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Quito

Ostern in Quito

La Semana Santa verzaubert die Stadt: Das historische Zentrum Quitos wird während der Osterwoche zum Schauplatz festlicher Prozessionsmärsche. Die Quiteños sprechen von der „Semana Mayor de la Cristianidad“, der Größten Woche des Christentums.

Von Gründonnerstag an finden über mehr als eine Woche hinweg ergreifende religiöse Feste statt, die die Hauptepisoden des Kreuzwegs Jesu Christi und die Vergebung der Sünden nachstellen. Die Gläubigen spielen bei zwei wichtigen Prozessionen in Quito die Hauptrolle, am Karfreitag sowie am Palmsonntag. Die Prozession am Karfreitag wird von der sinnbildlichen Figur des „cucurucho“ angeführt, des Büßers mit dem blauen, kegelförmigen Spitzhut, der seinen Wille zur Reue und zur Veränderung kundtut. Den blauen Marschzug, der durch die Gassen der historischen Altstadt zieht, verfolgen Tausende von Einwohnern und Touristen. Die feierliche Atmosphäre auf den Straßen und Plätzen Quitos, die religiösen Rituale, die prachtvolle Schönheit der religiösen Kunst und die Musik in den Kirchen machen die „Semana Santa“ zu einem der attraktivsten Zeitpunkte für internationale Gäste.

Die Herzenswärme und die Gastfreundschaft der Quiteños sorgen zudem dafür, dass die Besucher die Zeremonien hautnah erleben – oder sogar an ihnen teilnehmen.

Während der Osterwoche lädt Quito zu Ausstellungen und Kulturellen Begegnungen in der Altstadt ein. Hervorstechende Veranstaltung ist wohl das „Festival de Música Sacra“. Hier ertönt ein musikalisches Feuerwerk aus barocker Musik, rhythmischen Kompositionen, Chören und vielen Liederabenden. Das Fest bewies in den vergangenen Jahren, wie sehr die christlich-katholischen Traditionen der Anden mit ihrem mystischen Charakter und ihrem künstlerischen Niveau die Quiteños und ihre Gäste in ihren Bann ziehen. Das Musikfest endet jährlich mit einem Glockenkonzert – ein großes Spektakel, das das Klangpotenzial aller Glockentürme in der historischen Altstadt voll ausschöpft. Die „Semana Santa“ hat auch eine kulinarische Tradition. Es ist die Zeit der „fanesca“, eines landesweit zubereiteten traditionellen Eintopfs aus Getreide und gesalzenem Kabeljau (bacalao). Er wird in den Familien zubereitet, den Besuchern der Stadt wird er aber auch in den Restaurants Quitos angeboten.

www.semanasantaquito.com

 

La Mariscal: Nightlife und Kultur im modernen Stadtzentrum Quito steht nicht nur für religiöse Traditionen, Kolonialarchitektur oder andiene Indiomärkte. In der Hauptstadt Ecuadors können sich Gäste am Abend und bis in die frühen Morgenstunden wunderbar vergnügen.

Wer das Nightlife sucht, ist im Stadtviertel La Mariscal richtig. Nicht weit vom historischen Stadtkern Quitos entfernt gehen hier Quiteños aller Altersgruppen in Feierlaune wie auch Besucher aus aller Welt aus. Hier findet sich eine große Auswahl an Restaurants, Bars und Clubs. Die musikalische Bandbreite reicht vom westlichen Pop über Salsa, Merengue, Ska und HipHop bis hin zu Rock und Elektro. Ob DJ oder Live-Musik, hier wird jeder seinen Ort finden, um die Nacht zum Tag zu machen. Das kosmopolitische Ambiente findet seinen Ausdruck auch in der internationalen Küche, dem vielfältigen künstlerischen Angebot, dem kulturellen Austausch und der Vielzahl an Hotels, Hostels, Reisebüros und Sprachschulen. Auch zum Shoppen – vor allem Kunsthandwerk und Mode – bietet La Mariscal diverse Möglichkeiten. Kunstliebhaber finden die interessantesten Ausstellungen in den privaten Galerien oder den öffentlichen Museen wie dem Museo Nacional del Banco Central, dem Völkerkundemuseum oder dem Museo de Artesanías Mindalae.

Um in La Mariscal nichts zu verpassen, empfiehlt es sich, das Viertel zunächst zu Fuß zu durchstreifen. Das moderne und junge Viertel liegt in Ost-West-Richtung zwischen der Avenida 6 de Diciembre und der Avenida 10 de Agosto, von Norden nach Süden zwischen den Straßen Patria und Orellana.

