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Hangar-7 Salzburg
Der erste Eindruck ist gigantisch: Der Hangar-7 aus Glas und Stahl steht im Gegenlicht futuristisch auf dem Flughafengelände in Salzburg. Das außergewöhnliche Gebäude hat die Form eines Flugzeugflügels im Querschnitt. Trotz der verbauten 1.200 Tonnen Stahl und 1.754 Glastafeln ist die Dynamik und Schwerelosigkeit gewahrt.
Die Philosophie des Hangar-7 ist: „Nach außen tragen, das heißt Bewegung“. Bleib niemals stehen, das ist auch das Thema des Energy Drinks „Red Bull“. Und wenn man dann in der 100 Meter langen, 67 Meter breiten und 14,5 Meter hohen Halle steht, deren Eintritt kostenlos ist, ist man von den ausgestellten Flugzeugen und Rennwagen überwältigt.
Die Welt des Fliegens und der Geschwindigkeit
Internationale Gastronomie und Kunst ergeben eine perfekte Symbiose
Der Innenraum ist genau wie die „Red Bull“ Dose in den Farben blau und silber gehalten. Alle ausgestellten Flugzeuge sind flugtauglich. 25 Maschinen und ein Helikopter gehören dazu, sie werden für Flugshows und Events oder für Filmaufnahmen verliehen. Zur weltweit beachteten und einzigartigen Sammlung zählen mittlerweile Raritäten wie die Lockheed P-38 Lightning, eine North American B-25J Mitchell, eine Chance Vought F4U-4 „Corsair“ oder eine DC-6B.
Die Flotte der Helikopter ist nicht weniger beeindruckend: Mit zwei Modellen der BO 105 stehen die weltweit einzigen zivilen, für Kunstflug zugelassenen Hubschrauber in den Reihen. Die Chromteile der alten Propellermaschine von Tito, dem ehemaligen jugoslawischen Staatschef, glänzen im Sonnenlicht. Die DC 6B von 1958 ist das Kronjuwel der Ausstellung. Sie wurde in Afrika, wohin sie damals verkauft wurde, vor dem Friedhof gerettet, notdürftig repariert und dann in Etappen nach Salzburg geflogen. Mehr als drei Jahre hat es dann noch gedauert bis sie wieder flugtauglich war. Nach dem Apron, dem Parkplatz für Flugzeuge, schließt sicht der gegenüber liegende Hangar-8 an. Ein Team von 30 Technikern und Piloten sorgen dafür, dass alle Flugzeuge der Red Bull Flotte flugbereit sind.
Alle ausgestellten Flugzeuge sind flugtauglich
Bei den ausgestellten Rennwagen bekommen Formel 1-Fans glänzende Augen. So nah kommt man den schnellen Flitzern sonst nie. Da ist der Red Bull Racing RB5 für den Sebastian Vettel engagiert wurde. Er hat den RB5 „Kate’s dirty sister“ getauft und konnte mit ihr den zweiten Platz der Fahrerwertung belegen. Die Vorläufer Red Bull Racing RB 2, 3, 4 und der Scuderia Toro Rosso wetteifern um die Gunst der Betrachter.
Der österreichische Bildhauer und Maler Jos Pirkner gestaltete 2006 das Fahrzeug von Toro Rosso. Das frühere Minardi Team war trotz einiger weniger Erfolge eine Ikone des italienischen Rennsports. Die Übersetzung des Teamnamens ins Italienische war demnach auch eine Respektsbekundung vor den italienischen Wurzeln des Rennstalls.
Pirkner bildete sein Design erst auf ein ferngesteuertes Auto ab, bevor er es dann direkt auf einen maßstabgetreuen Formel 1 Wagen malte. Knud Tiroch, einer der bekanntesten österreichischen Spray Künstler, wurde die Ehre zuteil, den Bullen detailgetreu auf alle anderen Fahrzeuge und die Team Trucks zu übertragen.
Die ausgestellte zeitgenössische Kunst passt sich ebenso in die Architektur des Hangar-7 ein. Junge Künstler aus verschiedenen Ländern, die jedoch noch nicht auf dem Kunstmarkt sind, werden bevorzugt ausgestellt. Die dreimal im Jahr wechselnden modernen Ausstellungen stehen im Kontrast zu den historischen Flugzeugen. Die mächtigen Bullen aus Bronze von Jos Pirkner, die zurzeit im Hangar-7 stehen, unterstreichen perfekt das Gesamtkonzept von Bewegung und Energie.
Kulinarik im Hangar-7 wird groß geschrieben: Ein Tipp, den Tag früh mit einem opulenten Frühstück in der Carpe Diem Lounge-Café beginnen. Wo kann man schon mit Blick auf zeitgenössische Kunst und historische Flugzeuge in den Tag starten.
Eine Currywurst, ein Clubsandwich mit Pommes Frites oder Penne mit Garnelen, Tomaten und Basilikum werden mittags serviert. Schwarzwälder, Mohn-Apfel-Streusel, Heidelbeer-Kokosmousse, Kirsche-Nyangbo-Panna Cotta oder Erdbeer-Rhabarber mit weißer Schokolade kann man nachmittags zum Cappuccino probieren.
