen Abbendorf

Großer Bahnhof in der Prignitz

Jürgen Srajer , in der Prignitz bekannt als „Knieperkohlkönig“, ist gebürtiger Dresdener, Jahrgang 1946, und von Beruf Koch. Mit Unterstützung der Dorfbevölkerung von Abbendorf, vieler Bekannter und Freunde wurde Jürgen Srajer mit dem „Dörpkrog an de Diek“ schnell bekannt. Die Speisekarte bietet neben dem Nationalgericht der Prignitzer, dem Knieperkohl, auch verschiedenste Fischgerichte und zahlreiche Traditionsspeisen der Region.

„Die Bezeichnung Prignitz für die Landschaft im nordwestlichen Teil des Landes Brandenburg wurde erstmal 1349 in einer Urkunde genutzt. Unsere Prignitz gehörte zur Mark Brandenburg und zu Preußen. Seit 1999 gehören 53 000 Hektar der Prignitzer Elbtalaue zum UNESCO-Biosphärenreservat „Flusslandschaft Elbe“. Im Sommer ist die Prignitz eine der storchenreichsten Gegenden Europas. Am besten erkundet man die Prignitz per Rad oder mit dem Pkw von der Elbe zur Müritz auf historischen Spuren. Natürlich gehört eine Rast – oder Übernachtung, im Landgasthof „Dörpkrog an de Diek“ einfach dazu. Das Prignitz Kochbuch von Jürgen Srajer wird unsere Region noch populärer machen“, betonte Uwe Neumann, Geschäftsführer Tourismusverband Prignitz e.V., zur Buchpräsentation.
www.dieprignitz.de

Jürgen Srajer tritt jährlich im Januar, im Rahmen der IGW – Internationale Grüne Woche, in den Messehallen unter dem Funkturm von Berlin, in der Brandenburghalle, auf.
Beim Publikum ist er dort für seine flotten Sprüche bekannt – und natürlich die vielen Gratisproben zur Verkostung. Er ist einer der Besten Tourismuswerber für die Prignitz. Auch als Fernsehkoch machte er sich beim RBB – Radio Berlin Brandenburg, einen Namen. Jetzt griff „Knieperkohljürgen“ zur Feder und schrieb sein Erstes Buch.

Rund 50 Akteure unterstützten, vor allem bei der Rezeptfindung, und deren neuer Kreation. Anekdoten und kleine Geschichten bilden einen guten Rahmen. Unter der Redaktion von Doreen Rinke, die Lektorin, ist ein interessantes Buch, mit viel Gespür, bis in die Details, erschienen. Ein attraktives Buch über die Prignitz. Zur Buchpräsentation erschienen die zahlreichen Mitschreiber und Gestalter des Kochbuches und Restaurantbesucher.

Jürgen Srajer Das Prignitz Kochbuch Geschichten und Rezepte zwischen Knieperkohl und Elbdeich. ISBN 97 8-3-86037-324-8, Agrimedia GmbH, Lüchower Strasse 13a, D-29459 Clenze, www.agrimedia.com

Das Buch kostet im Buchhandel 19,90 Euro.


PS : Beim Kauf im Landgasthof „Dörpkrog an de Diek“ signiert Jürgen Srajer das Buch. 

 

Ein Beitrag für ReiseTravel von Gerald H. Ueberscher 

 

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