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Kaltern

Lebendige Weinkultur

Kaltern liegt 15 Kilometer südlich von Bozen an der Südtiroler Weinstraße und hat über 7000 Einwohner. Der Ort gleicht einem einzigen großen Weinhof, eingebettet in ein  idyllisches Landschaftsensemble aus Weingärten, Obstgütern, Felsen, Wald und Wasser. Kaltern, im Jahr 1681 zum Markt erhoben, weiß mit seiner Tradition umzugehen: Der berühmte Überetscher Baustil, der nordische Gotik und südliche Renaissance verbindet, hat sich hier gut erhalten. Imposante Bürgerhäuser, prächtige adelige Ansitze und stattliche Weingehöfte prägen das Ortsbild. Jeder Ortsteil hat seine Kirche, jedes Geschlecht seinen Ansitz.

Kaltern ist zwar Sitz des offiziellen Südtiroler Weinmuseums, das Geschichte und Bedeutung des Weinbaus anschaulich vor Augen führt, doch das Weindorf selbst hat alles andere als musealen Charakter. Im Gegenteil. Unter einer neuen Dachmarke hat es sein progressives Selbstverständnis auf den Punkt gebracht: „wein.kaltern“ vermittelt Weinpraxis, Weinwissen und Weingenuss auf lebendige Weise. Bestes Beispiel: der wein.weg, eine informative und zugleich sinnliche Erkundungstour durch die Kalterer Weinlandschaft, wo jede noch so kleine Lage ihren Namen hat: „Vial“, „Prunar“, „Puntara“, „Palurisch“.  

Lebendige Weinkultur

Doch nicht nur Weinliebhaber sind in Kaltern gut aufgehoben, sondern auch Kultur- und Sportbegeisterte. Die stimmungsvolle, historisch gewachsene Architektur bietet die ideale Kulisse für künstlerische Darbietungen: Orgelkonzerte in der Pfarrkirche, Theater im Schlossinnenhof, Sommerkino im herrschaftlichen Ansitz, Platzkonzerte am Marktplatz. Die Schönheit der Natur- und Kulturlandschaft verführt zu Ausflügen in die nähere und weitere Umgebung: auf dem Erlebniswanderweg rund um den Kalterer See, der überdies zum Sonnen, Baden, Surfen, Segeln und Angeln einlädt, mit dem Rad oder zu Pferd ins Überetsch, durch die Rastenbachklamm zum Weiler Altenburg, wo die älteste Kirchenruine Südtirols zu besichtigen ist, oder mit der längsten und steilsten Standseilbahn Europas hinauf auf die Mendel, den Hausberg der Kalterer, wo einst der Kaiser und die Kaiserin promenierten. 

Ein wahres Lustrevier: Das Südtiroler Weindorf Kaltern liegt in der ältesten Weinbauregion im deutschsprachigen Raum und zugleich in einer der kleinsten Italiens. Dort, wo bereits um 1220 ein „Vinum de Caldario“ urkundlich belegt ist, wird das Streben nach Sinnenlust und Genuss zum Lebensprinzip: beim Verkosten heimischer Spitzenweine, beim Erkunden der idyllischen Gegend oder beim Sonnenbaden am gleichnamigen See. 

Gebündelte Ressourcen: Hinter dem enormen Qualitätsschub in punkto Wein verbirgt sich eine Imageoffensive, die auch einen positiven Rückkoppelungseffekt auf den örtlichen Tourismus hat: Unter der Dachmarke wein.kaltern bündelt das Weindorf die eigenen Ressourcen, greift die Chancen, die der Markt bietet, auf und verknüpft beides geschickt mit gezielten önologischen sowie produkt- und kommunikationspolitischen Maßnahmen. Kaltern schenkt seine Weine im speziell kreierten Riedelglas aus, führt die Gäste mit einem unkonventionellen Leitsystem durch den Ort und die Weinberge („wein.weg“) und markiert Gastbetriebe und Hotels mit einem roten Punkt – optisches Signal für außerordentliche Qualität im Bereich Gastronomie und Beherbergung. Bei wöchentlichen Weinfachproben sowie im Rahmen der Kalterer Weintage im September kann der Weinliebhaber das hervorragende Potential der Weine aus Kaltern erkunden. Im Südtiroler Weinmuseum, das seinen Sitz im Ortszentrum hat, wird die Geschichte und Bedeutung des Weinbaus anschaulich vor Augen geführt. 