In der Mayday Bar werden nicht nur exquisite Cocktails serviert, sondern auch „Smart Food“ angeboten. Möchte nicht jeder tagtäglich optimal leistungsfähig, bestens gelaunt und dazu noch attraktiv sein? Logisch. Die Zauberwörter lauten Brain Food, Mood Food und Beauty Food. Die Basis bringt die diplomierte Ernährungswissenschaftlerin Marianne Botta, Fachlehrerin an der ETH Zürich mit und der Executive Chef Roland Trettl und sein Team setzen die wissenschaftlichen Ergebnisse in köstliche Gerichte um. Durch diese Zusammenarbeit sind Gerichte entstanden, die alles Notwendige für das Gehirn, die gute Stimmung und die Attraktivität liefern.
Threesixty Bar: Die Bar unter der Hangar-7 Kuppel ist nur etwas für Schwindelfreie. Man erreicht die außergewöhnlichste Bar der Welt auf einem sich in die Höhe windenden Laufsteg. Dann kommt die Überraschung, der Boden der Bar ist aus Glas, wie aus der Vogelperspektive blickt man hinab auf die Flugzeugflotte, Rennwagen und Kunst. Wenn es dunkel wird, zeigen die Spots am Boden die Sternenkonstellation vom 22. August 2003, den Tag der Eröffnung des Hangar-7.
Restaurant Ikarus: Monatlich wechselnde ausgezeichnete Spitzenköche aus aller Welt bieten ihr ganz besonderes Menü an. Das ist für den Gast eine kulinarische Weltreise ohne jede Strapazen. Auch hier wird das Motto Bewegung verfolgt, Bewegung auf internationaler Ebene.
Roland Trettl besucht ausgewählte Köche und erarbeitet mit ihnen das Menü, das dann im Ikarus serviert wird. Der erwählte Starkoch reist einen Tag vorher an und weißt das Ikarus Team ein. Leinenservietten, feine silberne Serviettenringe zeugen von Stil. Ein Tischchen für die Handtaschen ist obligatorisch. Im Februar hatte Marcus. G. Lindner vom Restaurant Mesa in Zürich das Menü konzipiert. Als erstes wurden Brot mit fünf verschiedenen Sorten Butter mit Salz, Chilli, Algen und Juzu aus Asien serviert. Dann folgte Kalbstatar, Thunfisch mariniert mit Fliegenfischkaviar und Mango. Gänseleber auf Eis, Foie Haselnuss mit einem Gänseleberchip. Grüner Reis mit Langustenpralinen ergänzte. Zum Hauptgang gab es Steinbutt mit schwarzen Trüffeln und Foie Gras. Immer wieder wurde der Blick von der Flugzeughalle magisch angezogen. Flugzeuge werden zum Apron hinausgerollt. Die jungen Ober sind sehr souverän. Natürlich gibt es zu jedem Menü eines Gastkochs die passende Weinbegleitung aus dessen Heimat. Der Stil ist locker, lässig und vor allem nicht steif. Ganz cool ist es mit dem Privatjet auf dem Apron vor dem Hangar-7 zu parken und dann die Ikarus Küche genießen. Aber wer hat schon einen Privatjet?
Raucher können stilvoll in schweren ledernen Clubsesseln in Arnie’s Cigar-Lounge die Zigarre nach einem gelungen Essen genießen.
Bewegung und Energie sind das Motto, es kann sich täglich etwas ändern. Wann immer man in den Hangar-7 kommt, hat sich etwas verändert. Der Standplatz der Flugzeuge, die Kunstobjekte und die Gerichte der Chefköche im Restaurant wechseln regelmäßig. Mit dem Stand der Sonne verändert sich Licht- und Schattenspiele und betonen die Transparenz und Schwerelosigkeit immer wieder aufs Neue.
Red Bull Hangar-7, Wihelm-Spazier-Straße 7A, A-5020 Salzburg, Tel.: +43-662 2197-77, office@hangar-7.com, www.hangar-7.com
ServusTV: Service-Hotline: 0800 100 30 70 - www.servustv.com
Hangar 7 Service Öffnungszeiten
Hangar-7 Flugzeugmuseum 09:00 - 22:00 Uhr
Restaurant Ikarus 12:00 - 14:00 Uhr und 19:00 - 22:00 Uhr
Carpe Diem Lounge- Café 09:00 - 18:00 Uhr
Mayday Bar
Freitag und Samstag 12:00 - 01:00 Uhr
Sonntag bis Donnerstag 12:00 - 00:00 Uhr
Smart Food in der May Bar Täglich 12:00 - 22:00 Uhr
Threesixty Bar
Sonntag bis Donnerstag 19:00 - 00:00 Uhr
Freitag und Samstag 19:00 - 01:00 Uhr
Ein Beitrag für ReiseTravel von Gabi Dräger. Sie lebt und arbeitet in München.
Berichte zum Thema: Hangar-7 Salzburg
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