Platz des Himmlischen Frieden |
Er gilt als der größte Platz der Welt, der Platz des Himmlischen Frieden. Schon früher umgaben die wichtigsten Ministerien diesen Platz. Dieser Ort ist auch heute und zu jeder Jahreszeit besuchenswert. Auf dem Platz des Himmlischen Frieden versammeln sich, oft auf Befehl der Partei, bis zu einer Million Menschen. Im Mittelpunkt steht das Mao-Mausoleum. Gleich daneben der Kaiserpalast und die so genannte „Verbotene Stadt“, nebenan die riesige Halle des Volkes mit Platz für 10 000 Menschen. Gegenüber das Museum für Geschichte und Revolution. Hier tickt eine optisch attraktiv gestaltete Uhr und informiert über die kommende Olympiade 2008.
Peking ist eine Millionen-Stadt und wird täglich von tausenden von Touristen aus aller Welt besucht. Hotels und Restaurants aller Couleur locken die Besucher und laden zur Einkehr.
„Bitte, nehmen Sie Platz!“
Peking-Ente schmeckt am besten in Peking, im Restaurant „Peking“. Schon beim Betreten des Hauses wird der Gast informiert, über so manchen populären Besucher. Im Foyer hängen zahlreiche Fotos, von den Stars unserer Welt. Darunter auch manches bereits verblassende aus vergangenen Zeiten. Alles Promis und Politiker, Pekingbesucher, mit einer Gemeinsamkeit: Genuss einer Original Peking-Ente!
Original Peking-Ente 
Der Koch - ein Künstler, zelebriert: Sein Ehrgeiz: die perfekte Haut!
Peking-Ente war in China immer ein kaiserliches Gericht, dies ist noch immer so.
Ihre Geschichte geht zurück bis in die Song-Dynastie. Die Ente wurde damals in einer Lehmkruste gegart. Später in der Ming-Dynastie (1368 bis 1644) konzentrierte man sich auf bestimmte Entenrassen. Und ein weiterer chinesischer Kaiser im 19. Jahrhundert entdeckte seine Vorliebe für eine weiße Entenrasse. Deren Haut war besonders dünn und das Fleisch lieblich zart. Damals entstand das Rezept für die bis heute bekannte Peking-Ente.
Wo sonst - als in Peking - könnte man besser an eine originale Peking-Ente kommen?
Auch Mao, der Große Vorsitzende, hat sie genossen; die Peking-Ente und hat sich die Haut der Entenbrüste mit einem scharfen Messer in kleine Quadrate schneiden lassen.
Eine typische Peking-Ente durchläuft eine 60 bis 70 tägige Vorbereitungszeit, bis sie als festliches Essen aufgetischt werden kann. Oft entscheiden die Köche, womit die Enten gefüttert werden und diese Abstimmung zwischen Koch und Züchter bleibt geheim. Ist die Ente nach 50 bis 60 Tagen rund 3 Kilogramm schwer, wird sie geschlachtet.
Peking-Enten werden auf besondere Weise serviert:
Zur Ente werden kleine Mandarin-Pfannkuchen gereicht. Der Tisch ist zudem reich gedeckt mit fein geschnittenen Gemüsesorten und Schalen mit süßen, scharfen und süßsauren Saucen. Die Kunst besteht darin, ein knuspriges Stück Entenfleisch zusammen mit Gemüse und Sauce in einen Mandarin-Pfannkuchen zu wickeln. Wie bei allen chinesischen Gerichten soll das Zusammenspiel der Zutaten in der Balance stehen und der Ausgewogenheit von Yin und Yang entsprechen. Die harmonische Zusammenstellung wird zu einem mundgerechten Happen gerollt. Natürlich wird mit Stäbchen gegessen!
In einer kaiserlichen Peking-Ente stecken mehr als 1 000 Jahre Esskultur. Und die Entwicklung geht weiter. Zur Olympiade im Jahr 2008 plant das Enten-Restaurant eine Edelvariante – mit Blattgold!
Verschiedene Pekinger Restaurants haben sich heute spezialisiert und sind für die aufwendige Prozedur ausgestattet. Einmal Ente kostet etwa 15 bis 20 Euro, plus Getränke sowie eventuelle Extras in Form von Wein oder Schnaps
Chi gou le ma? Haben Sie schon gegessen? Chinesen begrüßen sich oft mit dieser Frage. Eine schöne Geste. Natürlich gibt es auch ganz „normales“ Essen, es muss ja nicht immer Ente sein. Auf dem Tisch kommen Reis und jede Menge Gemüse.
In Peking isst das Auge mit, bei allen Mahlzeiten. Gut dekoriert und gekonnt serviert.
Ein Beitrag für ReiseTravel von Xie Yangsang.

Xie Yangsang , unser Autor, arbeitet als Guide und Fremdenführer in Peking, oft betreut er Reisegruppen aus Deutschland.
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