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Wir sagen Euch an den lieben Advent

Wir sagen Euch an den lieben Advent ist ein kirchliches Lied von Maria Ferschl (1895 bis 1982), die Melodie stammt von Heinrich Rohr (1902 bis 1997): Sobald das erste Lichtlein brennt, bereiten sich die Christen auf Weihnachten vor. Auf den 24. Dezember, der als Geburtstag von Jesus von Nazaret gefeiert wird, das höchste Fest im Christenjahr.

Advent wurde von dem lateinischen Wort „adventus“ abgeleitet und bedeuten „Ankunft“. Traditionell ist der Advent eine Zeit der inneren Einkehr, der Ruhe. Die meisten von uns verbinden die Lichtermeere, die klingenden Glöckchen mit Erinnerungen an ihre Jugend, als man noch voller Erwartung auf den Heiligen Abend und auf das Christkind wartete. Plätzchenduft, warmer Tee. Keine Zeit ist besser geeignet, sich zurückzuziehen, um neue Kraft zu sammeln. Mit dem ersten Adventssonntag beginnt außerdem das neue Kirchenjahr.

Die Temperaturen lassen es spätestens jetzt nicht mehr leugnen. Der Blick nach draußen auch nicht. Und die früh morgens beschlagenen oder sogar vereisten Scheiben unseres Fahrzeugs ohnehin. In unseren Breitengraden heißt Advent auch, der Winter naht. Und mit ihm die langen Nächte, in denen es früh dunkel wird draußen und die Möglichkeiten Sport zu treiben sehr eingeschränkt sind.

Oder vielleicht doch nicht. Fitnessstudios sei Dank können wir schier rund um die Uhr unseren Körper trainieren. Unabhängig vom Wetter und der natürlichen Lichteinwirkung. Gerade jetzt hilft uns der Sport, übermäßige Pfunde durch fehlende Bewegung zu vermeiden und die Glückshormone zu aktivieren, die für unser seelisches Gleichgewicht so notwendig sind. Glückshormone sind Neurotransmitter, welche beruhigend aber auch schmerzstillend wirken, ja sogar Glücksgefühle hervorrufen.

Sie werden aber auch frei, wenn wir uns Tätigkeiten hingeben, welche uns Freude bereiten. Gemeint ist damit nicht der Zeitfresser Computer. Der gaukelt uns nur vor, dass wir uns mit seiner Hilfe entspannen können. In Wahrheit belastet er uns mehr als wir glauben. Wir setzen uns hin und schon hängen wir fest. An E-Mails, an Internet-Recherchen, die vom einen ins Tausendste führen und das kostbare Gut schneller verschlingen als die Zeitfresser bei Michael Endes „Momo“. Wer hat nicht schon einmal kurz nachschauen wollen, wie das Wetter morgen wird und ist dann von einer Seite in die andere gestolpert. Zeit weg – Befriedigung gleich null.

Advent heißt auch warten und das wiederum bedeutet immer, nicht ungeduldig zu werden, sich Zeit nehmen müssen. Manchmal sollten wir das auch für diejenigen tun, für die wir vermeintlich keine Zeit mehr haben. Weil wir der festen Überzeugung sind, dass keinen Nutzen hat, was nichts einbringt. Dabei kann uns gerade diese Zeit, die wir mit geliebten Menschen verbringen, soviel Gutes schenken.

Wir sagen Euch an den lieben Advent

Advent Weihnachten

Zeit, Zeit immer wieder Zeit

„Ist die Zeit das Kostbarste unter allem, so ist Zeitverschwendung die allergrößte Verschwendung“, meinte der amerikanische Staatsmann Benjamin Franklin. Ein sehr weiser Mann und einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten. Aber wie definiert man heute Zeitverschwendung? Mittlerweile zählt jedenfalls die Zeit, welche man sich für sich selber nimmt, nicht unbedingt dazu?

Gerade in unserer modernen „Burn-Out“ und „Depression“ beladenen Gesellschaft breitet sich immer mehr die Erkenntnis aus, dass uns eine gewisse Zeit des Nichtstuns neue Energie liefert und die Erledigung wichtiger Aufgaben im Anschluss beschleunigt. Also ist diese „Entschleunigung“ keine Zeitverschwendung, auch wenn sie auf den ersten Blick nicht effektiv zu sein scheint und augenscheinlich kein Ergebnis herbeiführt. Im besinnlichen Advent, der meist von Weihnachtsfeiern, letzten Terminen und To-do-Listen vollgestopft ist, wäre es an der „Zeit“ Stopp zu sagen und uns ein wenig Muse für uns zu gönnen.

Viele Menschen aber wissen aufgrund des ständigen Dauerstresses gar nichts anzufangen mit überschüssigen, unausgefüllten Stunden. Rund um die Uhr haben wir etwas zu tun. Was aber, wenn wir wirklich einmal eine kurze Zeitspanne einplanen, in denen wir nicht mit zu erledigenden Dingen beschäftigt sein wollen. Hand aufs Herz? Was würden wir tun?