Pathos und Nostalgie: Doch nicht nur der Weine, sondern auch der Landschaft wegen gerät der Reisende leicht in Verzückung. Carl Zuckmayer beispielsweise beschrieb die Gegend um Kaltern mit überschwänglichem Pathos als riesige Kelter, „in die die Sonne immer neue Glutströme schickte.“ Ein Anonymus aus dem 19. Jahrhundert vermerkte: „Die Gegend von Kaltern ist ein wahres Lustrevier voll Harmonie, der Feder und dem Pinsel zum Trotz unnachahmlich“. Und wer dem Naturerlebnisweg rund um den Kalterer See folgt, findet die nostalgische Schilderung des Topografen und Historikers Beda Weber aus dem Jahre 1849 bestätigt: „Der See erscheint als eine völlige Anomalie im reichsten Weingebiete Südtirols mit nordischem Gepräge der Landschaft [...], eine Idylle voll Sehnsucht und elegischer Motive.“ Der wärmste und einer der saubersten Bergseen ist in den Alpen nicht nur ideal zum Sonnen, Baden, Surfen und Segeln, er ist auch reich an Fischen. Überdies  treffen sich jedes Jahr Ende Mai/Anfang Juni zahlreiche Weltklasseathleten aus dem In- und Ausland am Kalterer See. Anlass: der Internationale Kalterer See Triathlon.

Das kirchliche und politische Zentrum von Kaltern mit der klassizistischen Pfarrkirche und dem prächtigen Rathaus, 1852 im Ingenieurstil erbaut, befindet sich im so genannten „Dorf“, früher Umschlagplatz für Händler und Durchreisende. Oberhalb davon liegt der Ortsteil Mitterdorf mit seinen gemächlichen Gassen und prunkvollen Ansitzen, darunter Schloss Campan und Schloss Sallegg. Gegen die Nachbargemeinde Eppan grenzen die beiden behaglichen Weiler Ober- und Unterplanitzing an, uraltes Weinbaugebiet. An der Westseite des Sees ruht die Streusiedlung St. Josef. Hier bauten im 17. Jahrhundert neureiche Beamte vom Innsbrucker Hof Landsitze in Kombination mit Weinhöfen. So wurde die Kaltenburg, westlich über der Weinstraße gelegen, 1610 für den Tiroler Gerichtskanzler Friedrich Altstätter erbaut, Hieronymus von Manincor errichtete unterhalb der heutigen Weinstraße den Ansitz Ehrenhausen-Manincor. Zugang zum Wasser bieten drei öffentliche Badebetriebe: das Lido und die beiden Restaurants „Seegarten“ und „Gretl am See“. Oberhalb von St. Josef schaut der  Weiler Altenburg von einer plateauartigen Anhöhe herab. Besonders sehenswert: die frühchristliche Basilika St. Peter – vermutlich die älteste Kirchenruine Tirols. Der Weg dorthin führt durch die wildromantische Rastenbachklamm. Die Ortsteile St. Nikolaus und St. Anton/Pfuss liegen am Fuße des Mendelgebirges. Übrigens: Die Sportzone St. Anton ist das Zentrum für Sportbegeisterte – ideal für Fußball, Leichtathletik, Tennis, Boccia, Badminton, Eishockey und Eislaufen.  

SO ISST KALTERN – Genusswochen: Der Weinbau prägt nicht nur die sanften Hügel, in denen Kaltern eingebettet liegt, sondern hat auch der Architektur des Ortes einen unverkennbaren Stil beschert. Hinter den behäbigen Torbögen geht es vor allem jetzt im Herbst hektisch zu, wenn die Arbeit der Bauern durch die Weinlese und Apfelernte ihren Höhepunkt erreicht. Dann riecht die Luft nach neuem Wein und es kommt die Zeit der ersten Verkostung. Dank der guten Klima- und Bodenverhältnisse wird erstklassiges Tafelobst erzeugt. Hier wächst vor allem Golden Delicious, Royal Gala, Stark und die neuen Sorten Pink Lady, Braeburn und Fuji. Allein in Kaltern stehen 2,3 Millionen Apfelbäume und davon werden jährlich 30.000 Tonnen Äpfel geerntet. Und so mancher wird frisch für Sie in der Küche verarbeitet!
Das Ziel der Initiative SO ISST KALTERN ist es, kulinarisches mit besten Äpfeln und edlen Weinen zu verbinden. Die Genusswochen basieren auf Werten wie Vielfalt, Qualität und Kreativität der Küchenchefs, aber auch auf ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Vom Törggele Schmaus bis hin zur hohen Küchenkunst und süßen Leckereien findet man alles auf den Speisekarten der teilnehmenden Betriebe.

 

Kontakt

 

Tourismusverein Kaltern am See

Marktplatz 8 , I-39052 Kaltern (BZ)

 

Tel. +39/0471/963169, Fax +39/0471/963469, info@kaltern.com

 

www.kaltern.com

 

Ein Beitrag für ReiseTravel von Hansjörg Mair.

 

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