 

Extremsport im Umland von Quito: Wer die Hauptstadt Ecuadors verlässt, findet sich in der gebirgigen Andenlandschaft wieder, die beste Voraussetzungen für verschiedene Aktivsportarten bietet und das Herz schneller schlagen lässt. Hier finden Adrenalinjunkies Möglichkeiten zum Puenting, Abseiling und Schluchteln. Puenting ist eine Art von Bungee-Jumping. Das Wort Puenting leitet sich vom spanischen Wort „puente“ ab (dt. Brücke). Bei dieser Extremsportart springen Mutige an einem Seil, das wie beim Bungee Jumping um die Hüfte und um die Knöchel gelegt wird, vom Brückengeländer in die Tiefe. Nach dem Fall schwingt man über dem Flussbett hin und her, eine angenehmere Belastung für den Kopf als beim Bungee-Sprung. Trotz großen Nervenkitzels kann jeder den Sport ohne besondere Vorkenntnisse ausüben. Professionelle Betreuer sichern die Springer, weisen sie ein und erklären, wie man sich mitgebracht werden: Wille, Mut und Entschlossenheit. Der sichere Sprung ist eine extrem emotionale Erfahrung, weil die Selbstüberwindung, sich in die Tiefe zu stürzen, groß ist. Einmal in der Luft, rast man im Tempo von etwa 40 Metern pro Sekunde dem Boden entgegen – eine adrenalingeladene Angelegenheit. Es gibt zwei Arten, den Sprung auszuführen: Entweder rückwärts aus der Hocke oder mit dem Gesicht nach vorne. Die zweite Variante Sprung ist sicher die Option für mutigere Kandidaten, da sie schon vor dem Absprung in die Tiefe schauen müssen. Abseiling, auch Rappeling genannt, ist der englische Begriff für eine Form des Kletterns. Hier werden der Berg, die Wand, der Fels oder die Klippe von oben bezwungen. Abseiling ist also die Umkehr des Bergsteigens, denn es geht rückwärts auf den Abgrund zu. Durch die Abseiltechnik können alle Neigungsgrade eines Berges bezwungen werden. Da sich die Sportler aus Höhen abseilen, die bis zu sechsstöckigen Häusern entsprechen, strömt auch hier garantiert eine gehörige Portion Adrenalin durch den Körper. In manchen Fällen ist der Zugang zu den Abseilstandorten erschwert, so dass das Rappeling mit vorausgehendem Klettern verbunden ist – ein Vorteil für die Abseiler, da sie die schönsten verborgenen Naturplätze erreichen, die auf anderem Wege nicht Anders als beim Puenting sind hier einige Erfahrungen und Kletter-Kenntnisse empfehlenswert, die Abseiler werden jedoch von einem Guide begleitet und in die Regeln der Sportart eingewiesen. Für die Sicherheit sorgen Abseilvorrichtung, Hüftgurt und Helm.

Eine Brücke, an der das Puenting und Abseiling angeboten wird, liegt nur 30 Minuten Fahrt von Quito entfernt über dem Fluss Chiche im Tal von Tumbaco. Mit einer Höhe von 80 Metern ist die Schlucht ein idealer Ort für diese Sportarten. Das Puenting-Seil ist 35 Meter lang, beim Rappeling seilten sich die Wagemutigen die gesamten 80 Meter ab. Auch der abenteuerliche Sport Canyoning oder Schluchteln wird mit Vorliebe in den steilen Bergschluchten und Wasserfällen der ecuadorianischen Anden ausgeübt. Mit einem Seil geht es hier bergabwärts, in diesem Fall aber nicht nur durch Abseilen, sondern auch mittels Abklettern, Springen, Rutschen, Schwimmen und manchmal sogar Tauchen. Da dem Flussverlauf gefolgt wird, passieren die Sportler beim Canyoning unterschiedliche Bergstrukturen: gemächliche, flache Wasserstellen, tiefere Gewässer, Wasserfälle, dichte Vegetation, aber auch Ödlandschaften. Dadurch ergibt sich beim Canyoning ein Schwierigkeitsgrad, der eine gewisse alpin- und wassertechnische Qualifikation erfordert. Neben dem sportlichen Reiz des Abenteuers steht vor allem das Naturerlebnis im Vordergrund.

Ob Puenting, Rappeling oder Canyoning, die fast schon tropische und sattgrüne Vegetation der niederen Anden bietet den Adrenalinsüchtigen ein wunderschönes Erlebnis inmitten der Natur.

 

Kontakt

 

Quito in Deutschland: BZ.COMM GmbH

Gutleutstraße 16 a, D-60329 Frankfurt am Main

 

www.quito.com.ec - www.experiencequito.com

 

Ein Beitrag für ReiseTravel von Felix Knothe, Isabell Böck, Nicole Krumrey.

 

 

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