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Gates Berlin City East erstes iPad-Hotel der Welt

Abraham Rosenthal bezeichnet sein frisch renoviertes Haus in Berlin-Mitte als „erstes iPad-Hotel der Welt“. Mit 57 Zimmern zählt das „Berlin City East“ in der Invalidenstraße 98 eher zu den kleinen Hotels – um hiermit im Wettbewerb zu bestehen, müsse man sich also etwas einfallen lassen, erklärt Rosenthal bei der Pressekonferenz, zu der kurzfristig – von einem Tag auf den anderen – eingeladen wurde. „Für ihn gehört das Tablet nun zum Hotelzimmer, wie die Dusche oder die schöne Aussicht“, versichert der 62jährige.

Vormittag erreichte das iPad-Fieber Deutschland und die Minicomputer bei Gravis am Ernst-Reuter-Platz, dem größten Apple-Händler Berlins, waren im Nu ausverkauft. Deswegen hatte der Immobilienmakler Rosenthal für die Hotel-Präsentation am Nachmittag über einen  amerikanischen Freund für die Erstausstattung vorsorglich schon 120 Stück  - von 161 notwendigen  für jeden seiner Gäste - jenseits des großen Teichs besorgen lassen.

Der Hype um das iPad erfasst – weltweit erst in zehn Nationen zu kaufen -  auch die Hotellerie: Pionier Abraham Rosenthal respektiert den Apple-Boss Steve Jobs, der vom genialen Garagen-Tüftler zum Technik-Rebellen wurde. Er bietet deshalb im „Hotel Gates Berlin City East“ jedem Gast eines der neuen Apple-Tablets zur kostenfreien Nutzung an. Vorab machte das Gerücht die Runde, dafür würde ein Pfand in Höhe von 500 Euro verlangt – per Kreditkartenbelastung oder eben bar. Bei der Pressekonferenz stellte Rosenthal klar „dass Gäste beim Einchecken mit ihrer Unterschrift, aber ohne Geld für den Mini-Computer bürgen, aber das Hotel das Risiko für einen Schadensfall übernimmt, „denn niemand wird den iPad absichtlich kaputt machen.“

Der clevere Hotelier demonstriert die Robustheit des iPad, indem er es spontan zu Boden fallen lässt. Auch Stehlen ist zwecklos. „Wir haben schließlich von jedem Gast die Adresse und Kreditkartennummer“.

Das iPad kann vielseitig genutzt werden – im Hotelzimmer zum Spielen, Surfen, e-Mail-Schreiben, Telefonieren oder als Accessoire bei der Berlin-Erkundung. Die iPads haben keine Tastatur, sondern werden über den berührungsempfindlichen Bildschirm bedient. Mir half es bei der Navigation rund um die Museumsinsel als Stadtführer mit direktem Zugriff auf das Internet und damit auf aktuelle und historische Informationen zu allen Sehenswürdigkeiten. Nicht genutzt, aber fasziniert hat mich die Möglichkeit, über das auf dem iPad installierte Skype kostenlos in die halbe Welt telefonieren zu können. Wer ein Video anschauen möchte, kann für ein paar Euro aktuelle Filme herunterladen.

Das zur Hotel-Gates-Familie gehörige „Hotel Gates City Berlin East“ wurde 2009/2010 klassisch-elegant komplett renoviert und um zusätzlich 18 innovative Zimmer erweitert. 

 

Hotel Gates Berlin CityEast 

  

Das moderne und sehr zentral der Stadt gelegene Cityhotel bietet großen Komfort und viele Inklusivleistungen und wurde deshalb schon mehrfach als Deutschlands bestes Business-Hotel ausgezeichnet. Das hoteleigene WLAN-Netz, Sky-TV und Adult Movies kann man ebenso kostenlos nutzen wie die leuchtend roten Citybikes.

