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Im Portrait: Karin Zeiner-Salzmann
In ihren Bildern verwendet die Malerin Karin Zeiner-Salzmann starke Farben welche die Reinheit, Intensität und Schönheit des Lebens darstellen. Die Person im Mittelpunkt - wobei es sich meist um Frauen handelt - steht einerseits für den Beobachter des Lebens selbst oder er/sie steht symbolisch für einen Behälter bestimmter Emotionen und Gedanken: „Ich liebe es Frauen zu malen, da ich in ihnen eine Mischung aus Verletzlichkeit und Stärke finde, aus der eine besondere Schönheit erwächst die nichts Oberflächliches an sich hat. Vielmehr spiegelt sie einen Weg wieder, einen Weg der Freude, des Schmerzes und der Verwandlung dem wir alle unterworfen sind“, betont die Künstlerin im Gespräch.
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Besonders gern malt sie Blumen und Pflanzen, da diese auf wunderbare Weise Verbindungen herstellen zwischen dem Menschen und seiner Umgebung und darüber hinaus als Symbole für den inneren und äußeren Reichtum stehen, der uns innewohnt und uns umgibt. Darüber hinaus verwendet sie sehr gerne das Symbol des Kreises, da er eine vollendete Form ist und den Lebenszyklus repräsentiert.
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„Ich denke auch dass die Sehnsucht nach dem Wunderbaren, dem überraschenden und besonderen Momenten im Leben in meinen Bildern sichtbar wird. Mit Vorliebe male ich meine Frauen mit roten Backen und Lippen erzeuge überraschende Farb- und Formkombinationen um dieser Aufregung einen visuellen Ausdruck zu verleihen“.
Dies bestätigt der Maler Markus Waltenberger: „Karin Zeiner-Salzmanns aktuelle Arbeiten erinnern in erster Linie an eine äußerst harmonische Welt. Oft setzt die Künstlerin ihre, ausnahmslos weiblichen, kindlich wirkenden, Gesichter ins Zentrum. Die formal, stark ausgeprägten Augen und Münder werden ebenso in kräftigen Farben dargestellt. Die zahllosen Variationen der meist organischen, „fruchtbaren“, runden Formen im „Hintergrund“, verschmelzen mit den ebenso organisch gemalten Haaren und Kleidungen der möglichen (?) Göttinnen“.

„Meine Bilder sollen Freude machen, sie sollen den Betrachter bereichern und Hoffnung geben dank ihrer Lebendigkeit und der Essenz von Entwicklungsvorgängen die ich als Mensch, Frau, Künstlerin und Mutter gemacht habe“, betont Karin Zeiner Salzmann.
Sie malt bevorzugt alleine in ihrem Atelier „da ich Malen als intim empfinde, ein von Innen nach Außen kehren – manchmal mit viel Emotion manchmal als reine Meditation – ohne Gedanken, reines Fließen“.
Obwohl Malen „Handarbeit“ ist, empfindet sie es eher als „einen geistigen Prozess für welchen ich als Ausgleich gerne alte Möbel restauriere, Stühle tapeziere, neu bemale, und überhaupt mit Vorliebe dekoriere und meine Umgebung gestalte“.
Außerdem spielt sie gerne Gitarre, verbringt ihre Freizeit mit der Familie, und geht oft hinaus in die Natur. Auch kocht sie gern, für sich, ihre Familie und die Freunde.
In seiner Rezension schreibt Clemens Kois, Photograph, Maler und Kunstsammler: „Karin Zeiner-Salzmann wählt stets kräftige, klare, („frisch“ vom Regenbogen), ständig im Komplimentärkontrast stehende, Farben. Diese drücken auch das sog. „Ursprüngliche“ und das Elementare aus. Gemalte Übergänge (Verläufe) im Gesicht und Körper stehen ebenso zu den plakativen/grafischen Elementen, dienlich im Kontrast. Eine Art „dynamische Einbettung“ findet statt - es entsteht der Eindruck, die vielen Formen, Muster (Ornamente) wachsen immer weiter, befruchten sich gegenseitig, überdecken und verdecken oft Gesicht und Körper. „Jedoch“ behaupten sich die Dargestellten, denn Sie blicken uns direkt in die Augen...
Oder malt sich hier die Künstlerin selber? – „geträumte Selbstportraits“?
Hier verbinden sich alle paradiesischen Inselstaaten unserer Erde.
Ein Huldigung an die Frucht(bare) Weiblichkeit und die lebendige Ursprünglichkeit.
Reisen führten in die Türkei, Italien, Frankreich, Spanien, Griechenland, Jamaika, Teneriffa, England, Amsterdam, und eine Reise durch Amerika. „Ich habe einen Kunstworkshop in Griechenland absolviert, war für drei Jahre in Wien und für ein Jahr in Paris, was mich sehr geprägt hat da ich in einem Theater gearbeitet habe und viele interessante und bekannte Schauspieler und Künstler dieses Metiers kennen lernen durfte. Ich habe in der Wohnung von Leos Carrax gewohnt, dem Regisseur von „Die Liebenden von Pont Neuf“ und das Pariser Leben Tag für Tag sehr ausgekostet. Und schließlich war ich mit meinem jetzigen Ehemann Marcus Salzmann für ein Jahr in LA.
Karin Zeiner-Salzmann wurde 1977 in Salzburg geboren. Nach dem Studium der Kunstgeschichte in Wien und der „Didactica“ Privatschule für Sprachen und Wirtschaft, folgten Aufenthalte in Paris und auch als Managementassistentin in Werbeagentur war sie tätig. Es folgte ein Aufenthalt in Los Angeles – „hier absolvierte ich eine Lehre für Möbelrestauration“ und weitere Stationen der künstlerischen Entwicklung.
Karin Zeiner-Salzmann ist verheiratet und hat zwei Kinder. Ihr Mann, Marcus Salzmann, sagt über seine Frau: „Die sanften Schattierungen der Gesichter stehen im Kontrast zu den graphischen, fast abstrakten Hintergründen welche den Konflikt zwischen dem verletzlichen inneren Selbst und der überwältigenden Außenwelt repräsentieren“.
Ihre derzeit aktuelle Ausstellung: „Spiegel der Seelen“ steht im
NH Berlin-Mitte - Leipziger Strasse 106-111, D-10117 Berlin
Geöffnet bis 1. September 2010 täglich 24 Stunden.
Ein Beitrag für ReiseTravel von Gerald H. Ueberscher.
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