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Die Trends für die Möbelsaison
Die M.O.W. ist eine echte Premieren-Vorstellung. Hier in Ostwestfalen wird entschieden, was in den nächsten Wochen und Monaten in den Handel kommt. Soviel lässt sich bereits erkennen: Die Kern-Sortimente für die Mitte des europäischen Möbelmarktes zeichnen sich durch eine bisher unerreichte Individualität aus. Farben, Formen, Funktionen und Kombinationen sind frei wählbar. Passend für jeden Geschmack. Und jeden Geldbeutel.
Trend 1: Konventionelles Wohnen wird noch moderner
Wer in Bad Salzuflen nach klassischen Wohnwänden sucht, wird nicht mehr fündig. Die neuen Wohnzimmer-Einrichtungen gleichen Wand-Skulpturen. Flache Podeste, lange Sideboards, einzelne Wandborde, beleuchtete Vitrinenelemente, Schrankcontainer, separat an die Wand gebracht oder durch Paneele verbunden, formieren die neue Einrichtungslösung. Die großflächige Schrankwand findet sich eher im Barntruper SB-Bereich als im serviceorientierten Wohnen.
Bei den Oberflächen stehen Hochglanz-Optiken weiterhin in der Gunst der Einkäufer. Gern genommen wird auch dunkles Nussbaum in Verbindung mit Glas (Creme oder Schwarz) und Edelstahl oder Chrom.
Wichtig bleibt: die Integration der modernen Unterhaltungselektronik. Media-Center und schwenkbare Funktionseinheiten mit verdeckter Kabelführung sichern die Unterbringung des allgegenwärtigen Flachbildschirms.
Trend 2: Kombinationspolstermöbel kommen
Selbst im Konsum punktet die so genannte „Systemigkeit". Einzelne Sofaelemente fügen sich zu individuellen Polster-Kombinationen zusammen. Sitzhöhen/tiefen, Armlehnformen und Fußvarianten sind frei wählbar. Ausgestattet mit allerlei Komfortfunktionen wie bewegliche Armlehnen, Sportsitze, Rondelle mit Klapparmlehnen, Drehhocker und vielem mehr. Bei den Farben der Bezugsstoffe dominiert Weiß in Leder, Kunstleder und Microfaser sowie Natur, Braun und Schwarz. Als Eyecatcher geht Rot. Im hochwertigeren modernen Sitzen auch Schiefergrau. Der Anteil von Microfaser geht bei den Platzierungsmodellen zugunsten von Webstoffen zurück. Unverändert hoch stehen fleckabweisende Microfaser-Marken im Kurs, denen auch die hässlichsten Flecken und selbst Malstifte nichts anhaben können. Für die Formensprache gilt „wie es beliebt" von kubisch-streng bis ballig-kompakt. Letzteres auf zierlichen Füßen schwebend. Die klassische 3-2-1-Garnitur ist nur noch selten zu sehen. Zumeist gesellt sich ein artfremder Sessel zum voll funktionsfähigen Ensemble. Oder die Einheiten verschmelzen gleich zur vielsitzigen Kombination.
Trend 3: Weiß, weißer, am weißesten
Die Trendfarbe der M.O.W. 2008 heißt Weiß. Ob Polstermöbel, Wohnen, Schlafen, Speisen, bei Klein- oder Einzelmöbel, ob Serviceware oder SB, ob Best-Ager oder Jugend - Weiß zieht sich durch alle Sortimente, Zielgruppen und Präsentationen. In der Lifestyle-Black-Box in Barntrup ebenso wie hier im Polsterforum. Überzeugen Sie sich selbst davon.
Trend 4: Massivholz mit rustikalen Oberflächen
Die Zeiten, in denen Risse im Holz als Reklamationsgrund galten, sind vorbei. Die neuen Massivholzmöbel werden durch aufwändige Veredelungsverfahren extra zum Reißen gebracht. Verpackt in geradlinige Designs und eingefärbt in edle Schlammfarben kommt so vor allem die Eiche mit neuem Gesicht daher. Neben Eiche ist Nussbaum oder Walnuss der Star unter den Holzarten. Neu kommt Olive, im Schlafzimmer wie im Bad. Kiefer ist selbst im SB nur noch selten zu sehen.