Diese Zeit als Kurz-Wellness zu nutzen ist die Kunst.

Wie lange haben Sie schon kein entspannendes Bad mehr genommen. So richtig mit Kerzen, einem Buch und einer pflegenden Badelotion. Wann haben Sie mangels Zeit zum letzten Mal den Duft selbst gebackener Plätzchen in der Nase gehabt. Übrigens ist das vermutlich älteste Weihnachtsgebäck der Christstollen und stammt aus der Zeit um 1330. Und wer hat sich nach dem Backen dann auch die Zeit genommen, um das in aller Ruhe zu genießen.

Apropos Genießen. Im Kino z. B. werden wir gezwungen, zu entschleunigen. Da gibt es nichts, keine Ablenkung. Kein To do. Mal ehrlich. Einen Film ansehen im häuslichen Wohnzimmer, ohne nebenbei Papierstapel zu sortieren, am Laptop die E-Mails zu checken. Das macht man heute selten. Wir leben in einer hektischen Zeit. Ob unser Körper und unsere Seele das auf lange Sicht durchstehen, das scheinen jedenfalls die Krankheitssymptome unserer modernen Gesellschaft infrage zu stellen.

Gerade dieses Multitasking, mehrere Tätigkeiten gleichzeitig durchzuführen, birgt diverse Gefahren in sich. Nach wissenschaftlichen Untersuchungen wirkt es sich negativ auf die Effizienz aus und überfordert unser Gehirn, die Reaktionsfähigkeit wird verringert, was besonders gefährlich ist bei Autofahrten, während denen telefoniert wird. Des Weiteren kann es zu verstärkten Stresserscheinungen führen. Sich auf eine Sache zu konzentrieren fällt uns zunehmend schwerer.

Auch hier gibt es an den langen Abenden Möglichkeiten, diese uneingeschränkte Aufmerksamkeit auf eine Sache zu üben. Vielleicht hatten wir früher einmal Spaß daran, ein Puzzle zu bauen. Oder ein Kreuzworträtsel zu lösen.

Keine Zeit?

Dabei nehmen die meisten entspannenden Tätigkeiten gar nicht so viel davon in Anspruch: Lange schon nicht mehr gespielt? Schach, Mensch ärgere Dich nicht. Manche Menschen genießen es auch zu malen, zu stricken, zu sticken, zu häkeln, zu knüpfen. Die Wohnung dekorieren mit allerlei Kitsch oder Kunst kann auch sehr viel Genuss bringen. Eine Stunde Schwimmen im Bad vor Ort. Oder Eislaufen in der nahe gelegenen Halle. Dauert nur eine Stunde. Vielleicht wollen wir auch nur alte Fotos anschauen und uns darüber amüsieren.

Oder wie wäre es mal wieder mit einem philosophischen Gespräch, mit einer Diskussion über so komplexe Dinge wie Umweltschutz, die Euro-Krise oder was auch immer. Wir machen das nicht mehr, weil wir keine Zeit haben uns zu informieren und befürchten unwissend zu erscheinen. Keine Angst, auch die meisten anderen haben keine Zeit tiefer in das Thema einzusteigen. Small Talk über wichtige Themen ist heute angesagt. Apropos Reden.

Ein ganz persönlicher Rat. Erzählen Sie niemanden von ihrem Nichtstun. Denn sofort kommt die vorwurfsvolle Frage. Was soviel Zeit hast Du? Nein, die habe ich nicht. Ich nehme sie mir. Alternativen, die besser klingen als Nichtstun aber genau dasselbe bedeuten sind das englische Verb chillen, was nichts anderes beschreibt als rumhängen, aber auch entspannen und relaxen. Genießen Sie anschließend still und heimlich die Frage: „Du siehst aber erholt aus, warst Du im Urlaub?“

Wir müssen erst wieder lernen, dass uns eine Stunde verschwendete Zeit Schwung geben kann für unsere laufenden Aufgaben und somit eine nicht zu unterschätzende Zeitersparnis mit sich bringen. Es gehört Mut und Überwindung dazu zu sagen, ich tue jetzt eine Stunde nichts - im Sinne von ich tue eine Stunde das, was mir Spaß macht. Und im Anschluss daran habe ich wieder Energie und kann meine Aufgaben innerhalb kürzester Zeit erledigen. In diesem Sinne wünschen wir unseren Lesern einen beschaulichen, erholsamen Advent zum Energie tanken.

Wollen Sie auch andere Menschen daran erinnern, dass wir uns im Advent in einer regenerierenden Phase befinden, um dann mit Volldampf ins Jahr 2012 zu starten?

Zum Beispiel mit unserer ReiseTravel E-Card? – Ihre E-Card - Ein Klick!

 

Ein Beitrag für ReiseTravel von Sabine Erl.

Advent Weihnachten 

Unsere Redakteurin Sabine Erl zeichnet bei ReiseTravel für die Redaktion Lifestyle verantwortlich.

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