Das ehemalige La Vie Hotel Joachimshof ist topzentral ganz in der Nähe des neuen Hauptbahnhofs gelegen. Direkt gegenüber befinden sich das Naturkundemuseum, die Charité und verschiedene Ministerien in der unmittelbaren Umgebung. So ist das „Hotel Gates East“ eine sehr gute Wahl für alle Berlin-Besucher, der bis 1989 getrennten Stadt.

Abraham Rosenthal, Jahrgang 1948, begann 1974 mit dem Aufbau eines Immobilienportfolios zur persönlichen Kapitalanlage. In den Jahren 1986 bis 1990 lebte er in San Francisco, wo er mit Partnern diverse Grundstücks-Entwicklungsprojekte erfolgreich abschloss. Glücklos dagegen verlief das größte privatfinanzierte Projekt in Berlin, das seinerzeit als „American Business Center“ bekannt gewordene Projekt am Checkpoint Charlie. Nach dem vorläufigen Abschluss der Tätigkeit als Projektentwickler gründete er 2001 die Idealwert GmbH.

1990 erwarb Abraham Rosenthal das Hotel „Consul“ am damaligen West-Berlin. Zehn Jahre später lässt er es sanieren und gibt ihm den Namen „Gates“ – eine Anspielung auf das Internet als Tor zur Welt. Drei Besitzer, drei Namen: 1957 wird das Hotel in der Knesebeckstraße unweit des Kurfürstendamms als „Windsor“ eröffnet. Inhaber ist Werner G. Lang. In dem Haus nächtigte unter anderem Harry Belafonte, Claudia Cardinale, Heinz Rühmann, Marlon Brando, Max Schmeling. 1973 übernimmt Langs Mitarbeiter Georg Sponholz das Hotel. Er nennt es „Consul“ – eine Erinnerung an seinen einstigen Chef, der Generalkonsul von Paraguay war.

Deutlich gekennzeichnet: Hotel mit Internet. In jedes der 72 Hotelzimmer wurde ein hochmoderner Computer mit Flachbildschirm integriert.  Ein halbe Million Mark investierte er damals in die Technik und verpflichtete sogar einen Informatik-Studenten als „Surftrainer“ der Gäste.

Schon zweimal hat Abraham Rosenthal nicht nur die Berliner mit einer vorbildlichen Weihnachtsaktion verblüfft und damit für positives Image gesorgt: „An Weihnachten bleiben in Großstädten viele Hotelbetten leer. Warum also nicht die freien Kapazitäten denjenigen anbieten, für die ein Bett mehr bedeutet als eine Übernachtungsmöglichkeit“, fragte sich der Geschäftsmann. 1993 lud er erstmals 50 obdachlose Männer und Frauen am Heiligabend zum kostenlosen Essen und Übernachten ein. Außerdem wurde bei einem feierlichen Abendessen mit Gänsebraten, Rotkohl und Klosen aufgetischt.

Der Titel „erstes iPad-Hotel der Welt“ ist streng genommen allerdings nicht korrekt. Seit Anfang Mai verleiht auch das Essener Best Western Hotel Ypsilon kostenlos iPads – jedoch gibt es derzeit nur zwei Exemplare und die Nutzung beschränkt sich auf das Gebäude. Vielleicht hat Süleyman Ucar von der dort ansässigen BlueChip-PR-Agentur, die Werbepartner von Hotel Gates City Berlin ist, seinen Bekannten zwei iPad geliehen.

Insgesamt gibt’s im „Hotel Gates Berlin City East“ 57 Zimmer: In der Nebensaison ab 80 Euro (Suiten ab 120 Euro). Derzeit ab 115 Euro. Und, wer hätte es gedacht: Am ersten „iPad-Wochenende“ war es ausgebucht.   

 

Kontakt

 

Hotel Gates Berlin City East

Invalidenstraße 98, 10115 Berlin

Telefon +49 (0) 4930 311 06 0, info@hotel-gates.com

 

www.hotel-gates.com

 

Ein Beitrag für ReiseTravel von Bastian Niedermeier. MN-InfoText

 

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