Trend 5: Wohnlichkeit fürs Bad
Im Messepark Barntrup wird es offensichtlich: Das Bad wird zum Erlebnisraum; hier werden zunehmend die gleichen Maßstäbe wie im Wohnraum angelegt. Neben Hochglanz sind hier vor allem Holz-Optiken angesagt, die Wohnlichkeit verbreiten. Genau wie im Wohnzimmer werden Schrankmodule mit Wandborden und beleuchteten Glasböden samt LED-Lichttechnik kombiniert. Armaturen integrieren sich als chrom-glänzende Akzente. Waschbecken werden aufgesetzt - gern in Naturstein-Optik - oder fügen sich wie bei Küchen nahtlos in die Ablagefläche ein. Ebenfalls nach dem Vorbild der Küchenmöbelindustrie werden dank intelligenter Funktionen und Einsätze Stauräume bis in den hintersten Winkel nutzbar gemacht. Alternativ zur Holzoptik bringen kräftige Farben wie Pink, Violett oder grün Frische ins neue Bad.
Trend 6: Möbel achten Mensch, Natur und Klima
Dass schädliche Stoffe wie Formaldehyd, PVC oder Raubbau an der Natur schon lange aus der Möbelproduktion ausgeschlossen werden, ist für die meisten Unternehmen eine Selbstverständlichkeit. Das jetzt aber auch klimatische Werte zertifiziert werden ist neu. So gesehen bei einem dänischen Lieferanten, der seine Möbelserien mit einem „Indoor Climate Label" zertifizieren lässt. Neu ist auch die Betonung des Aspektes „Made in EU", was sich auf die zunehmende Konkurrenz von Fernost-Produkten hinweist. Neben „Made in Germany" erhält die europäische Herkunft neues Gewicht im globalen Kräftemessen.
Trend 7: Gesundes Schlafen
Der persönliche Komfort des Besitzers wird nicht nur bei Polstermöbeln groß geschrieben. Auch im Schlafzimmer wird größtmögliche Individualität hoch gehalten. Diese äußert sich unter anderem in vielfältig nutzbarem Stauraum und diversen Aufbewahrungsmöglichkeiten. Beides wird dank ausgefeilter Innenausstattungssystemen oder begehbarer Kleiderschränke gewährleistet. Matratzen und Bettsysteme sind ergonomisch ausgereift und versprechen besten Liegekomfort. Allen voran das Boxspring-System, das aus dem Luxussegment zunehmend auf den Konsum übertragen wird.
Trend 8: Fashion for Furniture
Esprit, eine der stärksten Marken der Welt, stellt die Neuprodukte für den Einrichtungsbereich nirgendwo anders als auf der M.O.W. vor. Beim Home-Konzept von Esprit handelt es sich um eine komplette Einrichtungswelt aus Möbeln, Accessoires, Teppichen, Heimtextilien, Leuchten und Tapeten. Durch jährlich wechselnde Farbwelten angelehnt an den Trends der Modebranche produziert die Esprit hörne collection „Mode für Ihr Zuhause". Zu sehen im Polsterforum Halle 22.
Weiterhin ist auf der M.O.W. ein Hersteller zu Gast, der Posterbetten für JOOP! fertigt. Damit sind hier auf der Messe zwei Lifestyle-Marken vertreten, die ihre Strahlkraft mit Erfolg aus der Mode aufs Möbel übertragen.
Trend 9: Junges Wohnen für alle
Das Junge Wohnen tendiert zunehmend ins konventionelle Wohnen. Weil das konventionelle Segment an Modernität gewinnt, verliert das Junge Wohnen als eigenständiger Vertriebsweg seine Berechtigung. Die hochwertigen Sortimente werden zunehmend den Service-Abteilungen zugewiesen. Alles, was den Service-Anspruch nicht erreicht, hat kaum Chancen auf eine Platzierung; es sei denn, es findet preislich im wachsenden SB/Discount seine Zuordnung. Die Integration des Jungen Wohnens ins konventionelle Wohnen unterstreicht die Unabhängigkeit des Geschmacks und der Stilrichtung vom Alter der Zielgruppe.
Die überwiegende Mehrheit aus Handel und Industrie hat sich für diese grundsätzliche Terminverlegung ausgesprochen, um damit dem Einkaufsverhalten des Endverbrauchers noch näher zu rücken. Der kauft bevorzugt im Herbst und Winter neue Möbel. „Und wir wären ein schlechter Dienstleister, wenn wir uns gegen die Wünsche unserer Kunden stellen würden“, betont Messe-Chef Bernd Schäfermeier. „Der frühzeitige M.O.W.-Termin gewährleistet, dass die neue Ware zu den umsatzstarken Monaten im Herbst und Winter auch tatsächlich auf der Ausstellungsfläche im Handel steht - und nicht noch auf der Messe." www.mow.de
Die Veranstalter der Möbel- und Hausmesse Ostwestfalen sowie die Verbände der Holz- und Möbelindustrie in NRW haben sich auf einen gemeinsamen Termin geeinigt.
Neuer Messetermin:
Vom 22. bis 26. September 2012 werden sich die Messen kompakt präsentieren
Ein Beitrag für ReiseTravel von Kaja Möller, www.waw-werbeagentur.de
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